Wie feierst Du Weihnachten?

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In fünf Tagen ist es wieder soweit, der Heilige Abend, oder wie die meisten es sagen würden Heiligabend! Der Vorabend des Weihnachtsfestes. Traditionell findet dann u.a. in Deutschland, der Schweiz, in Liechtenstein und in Österreich die Bescherung statt.

An Weihnachten feiern Christen überall auf der Welt, die Geburt Jesu. Doch Weihnachten wird weltweit sehr unterschiedlich gefeiert. Das hängt mit Tradition und Bräuchen der Länder zusammen. Es ist spannend zu erfahren, wie unterschiedlich die Geburt Jesu gefeiert wird und was Christen weltweit an diesem Festtag verbindet.

Unseren Blog gibt es – abgesehen von der deutschen Sprache – in weiteren 10 Sprachversionen. Wir haben für euch Weihnachtsbräuche dieser verschiedenen Länder zusammengestellt. Gehen wir mal Alphabetisch vor und fangen wir heute mit den ersten drei Ländern an:

Brasilien

In Brasilien wird Weihnachten meistens am Abend des 24. Dezembers gefeiert. Es gibt in Brasilien keinen 1. bzw. 2. Weihnachtstag, sondern nur der 25. Dezember ist ein Feiertag. Aber am 25. Dezember passiert nicht viel, besser gesagt, man isst am 25. das, was am 24. übrig geblieben ist!

Meistens wird „peru“ (Pute, Truthahn) als Hauptgericht gegessen. Die Bescherung (troca de presentes) ist auch am 24. In den Firmen, Schulen, unter Freunden oder in der Familie lieben die Brasilianer den Wichtel (der in Brasilien „amigo secreto“ bzw. „amigo oculto“ genannt wird).

Man darf nicht vergessen, dass Weihnachten in Brasilien immer im Sommer statt findet. Weihnachten mit Schnee kennen die Brasilianer also nur aus dem Fernsehen. Die armen Weihnachtsmänner müssen aber (dank der europäischen / amerikanischen Tradition) unter starker Hitze doch die gleichen Klamotten tragen, wie der TV-Weihnachtsmann.

In Brasilien wird der Weihnachtsmann „Papai Noel“ genannt und da Brasilien ein tropisches Land ist, gibt es dort keine echten Tannenbäume. Brasilianer kaufen Tannenbäume aus Plastik (und verwenden sie über mehrere Jahre).

In Brasilien kennt jeder die klassischen Weihnachtslieder aus Europa. Die Klassiker wie „Stille Nacht“ oder „O Tannenbaum“ werden in Brasilien jedes Jahr gehört – natürlich auf Portugiesisch!

Dänemark

Ähnlich wie in Deutschland, aber doch ein wenig anders wird Weihnachten in Dänemark gefeiert. So gibt es zwar auch in Dänemark Weihnachtsmärkte und -bäume sowie Lichterketten, aber auch einige ganz eigene Traditionen werden gepflegt, wie zum Beispiel das Luciafest und die als Nisser bekannten Weihnachtskobolde.

Die kleinen Weihnachtskobolde “Nissen” kann man in jeder Wohnung in Dänemark finden. In ländlichen Regionen bewahrt man auch immer noch die Tradition, den Kobolden Milchreis auf den Dachboden zu stellen. Denn wenn man einen Nissen nicht gut behandelt, spielt er Streiche mit einem und kümmert sich nicht wie gehabt um die Haustiere oder beschützt das Grundstück.

In Dänemark zündet man am ersten Dezember eine Kerze mit 24 Strichen zum ersten Mal an. Jeder Strich steht dabei für einen Tag. Wenn die Kerze schon zur Hälfte herunter gebrannt ist, wissen alle, dass das Luciafest vor der Tür steht. Denn am 13. Dezember trägt die älteste Tochter ein weißes Gewand mit einem roten Gürtel und trägt Kerzen auf dem Kopf. Hinter ihr reihen sich noch andere Mädchen mit Kerzen in den Händen und manchmal noch Sternenknaben, Pfefferkuchenmännchen und Wichte. Das Fest beginnt am Morgen in der Familie und wird dann auf der Arbeit, in Schulen und im Kindergarten fortgeführt.

Wenn die Kerze am 23. Dezember schon fast niedergebrannt ist, schmückt die dänische Familie in aller Ruhe den Weihnachtsbaum und nascht schon die Plätzchen. Der Weihnachtsmann nennt sich in Dänemark übrigens Julemand und kommt aus Grönland.

Frankreich

Wenn von französischer Weihnachtstradition gesprochen wird, spricht man vom Réveillon (Weihnachtsschmaus) und dem sapin de Noël (Weihnachtsbaum). In Frankreich wird am 24. Dezember noch normal gearbeitet, erst in den Abendstunden beginnen die Weihnachtlichen Feierlichkeiten.

Begonnen wird meistens mit der so genannten Mitternachtsmesse oder Weihnachtsmesse (Messe de Minut), bei der sich die Familie am Abend in der Kirche einfindet, um dort die Geburt Christi zu feiern. Danach wird zum Höhepunkt des Abends übergegangen, und man geht zusammen nach Hause oder ins Restaurant wo dann das Réveillon (das Weihnachtsessen) beginnt.

Das Réveillon fällt meist sehr fröhlich und mit viel Frohsinn aus. Daher dreht sich bei unseren französischen Nachbarn an Weihnachten vieles ums Essen. Das Weihnachtsessen ist bei den Franzosen der Höhepunkt am Weihnachtsabend. Das auch gerne mal über ein paar Stunden dauern kann.

Geschenke werden am 24. Dezember gelegentlich von den Erwachsenen schon ausgetauscht. Das eigentliche auspacken der Geschenke findet erst am 25. Dezember statt. Bei dem die Kinder die Geschenke unter dem sapin de Noël (Weihnachtsbaum) finden, die der Weihnachtsmann zuvor gebracht hatte. Früher wurden die Kinder noch am 6. Dezember vom Saint Nicolas beschenkt, so wie in Deutschland der Nikolaus. Übrigens ist in Frankreich – wie auch in Brasilien – nur der 25. Dezember ein Weihnachtsfeiertag.

Kommst Du auch aus Brasilien, Dänemark oder Frankreich und feierst anders? Erzähl‘ uns darüber!

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