5 Tipps, um eure Familienforschung zu teilen
- Von Karen


Eure Familiengeschichte ist die Geschichte aller Familienmitglieder. Das klingt vielleicht nach Binsenweisheit, aber nur selten berücksichtigen wir die volle Bedeutung dieses Ausdrucks.
Wir erstellen unseren Stammbaum, wir recherchieren, wir sammeln Informationen über unsere Familie, aber was nun? Bleibt das nur für uns, auf dem Rechner? Unser Familienerbe mit anderen zu teilen ist ein Privileg und gleichzeitig eine Chance, weitere Informationen von unserer Verwandtschaft zu erhalten, so dass wir unsere Recherche bereichern und genauer machen.
Die vagen Erinnerungen, die ihr z.B. von eurem Großvater habt, können eventuell bei einem Vetter viel genauer sein. Er könnte ein Datum oder einen Ort nennen, den wir nicht kennen. Oder vielleicht hat er ein Bild, das er mit uns teilen kann, oder eine Geschichte über den Opa erzählen, die wir noch nie gehört haben.
Was können wir tun, um die Kommunikation zwischen den Familienmitgliedern zu stärken? Und wie können wir unsere Ergebnisse präsentieren und gleichzeitig Feedback erhalten, um weiter zu kommen?
Hier sind 5 Tipps für euch!
1- MyHeritage-Tools verwenden. Eure Familienseite bietet mehrere Möglichkeiten, um alle Informationen mit Personen eurer Wahl zu teilen. Mit eurer Familienseite könnt ihr eure Familie einladen mitzumachen. Sie können z.B. aktuelle Fotos auf der Seite hochladen, Daten hinzufügen oder bearbeiten, usw. Aber vergesst nicht, eure Ahnentafel lebendig zu machen, indem ihr mehr als Namen und Daten eintragt. Noch interessanter ist eure Ahnentafel, wenn ihr auch Videos, Fotos oder Urkunden hochladet oder kleine Texte über eure Verwandte schreibt.
2- Familientreffen organisieren. Es ist relativ egal, was für einen Anlass ihr da feiert. Viel wichtiger ist es, Gründe zu finden, euch zu sehen. Und Gründe gibt es immer genug: Eine Weihnachtsfeier, der Hochzeitstag von den Großeltern, der 50. Geburtstag eines Vetters – alles wichtige Gründe, damit ihr euch seht und was erlebt, als Grundlage für noch mehr Familienerinnerungen. Auch ist es schön, eine Tradition heraus zu machen, indem ihr an jedem ersten Advent zusammen seid, oder dass ihr euch für das Osterfeuer trefft.
3- Erstellt und schickt einen eigenen Familiennewsletter. Es gibt viele kostenlose und einfache Möglichkeiten, einen Newsletter zu erstellen, damit die Familie immer auf dem Laufenden ist. Der Newsletter muss nicht so oft verschickt werden, vielleicht reicht es, wenn ihr ihn einmal im Monat oder im Quartal losschickt, aber es ist immer schön, wenn sich die Familie mal meldet. Das Thema ist natürlich die Familie mit Neuigkeiten wie: Onkel Guido ist jetzt pensioniert, Ulrike ist zum ersten Mal Oma geworden oder Carolin zieht für 1 Jahr nach Australien für einen Studienaufenthalt. Am Ende eures Newsletters solltet ihr immer informieren, wie die Familienmitglieder euch erreichen können, um Neuigkeiten mitzuteilen. Ihr werdet überrascht sein, wie viele Familienmitglieder sich doch melden!
4- Das Essen verbindet ja. Es gibt musikalische Familien, literarische oder gar sportliche. Aber selbst wenn all diese Themen eure Familien nicht unbedingt ansprechen, hat das Essen normalerweise doch eine wichtige Rolle. Fast jede Familie hat ein oder mehrere Familienrezepte, die hoch geschätzt werden. Ihr könnt ein eigenes Rezeptbuch erstellen und immer dafür sorgen, dass auch neue Kreationen einen Platz dort finden.
5- Familienvideo erstellen. Erstmal braucht ihr viele Familienfotos und Videoausschnitte. Danach ein gutes Programm, um alles zusammen zu bringen. Es klingt schwieriger als es ist. Es gibt zahlreiche Programme, die euch dabei helfen können, das Video zu bearbeiten. Und der Aufwand lohnt sich. Ein einfacher Film, mit Bildern, Erinnerungen und Videos, mit einem musikalischen Hintergrund ist die beste Werbung für ein neues Familientreffen, oder für euer Vorhaben, Familienforschung zu betreiben. Alle Familienmitglieder werden auf dem Film zu sehen sein und das Ergebnis wird nicht nur für die jetzigen Generationen wichtig sein, sondern auch für die zukünftigen.
Behaltet also eure Familienforschung nicht einfach auf dem PC. Teilt ihr sie mit eurer Familie! Gibt es eine bessere Zeit dafür als die Weihnachtszeit?