Prost Neujahrstraditionen!

Prost Neujahrstraditionen!

Heute um Punkt Mitternacht feiern viele Millionen Menschen rund um den Globus das Ende des alten und den Beginn des neuen Jahres. Dabei wissen die meisten dieser Menschen gar nicht, woher die Bräuche und Traditionen kommen, die mit diesem Tag einhergehen. Und wer ist überhaupt der Namenspatron dieses Tages, der doch im englischen nur ganz pragmatisch “New Years Eve” (Abend vor dem neuen Jahr) genannt wird.

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Fangen wir mit dem einfachsten an, dem Namen. Der hier gemeinte Silvester war römisch-katholischer Papst, nämlich der erste seines Namens. Sein Name würde zu deutsch so etwas wie “Waldmensch” bedeuten (lat. Silva = Wald). Dieser Papst starb am 31.Dezember 335. Die Kalenderreform im Jahre 1582 verschob den letzten Tag des Jahres vom 24. auf den 31. Dezember, also auf seinen Todestag. Hier endet also das “bürgerliche Jahr”, wohingegen das Kirchenjahr schon am Vorabend des ersten Advents sein Ende findet.

Trotz dieses christlichen Gedenktages sind die Festivitäten rundherum jedoch ziemlich heidnisch. Den Brauch Feuer zu entzünden und zu feiern haben wir von den Germanen, die dadurch die bösen Geister des alten Jahres vertreiben wollten. Das Feuerwerk selbst wurde ja bekanntlich in China erfunden, entwickelte sich dann aber in Italien durch Zuhilfenahme des Schwarzpulvers weiter und fand in Japan seine Entwicklung zur Kunstform, wobei seine Bezeichnung hana-bi übersetzt “Blumen aus Feuer” bedeutet.

Das heute verbotene Bleigießen hat seinen Ursprung im alten Rom. Auch dort wurde dieser Brauch, wie auch heute, als Orakel für die Zukunft begangen. Auch wenn man heute mit Zinn statt Blei seine Zukunft ergründet, hat dieser Brauch nichts von seiner Faszination verloren.

Den sprichwörtlichen “Guten Rutsch” wünscht man hierzulande, um dem Gegenüber einen guten Übergang ins neue Jahr zu wünschen. Doch wieso eigentlich rutschen? Bei den Gebrüder Grimm wird rutschen im allgemein mit “reisen” übersetzt und ist seit dem 18. Jahrhundert gebräuchlich. Wörtlich übersetzt wünscht man also eine gute Reise ins nächste Jahr.

Eine weitere Tradition, die sogar im Bruch selbiger eine Tradition hat, sind die sprichwörtlichen guten Vorsätze. Auch wenn man jeden Tag des Jahres damit beginnen könnte gesünder zu essen, mit dem Rauchen aufzuhören oder auch sich intensiver mit seiner Familienforschung zu beschäftigen, so ist doch das neue Jahr ein idealer Zeitpunkt für einen Neubeginn. Einige wenige nehmen diese Vorsätze ernst, doch für die meisten ist es eine liebgewonnene Tradition, diese Vorsätze schon nach wenigen Wochen zu brechen.

Schon die Babylonier vor 4000 Jahren versprachen ihren Göttern übrigens schon all ihre Schulden zu bezahlen und Geliehenes zurückzugeben. Ob sie damit wohl genauso konsequent waren wie wir heute?

Nun sind wir mit unseren Traditionen ja sehr vertraut, wenn auch deren Ursprung manchmal im Nebel der Geschichte verborgen liegt. Wie aber feiern unsere Cousins und Cousinen aus anderen Kulturen und Religionen ihr neues Jahr?

Hier ein paar Beispiele:

China: In China wird das Neujahrsfest nach dem Mondkalender gefeiert und fällt auf einen Neumond zwischen dem 21.Januar und 21. Februar und gilt als das wichtigste traditionelle Fest Chinas. Es endet nach 15 Tagen mit dem Laternenfest.

Judentum: Das Fest “Rosch-ha.Schana” bedeutet übersetzt “Haupt oder Anfang des Jahres” und ist der Jahrestag der Weltschöpfung oder auch der Erschaffung Adams. Da auch der jüdische Kalender mit Mondmonaten von 29 bis 30 Tagen rechnet und damit das Jahr durchschnittlich 355 Tage hat, wird etwa alle drei Jahre ein Schaltmonat eingefügt um ihn mit dem Sonnenkalender wieder gleichzusetzen. Aktuelle befinden wir uns laut jüdischem Kalender im Jahr 5783.

Buddhismus: Auch der Buddhismus errechnet seinen Neujahrstag nach dem Mondkalender und fällt damit zeitlich mit dem chinesischen Neujahr zusammen. Hier heisst das Fest “Tết Nguyên Đán”, was “Fest des ersten Morgens” bedeutet.

Islam: Nach der westlichen Zeitrechnung ist der 16. Juli 622, der Beginn der islamischen Zeitrechnung. An diesem Tag wanderte der Prophet Mohammed mit seinen Anhängern von Mekka nach Medina aus. Der islamische Kalender rechnet nach Mondjahren, weswegen das islamische Jahr im Vergleich zur Rechnung nach dem gregorianischen Kalender elf Tage kürzer ist. Das islamische Neujahrsfest wandert also durch die Monate des Sonnenkalenders. Das Jahr 1442 wurde z.B. am 9. August 2021 begrüßt und der Beginn des Jahres 1443 wird am 29. Juli gefeiert.

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Egal wann und wo Sie dieses Jahr Silvester feiern, das Team von MyHeritage wünscht allen einen guten Rutsch und viel Glück und Freude im neuen Jahr.