13    Jul 20104 Kommentare

Deutsche Auswanderer Datenbank

Zwischen 1850 und 1891 sind knapp 4 Millionen Deutsche (um genau zu sein 3.834.620) nach Nordamerika ausgewandert. Die Deutsche Auswanderer Datenbank (DAD), am Historsichen Museum Bremerhaven, hat zum Ziel die Erfassung aller Passagierlisten der Auswandererschiffe, die im Zeitraum von 1820 bis 1939 von vornehmlich deutschen Häfen aus, die Vereinigten Staaten von Nordamerika angelaufen haben.

Grundlage der Deutschen Auswanderer-Datenbank sind die Passagierlisten der Auswandererschiffe. Diese Passagierlisten mussten den amerikanischen Einwanderungsbehörden vorgelegt werden. Die Listen enthalten Daten zu den auswanderungswilligen Personen sowie zur Reise. Ergänzt werden diese Daten durch Informationen zu den Auswanderern aus weiteren Quellen. Ziel des Forschungsprojekts ist es, die Daten sozialstatistisch auszuwerten und wissenschaftlich zu beschreiben.

Die Datenbank befindet sich im Aufbau. Sie enthält bereits Daten von 4,4 Millionen Auswanderern. Der aktuelle Datenbestand bezieht sich auf die Jahre 1820-1833, 1840-1891, 1904 und 1907. Besucher des Historischen Museums Bremerhaven können an zwei Terminals selbst nach ausgewanderten Personen recherchieren.

Man kann selbstverständlich auch online recherchieren oder den Recherche-Service gegen ein Bearbeitungsentgelt für die Recherche beauftragen.

Wenn deine Vorfahren auch nach Nordamerika ausgewandert sind, dann lohnt sich ein Besuch im Museum definitiv! Hier die Anschrift:

Historisches Museum Bremerhaven
Deutsche Auswanderer-Datenbank
An der Geeste
D-27570 Bremerhaven
Tel. +49 (0)471 30816-0
Fax +49 (0)471 5902700

Kommentare (4) Trackbacks (0)
  1. Ein Besuch des Auswandererhauses in Bremerhaven ist nur zu empfehlen. Es macht einem durch verschiedene Methoden deutlich, wie es war von Deutschland auszuwandern. Ich persönlich hätte die Überfahrt wahrscheinlich garnicht überlebt, diese Enge, die hygienischen Verhältnisse, grässlich.

    Nofret
  2. @Nofret:
    Da magst du Recht haben. Ich habe hier schon Leute erlebt, die hingen über der Reeling und haben ihre 3. Zähne Neptun geopfert bevor sie Helgoland passiert hatten.
    Die letzte Auswanderungswelle war übrigens in den 1950er-Jahren. Da haben wir mit der 6. Klasse eine Mitschülerin nach USA verabschiedet, deren Mutter (Kriegerwitwe) einem US-Army-Offizier folgte. Großer Bahnhof mit Blaskapelle für die SS "United States" und unsere Klassenkameradin.
  3. diese Online-Suche in der Auswandererdatenbank ist eigentlich toll. Aber 15 Euro für einen Ausdruck finde nicht gerade ein Schnäppchen. Zumal man nihct vorher genau weis, was man bekommt.
  4. Richtig. Wünschenswert wäre, zumindest noch den Geburtsort genannt zu bekommen, um die Wahrscheinlichkeit eines Treffers zu erhöhen. !5 € für eine wertlose Auskunft zu riskieren, habe ich kein Interesse.

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