Der Sommerurlaub früher…

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Die Sommerferien sind nun in ganz Deutschland gestartet. Und wie habe ich mich früher auf die langen Ferien gefreut! Die sechs Wochen haben sich immer wie eine Ewigkeit angefühlt. Wenn man wieder zuhause ankam, war das irgendwie etwas fremd… Mein Kopf ist voller schöner Erinnerungen… Heutzutage fühlt sich das Reisen immer mehr wie Alltag an. Hat das Ferienhaus WLAN? Das scheint heutzutage am Wichtigsten für die Kinder zu sein.

Foto: dpa Picture-Alliance

Heute möchten wir aber an die „guten, alten Zeiten“ erinnern. Wie war es damals in den Urlaub zu fahren? Schaut euch mal unsere Liste an.

  • Fotos: Wollte man seine Urlaubserlebnisse in Bildern festhalten, musste man für den Fotoapparat vorher den passenden Film besorgen. Unbegrenzt auf den Auflöser drücken war damals nicht drin: Ein Film hatte entweder 24 oder 36 Bilder. Und die musste man sich gut einteilen, wollte man bis zum letzten Tag fotografieren können.
  • Geld wechseln: Wer mit dem Auto nach Frankreich, Italien oder Spanien fuhr, musste vor der Euro-Einführung vor dem Urlaub Geld tauschen, wollte er vor Ort in der Lage sein, den Kindern nach einer langen Fahrt ein Eis zu kaufen. In der Sparkasse bekam man die fremde Währung in einem weißen Umschlag überreicht. Dazu gab es als besonderen Service eine Umrechnungstabelle im Scheckkartenformat, damit man vor Ort überprüfen konnte, wie viel man für das Eis eigentlich gerade bezahlte. Wer in weiter entfernte Länder wie Portugal fuhr, musste entsprechend mehr als eine Währung eintauschen, eine für jedes Land, das man durchquerte.
  • Straßenkarte: Bevor es Navis und Smartphones gab, fuhren die Menschen ohne diese Hilfsmittel zum Urlaubsort. Das kann sich heute zwar niemand mehr vorstellen, war aber wirklich so. Früher orientierte man sich einfach an Straßenkarten und Autobahnschildern. Meistens war der Beifahrer für die Navigation verantwortlich. Während Vater am Steuer saß, hatte Mutter die Karte auf dem Schoss und sagte die nächste Autobahn-Abfahrt an.
  • Unangeschnallt: Den Fußraum der hinteren Sitze mit Koffern und Taschen füllen, große Decke darüber, fertig war das Nachtlager für die Kinder im Auto. Ein Zwischenstopp im Hotel kostete schließlich Zeit und Geld. Während die Eltern sich also auf dem Weg in den Süden nachts am Steuer abwechselten, durften die Kinder hinten schlafen. Bis zu einem gewissen Alter konnte man sich dabei sogar lang machen.
  • Dia-Vortrag im Keller: Um nach dem Urlaub die schönsten Erlebnisse noch einmal aufleben und das vollbrachte Auto-Abenteuer Revue passieren zu lassen, ließ man von den besten Fotos früher Dias entwickeln. Alternativ hatte man unterwegs mit einer Super-8-Kamera Videoaufnahmen gemacht. Die Vorführung von Dias oder Video glich einem wahren Event. Dafür schleppte man Stühle in den Keller und kurbelte dort die Leinwand herunter.
  • Kommt es euch bekannt vor? Woran denkt ihr, wenn ihr an eure Schulferien damals denkt?

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