Greta Garbo – „die schwedische Sphinx“

Greta Garbo – „die schwedische Sphinx“
Bild: Metro-Goldwyn-Mayer

Bild: Metro-Goldwyn-Mayer

Heute wäre sie 109 Jahre alt geworden. Greta Garbo, geb. Greta Lovisa Gustafsson, war eine schwedische Filmschauspielerin, die nicht du in Schweden für Aufmerksamkeit sorgte, sondern überall auf der Welt.

Sie übernahm vor allem Ende der 1920er und in den 1930er Jahren in zahlreichen US-amerikanischen Filmen tragische Frauenrollen. Sie gilt als eine der größten Filmlegenden, die Hollywood je hervorgebracht hat.

Vielleicht wäre sie nicht einmal in ihrem Heimatland zu der großen Schauspielerin aufgestiegen, wenn sie beim Theater geblieben wäre. Erst beim Stummfilm entfaltete sie ihr wahres darstellerisches Können. Bereits 1922 hatte sie ihren ersten Auftritt für eine wenig beachtete Komödie. Da derartige Projekte an der Akademie nicht gern gesehen waren, lehnte sie zunächst alle weiteren Angebote ab. Doch noch während ihrer Ausbildung entdeckte der zu dieser Zeit international anerkannte Regisseur Mauritz Stiller, angetan von ihrer Anmut und Schönheit, die junge Schwedin. Er gab ihr den Künstlernamen Garbo, den sie fortan trug. Eine wichtige Nebenrolle in der erfolgreichen Filmproduktion „Gösta Berlin“ verhalf der Garbo zu ihrem ersten Erfolg in der Filmbranche.

Ihre Familienverhältnisse

Greta war das jüngste der drei Kinder von Karl Alfred Gustafsson (1871–1920) und Anna Lovisa Johansson (1872–1944). Ihre Eltern lebten in angespannten finanziellen Verhältnissen in einem Stockholmer Arbeiterviertel. Das Paar hatte bereits die beiden Kinder Sven Alfred (1898–1967) und Alva Maria (1903–1926). Greta war 14 Jahre alt, als ihr Vater starb.

Stammbaum von Greta Garbo - zum Vergrößern Bild bitte anklicken.

Stammbaum von Greta Garbo - zum Vergrößern Bild bitte anklicken.

Um die Familie zu unterstützen, arbeitete sie zunächst als tvålflicka („Einseifmädchen“) bei einem Friseur. Ihr Einkommen besserte sich, als sie eine Stelle in dem bekannten Stockholmer Kaufhaus Paul U. Bergström (PUB) erhielt. Sie arbeitete während dieser Zeit gelegentlich als Model für den hauseigenen Katalog. So führte sie für einige Ausgaben verschiedene Damenhüte vor. Nebenbei wirkte sie in zwei kurzen Werbefilmen mit.

Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges begannen dann die ausländischen Märkte wegzubrechen. Man versuchte Garbo dem amerikanischen Geschmack anzupassen. In der Boulevardkomödie mimte die einst als „schwedische Sphinx“ bezeichnete Schauspielerin das perfekte, volkstümliche Mädchen. Das Publikum nahm ihr die Rolle übel. Der Film floppte.

Ein Jahr später, im Jahre 1942, gab Garbo ihre Hollywoodkarriere auf. Sie galt als antriebslos und zog sich immer mehr zurück.

Trotz verhältnismäßig kurzer Karriere, war der Einfluss von Greta Garbo auf andere Frauen in der zeitgenössischen Filmbranche groß. Es wurde regelrecht zur Mode, Äußerlichkeiten der Schauspielerin zu adaptieren, von den schmalen Augenbrauen bis zu den hohen Wangenknochen. Gleiches galt für die geheimnisvolle Aura der Schwedin, die andere Darstellerinnen mit einer Modulation der Stimme versuchten nachzuahmen. Keinem ist es gelungen.

Ihre Einzigartigkeit bleibt bis heute unbestritten. Nur Marlene Dietrich, oftmals verglichen, wurde als würdiger Gegenpart der Schwedin gehandelt. Das lag vor allem daran, dass Dietrich ein eigenes Image aufbaute. 1990 verstarb Greta Garbo still in New York.

Grabstein von Greta Garbo am Waldfriedhof in Stockholm (Bild: BillionGraves)

Grabstein von Greta Garbo am Waldfriedhof in Stockholm (Bild: BillionGraves)

Quelle: wikipedia, luxuswelt.de