24    Mai 20130 Kommentare

Meine Familiengeschichte: Axel Bohl

Axel Bohl

Wir freuen uns, heute eine schöne Familiengeschichte von einem unseren Nutzer präsentieren zu dürfen: Heute erzählt uns Herr Axel Bohl, wie er durch einen Zeitungsartikel zu der Ahnenforschung gekommen ist!

Wenn ihr ebenfalls eurer Familiengeschichte oder ein Teil davon mit uns teilen möchtet, dann schreibt bitte eine E-Mail an: stories@myheritage.com.

Viel Spaß beim Lesen!

"Mein Name ist Axel Bohl, ich wurde im Jahr 1944 im damaligen Wesermünde geboren, dem heutigen Bremerhaven. Aufgewachsen und zur Schule gegangen bin ich in Witten/Ruhr, Düsseldorf und Stuttgart. Bedingt durch diverse Arbeitsstellen-Wechsel meines Vaters.

Seit 1958 lebe ich im Südwesten, bin aber nach wie vor sehr mit meiner eigentlichen Heimat dem Rheinland verbunden. Ich bin Einzelkind, im Gegensatz zu meinen Eltern und weiteren Vorfahren. Nach der Schule habe ich eine Lehre zum Baustoff-Kaufmann begonnen, und insgesamt nach 50 Jahren Tätigkeit in dieser Branche, meinen ‚wohlverdienten Ruhestand’ begonnen. Im Frühjahr 1975 lernte ich in Stuttgart meine aus Kärnten stammende Frau kennen, die ich im Oktober desgleichen Jahres dann geheiratet habe.

Zur Ahnenforschung kam ich im Jahr 1978 durch einen Artikel in der Stuttgarter Zeitung, in dem über ein Wappenarchiv berichtet wurde. Bei einem Besuch in deren Räumlichkeiten, lernte ich den Geschäftsführer kennen, der sich als ein Kunde meines Arbeitgebers entpuppte. Nach einem ausführlichen Gespräch, bekam ich Hinweise, wie ich am einfachsten eine Ahnenliste erstellen konnte. Da mein Vater immerhin 94 Jahre alt geworden ist, habe ich durch ihn schon einiges erfahren können.

Mein Vater hatte in den 30er Jahren mit einem seiner Brüder eine Ahnentafel erstellt, die wohl bis ca. 1550 reichte, jedoch leider im Krieg verloren ging, nachdem meine Eltern zweimal total ausgebombt worden sind, und nichts, aber auch gar nichts haben retten können.

Mit der Ahnenforschung bekam ich nach und nach natürlich immer mehr Interesse, weitere Daten zu bekommen, was leider nicht einfach war, da ein Teil meiner Vorfahren in Sachsen-Anhalt gelebt hatten, und ich von dort auf Anfragen überhaupt keine Antworten bekam.

Per Zufall bekam ich Hinweise auf einen Verlag, der Schriften bzw. kleine Bücher zu dem Thema heraus gibt. Darin fand ich u.a. einen Hinweis auf die Mormonen Kirche, die von allen ehemaligen Deutschen Siedlungsgebieten, wieso auch immer, die Kirchenbücher auf Mikrofilm vorrätig hat. Bei einem Besuch in deren Stuttgarter Niederlassung, bekam ich weitere, sehr hilfreiche Informationen. Dabei erfuhr ich auch, das man entsprechende Kirchenbücher auf Mikrofilm gegen eine geringe Gebühr bestellen kann, die dann in den Räumlichkeiten für 4 Wochen angesehen werden können. Aufgeschlüsselt nach jeweiliger Religion, Ortsangabe, Jahrgang, Geburten, Taufen, Heiraten und Todesfällen. Da ich zu dem Zeitpunkt Daten aus Magdeburg und Burg bei Magdeburg suchte, habe ich mir dem Jahrgang nach etwas bestellt. Bereits nach kurzer Zeit bekam ich die Nachricht, dass die bestellten Filme angenommen seien. Um es kurz zu machen, es hat mich einfach umgehauen, was ich da zu sehen bekam. Bei einem späteren Besuch habe ich mal meinen Vater mit genommen, der fing an zu heulen, als er das sah.

Damals habe ich alle Daten auf sog. Personenstamm-Blättern notiert, deren Vorlage ich in einem der vorgenannten Bücher fand und mir raus kopiert hatte. Auf diese Art und Weise bin sehr schnell ‚voran’ gekommen, und habe inzwischen bald 3 Ordner voll mit Daten. Durch den einzigen, noch lebenden, Cousin habe ich auch alte Fotos erhalten, auch von meinen Großeltern, die ich leider nie kennengelernt habe.

Meine Großeltern mütterlicherseits, mit ihren Kindern. Meine Mutter ist die Kleinste, Jahrgang 1911

Im Jahr 2008 bekam ich den Hinweis auf verwandt.de (das von MyHeritage übernommen wurde), dem ich sofort gefolgt’ bin, zumal mir mein Sohn einmal einen Teil meiner Daten auf dem PC ‚geschrottet’ hatte.

Dann habe ich meine gesammelten Unterlagen bei verwandt.de archiviert, nach und nach mit Fotos, soweit ich sie noch bekommen hatte, versehen. Inzwischen habe ich, wie ich finde, stolze 13 Generationen beieinander, mit knapp 400 Personen. Darauf bin ich, salopp gesagt, auch recht stolz.

Vor 6 Jahren fand ich eine Cousine mit Familie in Berlin, von deren Existenz ich bis dahin überhaupt nichts ahnte.

Kurz darauf fand ich weitere 3 Cousinen mit Familie in Halle / Saale. Das gab einen tollen ‚Zuwachs’ im Stammbaum.
Diese habe teilweise auch schon persönlich kennenlernen können, und auch für den Stammbaum begeistern können. Hier hat es Ende April bereits einen ‚Neuzugang’ gegeben, ein weiterer folgt noch in Kürze.

Über die Smart Matches habe ich Kontakt zu 2 weiteren Forschern bekommen, die mir auch noch einige ‚ältere Daten’ zukommen lassen konnten. Leider hat es sich noch nicht ergeben, sich persönlich kennenzulernen.

Meine Urgroßeltern

Was mir bei MyHeritage wohl mit am besten gefällt, ist die Tatsache, dass alles sozusagen unter Verschluss ist, und mir dadurch nichts mehr verloren gehen kann.  Dass man sich das alles auch bündeln lassen kann (Stammbaum Diagramm und das Buch), ist für die Nachwelt sicher auch sehr gut.

Ein fernes Ziel habe ich noch, laut Aussagen meines Vaters ist ein Vorfahr nach Brasilien, und zwar nach Sao Paulo ausgewandert. Das muss so in den Jahren 1910/1911 gewesen sein. Vielleicht kann ich da ja noch weitere Verwandte finden. Mal sehen.

Allen bisher noch Suchenden kann ich aus eigener Erfahrung nur den Rat geben, nicht aufzuhören mit der Suche. Sich auch von möglichen Enttäuschungen nicht davon abbringen lassen. Umso mehr freut man sich, wenn man wieder etwas neues ‚altes’ dazu bekommt. Was dann einen weiteren Ansporn für die weitere Suche bringt.

Bin auch gerne bereit mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, falls jemand erst gerade begonnen hat, oder vielleicht irgendwo nicht weiter kommt."

Vielen herzlichen Dank für Ihren Beitrag, Herr Bohl! Und weiterhin viel Erfolg bei Ihrer Forschung und viel Spaß mit MyHeritage!

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