Die Weihnachtstraditionen Ihrer Familie – die Gewinner

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Letzte Woche haben wir ein Weihnachtsegewinnspiel gestartet. Wir wollten gerne ein wenig mehr über die Weihnachtstraditionen Ihrer Familie erfahren. Viele von Ihnen haben uns ihre Geschichten erzählt und schöne Bilder geteilt. Heute möchten wir einige dieser Geschichten hier im Blog präsentieren. Die Gewinner werden am Ende des Beitrages bekannt gegeben.

Manja überrascht Omi dieses Jahr mit einem Videoanruf

Bei uns war es viele viele Jahre so, dass an Heiligabend meine Großeltern mit dem Bus zu uns angereist waren (war noch zu DDR-Zeiten, also ohne Auto)… In jedem Bus saß immer ein Weihnachtsmann und für uns Kinder hatte dieser immer was an Süßigkeiten dabei. Leider ist das heute nicht mehr so, denn die meisten fahren mit dem Auto.

Es gab und gibt heute zum Abendessen (nach der Bescherung) Kartoffelsalat und Würstchen, danach sitzen wir bei einem kleinen Getränk zusammen. Es werden die alten Dias rausgeholt und jedes Jahr angeschaut. Früher gab es da jedes Jahr neue – heute nicht mehr – aber wir haben immer viel Spaß dabei und lachen immer wieder viel. Besonders lustig war es, wie meine Tochter die Bilder zum ersten Mal gesehen hat und es begann ein großes Raten, wer denn wer ist.

Für mich persönlich ist es immer wichtig, Plätzchen zu backen, die Wohnung zu dekorieren und an Familie und Freunde liebe Grüße per Post zu versenden. Einmal im Jahr soll doch mal keine Rechnung im Briefkasten sein. Ich bin auch für jedes Weihnachtsfest dankbar dafür, dass alle meine Familienmitglieder um den Weihnachtsbaum sitzen, da werden Geschenke zur Nebensache, denn Familie ist das Wichtigste!

Dieses Jahr wird es etwas anders laufen, die jetzige Zeit erfordert besondere Maßnahmen. So werden wir zum Teil nicht beisammen sein können, aber es gibt die Technik, dass man sich doch sehen und sprechen kann. Meine Oma (fast 93 Jahre alt) hat ihre Tochter (meine Mutti) in diesem Jahr nicht einmal persönlich sehen können – zum einen wegen Corona, zum zweiten weil meine Mutti eine Bypass-OP und anschließend 2 Lungenembolien hatte, wobei bei der 2. alles kam, was ging: Reanimation, auf beiden Seiten 4 Rippen gebrochen, zeitweise Dialyse und Koma, doch meine Mama hat gekämpft und darüber sind wir so froh und so stolz! Besuche im Krankenhaus waren echt schwer und unserer Oma wollten wir den Anblick meiner Mama nicht antun… Jetzt ist Mama wieder fitter und so wollen wir beide mit einem Videoanruf überraschen.

Alfred bewahrt die Tradition seiner Vorfahren

Traditionen ändern sich oder verschmelzen zu einer neuen Tradition, die meine Kinder dann hoffentlich übernehmen. In unseren Baum gehört über der Krippe zum Beispiel ein kleiner Vogel, den hatten schon meine Urgroßeltern, Großeltern und meine Eltern. Das ist etwas das auch ich bei uns eingeführt habe. Zur Bescherung hat meine Mutter mit einer Glocke gerufen, ertönte diese konnten wir zur Bescherung ins Wohnzimmer. Diese Tradition habe ich erweitert indem bei uns von der Stereoanlage das Geläute der Glocken des Regensburger Doms aus dem Wohnzimmer schallt. Dann hat meine Frau die Tradition ihrer Eltern übernommen und es werden drei traditionelle Weihnachtslieder gesungen. Erst dann werden die Geschenke übergeben und ausgepackt.

Der Weihnachtsbaum von Alfred und seiner Familie. (ca.1965/1966)

Helga erzählt auch über Ihre Tradition an Nikolaus

In meiner Familie wird Weihnachten noch nach dem katholischen Brauch aus unserer Region gefeiert. Der „Christbaum“, nicht Weihnachtsbaum genannt, wird erst am 24.12., am „Heiligabend“ in der „guten Stube“ aufgestellt und geschmückt, ebenso die Krippe. Dann verlassen alle das Wohnzimmer. Danach geht Mama in die Küche und bereitet das Abendessen. Bei uns gibt es traditionell „Entenbraten“.

Anschließend klingelt plötzlich ein Glöckchen aus dem Wohnzimmer und das „Christkind“, nicht der Weihnachtsmann, war da. Die Kinder stürmen ins Zimmer und bestaunen die Päckchen unter dem Baum. Bevor sie diese öffnen dürfen, müssen einige Weihnachtslieder gesungen werden. Um Mitternacht gehen alle dann in die „Christmette“ zur Kirche.

