7    Nov 20120 Kommentare

Freiwillige Arbeit: Stammbaum!

© Catherine Yeulet/istockphoto.com

Heute haben wir hier im Blog eine schöne Idee für euch: wie man sein Hobby und freiwillige Arbeit bestens kombinieren kann, hier am Beispiel der Geschichte von unserer amerikanischen Kollegin Schelly.

Schelly ist fest davon überzeugt, dass man als Genealoge sein Wissen mit anderen Forschern teilen sollte. Dementsprechend ist sie im Forum aktiv, um alle MyHeritage-Nutzer mit Rat zur Seite zu stehen, so schreibt sie in dem englischen MyHeritage-Blog und sie hat viele andere Ideen, wie man euch bei der Forschung helfen kann.

Man könnte, z.B., in einem genealogischen Verein mitwirken, indem man E-Mails beantwortet oder Daten für eine Datenbank eintippt, oder einfach in den Versammlungen anwesend sein, um sich mit anderen Forschern auszutauschen. Man könnte jüngeren Familienmitglieder bei einem Schulprojekt unterstützen oder auch in der Schule eine Rede über Ahnenforschung halten. Die Liste ist lang.

Aber im Oktober hat sie eine weitere Idee gehabt und sofort umgesetzt: sie hat als Freiwillige in einem Altersheim gearbeitet. Und dabei hat sie eine fantastische Zeit gehabt.

Schelly hat einen Verwandten in einem Altersheim und sie geht regelmäßig dorthin, um ihn zu besuchen. Eines Tages hörte die Leiterin der Einrichtung, wie sie mit der Familie eines Heimbewohners über Familienforschung sprach. Die Leiterin fragte sie, ob sie Interesse hätte den Bewohnern ihr Hobby beizubringen. Seitdem trifft sie sich jede Woche mit ihnen.

Sie hat sich entschieden, jede Woche ein anderes Thema mit den Heimbewohnern zu besprechen. Beim ersten Treffen haben sie über den ersten Schultag gesprochen. Am 2. erzählten sie sich gegenseitig über das Lieblingsgericht und zuletzt haben sie über Schulfreunde gesprochen.

Direkt beim ersten Mal hat sie ein Blatt mit ganz einfachen Stammbäumen verteilt und jeder sollte die Informationen über seine Familie schreiben und das Blatt zurückgeben. Viele von den Teilnehmern haben es gemacht und die Stammbäume wurden am Ende eingerahmt, so dass jeder seinen Stammbaum aufhängen kann.

Die Teilnehmer waren sehr unterschiedlich: Ein paar von ihnen sind nur kurzzeitig in dem Heim, z.B. nach einem operativen Eingriff. Andere haben kognitive Defizite wie Alzheimer und andere wiederum sind ältere Menschen, die im Heim leben. Es handelt sich um eine sehr heterogene Gruppe, was Schellys Arbeit besonders herausfordernd machte.

Natürlich ist sie davon ausgegangen, dass manche Teilnehmer nicht so viel sprechen würden, auch weil sie vielleicht nicht einmal wussten, was sie an dem Tag zum Mittagessen bekommen hatten, geschweige denn klare Erinnerungen über ihr Leben hatten. Aber mit der Zeit wurden die Sitzungen immer besser.

Eine Frau, die bisher mit niemanden in der Einrichtung gesprochen hatte, hat angefangen, über ihre Kindheit und Familie zu erzählen. Am ersten Treffen saß sie so weit entfernt von Schelly wie möglich, direkt am Ausgang. Bei der letzten Sitzung saß sie direkt neben ihr.

Schelly beobachtete auch, dass während in dem ersten Treffen nur 3 Personen aktiv teilgenommen haben, mit der Zeit immer mehr Leute bereit waren zu sprechen.

Die Altersheim-Leiterin hat bereits bestätigt, dass sich die Teilnehmer sehr auf diese Treffen freuen. Und es war für sie eine Überraschung zu sehen, wie viele von den verschlossenen Heimbewohnern jetzt bereit sind, über ihr Leben zu reden.

Was denkt ihr über Schellys Idee? Denkt ihr auch, dass ihr anderen Familienforschern bei der Suche helfen könnt? Habt ihr euch schon aktiv in Genealogie-Vereinen engagiert? Wie habt ihr anderen geholfen?

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