Alte Fotos: Warum unsere Vorfahren nicht lächelten

Kommentare4

Alte Bilder helfen, uns an unsere Vorfahren zu erinnern. Sie bieten kleine Einblicke in ihre Welt und bringen uns die Ahnen irgendwie näher. Wenn die Fotos richtig aufbewahrt sind, bieten sie bleibende Eindrücke auch für zukünftige Generationen.

Wenn alte Fotos von unseren Vorfahren gesichtet werden, fragt man sich oft, woran sie in diesem Moment gedacht haben. Ihre mehrdeutigen Ausdrücke lassen viele Fragen offen: Waren sie glücklich? Waren sie traurig?

Es ist äußerst selten, dass Fotos aus dem 19. Jahrhundert irgendeine Form von Emotionen zeigen. Was ist die Geschichte hinter dem versteinerten und ernsten Starren?

Es gibt ein paar Gründe, warum Menschen damals nicht lächelten:

Schlechte Zahnpflege
Eine Theorie besagt, dass die Menschen damals kein Lächeln aufblitzen lassen, da ihre Zähne nicht gerade weiß waren. Zahnpflege war nicht überall verfügbar und Zahnhygiene war nicht wichtig. Vielen Leuten fehlten die Zähne, so dass klaffende Löcher im Mund vortraten – also ein legitimer Grund für das fehlende Lächeln.

Fotos waren selten und teuer
Menschen, die das Glück hatten, für die frühen Fotografien zu posieren, wussten dieses wichtiges Ereignis zu schätzen, und dass dieses Glück vielleicht nur einmal in ihrem Leben haben würden. Sie behandelten die Fotos ähnlich wie Gemälde und Portraits, in der ein erster Blick Standard war.

Lange Belichtungszeiten
In den früheren Jahren der Fotografie waren Belichtungszeiten ziemlich lang. Es könnte bis zu 15 Minuten dauern, bis nur ein einziges Foto geschossen wurde. Um die Bewegung zu reduzieren, mussten die Leute ihre Position ohne Lächeln einhalten. Innerhalb von wenigen Jahren verbessert sich dann das Verfahren erheblich und die Belichtungszeiten wurden deutlich reduziert.

Als  die Filmtechnologie voran kam und sich verbesserte, wurde auch die Filmindustrie geboren. Die Schauspieler erschienen auf der großen Leinwand und auf einmal waren sie vollständig zu sehen: Mit Gesichtsbewegungen und Ausdrucksformen. Das Lächeln auf Fotos wurde bald populär. Ab den frühen 1900er Jahren sehen wir nun andere Ausdrücke auf Fotos.

Habt ihr noch andere Theorien, warum unsere Vorfahren auf den Familienfotos so ernst gucken? Schreibt sie mal in den Kommentaren unten!

Kommentar hinterlassen

Die E-Mail-Adresse ist privat und wird nicht angezeigt

  • Lilly


    27. September 2015

    Hallo in die Runde,
    mein Vater war Jahrgang 1900. Von ihm u. seiner damaligen Familie gibt es auch solche „ernsten“ Fotos.
    Ja, man ging zum Fotografen, er war teuer und streng. Zu der Zeit galt das Wort eines Erwachsenen, insbesonders das des Vaters, als absolutes Muß. Ein Foto mußte „anständig“ aussehen.
    Ich denke mal die Menschen haben das Leben ausschließlich als Ernsthaftigkeit angesehen. Freude zeigen, Spaß haben und albern sein zu können, gehörten nicht in die Öffentlichkeit.
    Einige Auszüge dieser Lebensart konnte ich auch noch als Kind „genießen“. War manchmal richtig ätzend!

  • Heidemarie


    10. November 2015

    Zum Thema :“auf Fotos nicht Lachen“
    Kannte in meiner Familie solche Regeln nict.Um so mehr war ich über diese Order meines Mannes auf dem Hochzeitbild nicht zu lächeln sehr erstaunt.Hinweis stammte von meiner Schwimu.Ich fand das zum Lachen.So entstand ein Blild mit einem lachenden und einem bitterbösen Gesicht.So waren die alten Zeiten eben auch.

  • Heidemarie


    10. November 2015

    noch einen Kommentar schreibe ich nicht

  • Jelena


    22. April 2016

    Meine Mutter lächelt auf einem Bild mit ihrem Bruder nicht. Sie sagt, sie hatte eine Zahnlücke und hat sich deswegen geschämt.