Babynamen: Regelungen für die Namensgebung

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Wusstet ihr, dass der Name Harriet in Island streng verboten ist, oder dass in Dänemark und Ungarn Eltern die Namen Ihrer Kindern aus einer Liste von bereits genehmigten Namen aussuchen müssen?

Auf der ganzen Welt gibt es Regelungen oder auch einfach Gewohnheiten für die Zulassung von Babynamen.

Hier sind interessante Gesetze für die Namengebung in 10 verschiedenen Ländern:

1) Auch wenn die chinesische Sprache über 70.00 Zeichen hat, sind nur ein kleiner Prozentsatz dieser Zeichen maschinenlesbar.  In China werden die Namen der Kinder eingeschränkt, und es werden nur diejenige zugelassen, die maschinenlesbar sind, damit sie auf Identifikationskarten eingetragen werden können. Obwohl Eltern ganz frei die Namen aussuchen dürfen, werden Zahlen und nicht-chinesische Symbole und Zeichen nicht erlaubt.

2) Genau so wie in China werden auch in Japan nur die Namen zugelassen, dessen Zeichen maschinenlesbar sind.

3) Ungarische Eltern müssen aus einer bereits genehmigten Namensliste auswählen. Wenn sie einen Namen geben möchten, der sich nicht auf der Liste befindet, müssen sie versuchen, eine Genehmigung von einer Regierungskomission zu bekommen. Ausländischen Eltern dürfen das Namengebungsgesetz des Herkunftslandes aussuchen, um ihre Kinde anderweitig zu benennen.

4) In Neuseeland werden Namen, die jemanden beleidigen oder in Verlegenheit bringen können oder die unangemessen lang sind, nicht erlaubt. Namen, die in der Vergangenheit abgelehnt wurden, sind zum Beispiel: Hengst, Fish and Chips, Sex Fruit, Satan oder Adolf Hitler.

5) Isländische Eltern haben wenig Auswahl: Sie müssen einen Namen aus dem National Register of Persons wählen, das lediglich 1800 männliche und 1800 weibliche umfasst. Wenn Eltern einen nicht im Voraus genehmigten Namen  aussuschen möchten, müssen sie eine Gebühr zahlen und hoffen, dass das Iceland Naming Comittee diesen Namen zulässt. Dabei sind nur isländische Zeichen zulässig, die Namen müssen der isländischen Sprache und Tradition entsprechen und dürfen die Kinder nicht in Verlegenheit bringen. Der Name Harriet ist nicht erlaubt, da er sich auf Isländisch nicht deklinieren lässt. Außerdem sind Namen mit „C“ auch nicht erlaubt, da dieser Buchstabe auf Isländisch nicht existiert.

6) In Italien sind lächerliche oder beschämende Namen per Gesetz verboten.

7) Die Norweger dürfen keine Vornamen aussuchen, die traditionell als Nachname oder Mittelname gelten. Eine Besonderheit: Nachnamen dürfen alle 10 Jahren gewechselt werden. Wenn man einen Nachnamen haben möchte, der so selten vorkommt, dass ihn weniger als 200 Menschen haben, muss man die Erlaubnis von jedem einzelnen einholen, bevor man berechtigt ist, den Namen anzunehmen.

8) In Deutschland müssen die Babynamen vom Standesamt oder von dem Büro der Bevölkerungsstatistik in dem Wohnbereich der Eltern genehmigt werden. Das Geschlecht des Kindes sollte mit dem Vornamen eindeutig sein und es dürfen keinen Namen ausgesucht werden, die normalerweise als Nachnamen gelten. Die Namen dürfen die Kinder nicht in Verlegenheit bringen, sie demütigen oder negativ beeinflussen. Viele Eltern wählen eher traditionelle Namen wie Maximilian, Alexander, Marie und Charlotte.

9) Dänische Eltern werden durch das Namengebungsgesetz auf die Wahl eines Babynamens aus einer Liste von rund 7000 Namen beschränkt. Wenn Eltern Namen außerhalb der Liste aussuchen möchten, muss zunächst die örtliche Kirche ihren Segen geben, und das wird noch von einem Regierungsbeamten überprüft. Unübliche Namen werden in der Regel abgelehnt.

10) Obwohl die USA wenige Einschränkungen bei der Namensgebung haben, gibt es auch einige ungewöhnliche Gesetze, die nicht allgemein bekannt sind. Zum Beispiel begrenzen viele Staaten die Anzahl der Zeichen in einem Namen aufgrund der Beschränkung von Software. Andere Staaten verbieten die Verwendung von Ziffern oder Piktogrammen oder Obszönitäten. Andere Staaten wie Kentucky widerum haben überhaupt keine Namensgesetze.

Habt ihr seltene oder seltsame Namen in eurem Stammbaum?

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  • Andrea Fahnenstich


    26. November 2014

    Ich bin bei meiner Recherche im Kirchenbuch auf den Vornamen Freund gestoßen.