Anders als in den USA, ist der Weihnachtsmann bei uns der „Hl. Nikolaus“ und der kommt am Vorabend des Nikolaustages am 6. Dezember, und bringt den Kindern, wenn sie brav waren, in einem Sack, kleinere Geschenke, und wenn sie böse waren schimpft er mit einer Rute und zeigt den „Knecht Ruprecht“, den er an einer Kette mitzieht und rasselt mit der Kette. Kleine Kinder fangen oft an zu weinen oder verstecken sich unterm Tisch.

Ilona teilt ein Bild ihres Weihnachtsbaums

Unsere Tradition ist das schmücken des Baumes eigentlich immer am Abend vor Heiligabend und die Kinder haben ihn erst zur Bescherung zu sehen bekommen. Da die Kinder jetzt aber alle weit weg wohnen und dieses Jahr nicht viel erfreuliches, außer unseren 6. Enkelsohn, gebracht hat haben wir diesen Moment vorgezogen und haben so wenigstens ein paar schöne besinnliche Momente mehr. Ein Bild würde auch mit unseren 4 Kindern mit Partnern und Enkeln geteilt, so haben alle was vom alten traditionsreichen Gefühl abbekommen. Schöne besinnliche Weihnacht für alle Menschen und bleibt gesund!

Kurt geht gemeinsam mit seiner Familie den Weihnachtsbaum schlagen

Wir besitzen mehrere Waldstücke in der Gemarkung unserer Wohngemeinde Linden bei Kaiserslautern. Deshalb war es naheliegend, beginnend 1975, dort auch nach geeigneten Fichten Ausschau zu halten, die als Christbaum in der Wohnung aufzustellen waren.

Am 23.12. oder auch am 24.12. vormittags gehen Erwachsene gemeinsam mit Kindern und Enkelkindern zu Fuß, machmal mit dem Schlitten oder auch Skiern, einen schon vorher ausgesuchten Baum zu schlagen und nach Hause zu bringen. Dieses gemeinsame „Holen“ des Baumes haben wir über die Jahre bis heute beibehalten und unsere erwachsenen Töchter mit Familien kommen jedes Jahr an Weihnachten zu uns, um die Tradition zu pflegen.

Zu Hause angekommen, wird der Baum von losen Nadeln, Blättern, Wasser oder Schnee befreit und dann im Wohnzimmer aufgestellt. Danach beteiligen sich alle am Schmücken und der Installation der Beleuchtung. Natürlich haben die Kleinsten besonders viel Freude hierbei und erhalten alle Freiheiten, bei der Gestaltung. Kugeln, Kerzen, Lichterketten oder andere Schmuckstücke, teilweise auch von früheren Generationen geerbte, kommen zum Einsatz und finden dann einen würdigen Platz. Dabei gibt es dann auch die ein oder andere Geschichte zu Oma und Opa, oder auch zu den Urgroßeltern zu erzählen, was schon eine schöne Vorfreude auf das gemeinsame „Beschenken“ am frühen Abend ist.

Nach dem Baumschmuck gibt es noch ein einfaches Mittagessen mit Würstchen und Kartoffelsalat. Dann ist für das Weihnachtsfest alles vorbereitet. Ein Besuch der Christmette wird vor oder nach der familiären Feierzeremonie eingebaut.

Rita hat uns Bilder vom selbst gemachten „kalten Hund“ gesendet

Der selbst gemachte „kalte Hund“ gehört für Rita zu Weihnachten unbedingt dazu.

Yasmin führt dieses Jahr eine neue Tradition ein

Unsere Weihnachtstradition ist das gemeinsame Essen und das Singen, wie auch die spannende Bescherung. Das „Christkind“ läutet das Glöckchen, erst dann darf ins Wohnzimmer gegangen werden, um sich an den Geschenken zu erfreuen. Das Leuchten der Kinderwagen ist immer das schönste an Weihnachten. Dieses Jahr ist ein besonderes Jahr, wir werden als neue Tradition einen persönlich geschriebenen Brief vom Christkind hinzufügen, worin die positiven Eigenschaften von den einzelnen Personen und vor allem von den Kindern hervorgehoben werden.

Wir bedanken uns recht herzlich bei allen, die uns ein wenig über ihre Weihnachtstraditionen erzählt haben. Das Komplettabo von MyHeritage (Laufzeit 1 Jahr) haben jeweils Manja, Alfred und Ilona gewonnen, Glückwunsch!

Wie wir sehen können wir dieses Jahr einige Traditionen nicht aufrechterhalten, aber es gibt Möglichkeiten neue Traditionen zu schaffen und das beste draus zu machen. Wir wünschen allen unseren Nutzern schöne Weihnachten und ein glückliches und vor allem gesundes neues Jahr 2021.

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