Holocaust Überlebender sieht Familienbilder zum 1. Mal

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Viktor Okmian, ein Überlebender des Holocaust, hat seinen Vater Boris, seine Mutter Dobra, seinen Bruder Ralph und seine zwei Großeltern 1941 zuletzt gesehen. Damals wurde seine gesamte Familie von den Nazis bei einem Rumbula-Waldmassaker in Riga ermordet. Während dieses Ereignisses wurden rund 25.000 Juden getötet. Dank MyHeritage, 77 Jahre nach der Trennung seiner Eltern, konnte Viktor endlich Fotos seiner Familie sehen, die er noch nie zuvor gesehen hatte.

Viktor, damals 13, ist in einem Sommerlager gewesen. Zwei Tage vor der Nazi-Besatzung gelang es den Eltern eines anderen Kindes, Viktor und seine Freunde aus dem Lager nach Russland zu schmuggeln. Von dort ging es nach Sibirien.

Nach dem Krieg kehrte er nach Riga zurück und studierte Bauingenieurwesen an der Universität. 1956 heiratete er und wurde Vater von zwei Kindern. Er ist 1974 nach Israel und dann nach Berlin ausgewandert. Bis vor kurzem pendelte er zwischen Berlin und Zürich.

Asi Nisselson Lurje, ein lettischer jüdischer Forscher, der die Facebook-Gruppe „Lettische Juden“ betreibt, hat einen Familienstammbaum mit über 40.000 lettischen Juden aufgebaut, darunter einige von Viktors Familie. Viktors Enkelin, Alexandra Okmian, hat auch ihren Stammbaum auf MyHeritage erstellt und ist überrascht gewesen als sie Übereinstimmungen mit Asis Baum erhalten hat. Alexandra entdeckte bald, dass Asi viele Informationen über ihre Familie hatte. Schnell kontaktierte sie Asi und er sagte, dass er Fotos von der Familie Okmian habe, die er vom Nationalarchiv in Riga erhalten hatte.

Alexandra war schockiert, als sie von den Fotos erfuhr, da sie wusste, dass Viktor keine Bilder von seinen Eltern oder Großeltern hatte.

Jetzt sahen wir zum ersten Mal, dass Opa einen Bruder hatte – den wir gar nicht kannten. 

Am 24. September 2018 schickte Asi die Fotos zu Alexandra, während sie Viktor in Zürich besuchte. Es war ein äußerst emotionaler Moment.

Opa betrachtete die Fotos und erkannte sofort seinen Vater und seine Mutter, er war geschockt und seine Augen voller Tränen. Am nächsten Tag brachte ich ihm wieder die Fotos – dieses Mal ausgedruckt – er sah sie an und begann mir die Geschichte seiner Familie zu erzählen, die Details enthielt, über die er vorher noch nie gesprochen hatte. Ich denke, er wusste, dass er bald diese Welt verlassen würde…

Zehn Tage später starb Viktor Okmian in Zürich.

Asi Nisselson Lurje, dessen Recherchen über die lettische jüdische Gemeinde dazu beigetragen haben, die Fotos zu lokalisieren, zeigten, dass auch er mit der Familie Okmian verwandt ist.

Das Schicksal hat mich mit dieser Familie verbunden, und Viktor war von den Fotos zu Tränen gerührt; Er war sehr krank und sein Zustand hatte sich nach dem Tod seiner Frau verschlechtert. Seine Enkeln erzählten mir, dass seine letzten 10 Tage seine glücklichsten gewesen sind.

MyHeritage ist stolz auf Gemeinschaftsforschern wie Asi, deren Arbeit hilft, Familien zusammenzubringen, sie nach einer solchen Tragödie wieder zu vereinen und den Überlebenden sogar am Ende ihres Lebens ein so großes Glück zu schenken.

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