Friedhöfe besuchen und Familiengeschichte erhalten

Kommentare1

Für mich als erfahrener Ahnenforscher sind Friedhöfe meine bevorzugten Orte, wenn ich als Tourist in einer anderen Stadt oder Land unterwegs bin.

Ich gebe zu, wenn die meisten Leute eine Freizeitbeschäftigung planen, die Spaß für die ganze Familie macht, sind Friedhöfe möglicherweise nicht das erste, was ihnen in den Sinn kommt. Aber hier ist die Sache mit den Friedhöfen: Sie sind ruhig, friedlich, oft sehr schön und eine faszinierende Fundgrube historischer Informationen. Besonders wenn Ihre eigenen Vorfahren dort begraben sind, gibt es so viele Dinge, die Sie aus Grabsteinen lernen können – dass Sie nirgendwo anders finden können.

Ich hatte das Privileg, zahlreiche Friedhöfe und die Gräber vieler meiner Vorfahren besuchen zu dürfen. Leider befinden sich die meisten Gräber meiner Vorfahren sehr weit von meinem Wohnort entfernt – ich bin selbst Einwanderer und Kind von Einwanderern. Aufgrund von COVID-19 geltenden Reisebeschränkungen können viele Menschen wie ich Reisen nicht antreten.

Was wir jetzt tun können, ist Websites zu besuchen, auf denen Friedhöfe auf der ganzen Welt dokumentiert sind. MyHeritage verfügt über zahlreiche Bestattungssammlungen aus der ganzen Welt, von denen einige mit Projekten wie BillionGraves verknüpft sind. Das Tolle an BillionGraves ist, dass sich jeder überall freiwillig melden kann, um der Online-Sammlung wertvolle Familienunterlagen hinzuzufügen. Sie müssen lediglich die App herunterladen, Fotos von den Grabsteinen aufnehmen und die Informationen auf die Website hochladen.

Ich bin zutiefst dankbar für die Möglichkeit, die Gräber meiner Vorfahren zu besuchen, und wenn ich das tue, gebe ich das gerne weiter. Ich dokumentiere nicht nur die Gräber meiner Vorfahren, sondern alle Gräber auf dem Friedhof und lade sie auf BillionGraves hoch. Auf diese Weise können Menschen, die nicht zu diesem Friedhof reisen können, weiterhin die Grabsteine ihrer Vorfahren „besuchen“.

Ich glaube, dass der Besuch eines örtlichen Friedhofs ein perfekter Familienausflug für die COVID-19-Ära sein könnte. Alles ist draußen, es ist friedlich, es gibt keine Menschenmassen und Sie haben garantiert einen sozialen Abstand von zwei Metern zu allen Menschen, die den Friedhof besuchen! Wenn Ihre eigenen Vorfahren dort begraben sind, ist dies eine großartige Gelegenheit, mehr über sie zu erfahren und Ihren Kindern ihre Grabstätten zu zeigen. Wenn nicht, kann es immer noch faszinierend sein, mehr über die lokale Geschichte zu erfahren. Und wenn Sie sich entscheiden, einige der Grabsteine zu dokumentieren, wäre dies ein toller Akt, der Nachkommen, die weit weg leben, Zugang zu unschätzbaren Informationen über ihre Vorfahren verschafft.

Hier einige Tipps für Ihren Friedhofsausflug:

Friedhof finden: Wenn Ihre Vorfahren in der Nähe begraben wurden, möchten Sie sie vielleicht besuchen. Alternativ können Sie einen weiteren interessanten Friedhof finden, den Sie dann besuchen können: einen besonders alten oder einen in Ihrer Nähe, der nicht vollständig dokumentiert wurde.

Bringen Sie unbedingt Wasser, einen Sonnenhut und Sonnencreme mit: Die meisten Friedhöfe sind nicht beschattet und es ist heiß da draußen!

Seien Sie respektvoll gegenüber Bestattungen: Wenn eine Bestattung stattfindet, seien Sie sensibel gegenüber den Trauernden. Sie können sich ruhig anschließen oder in einen anderen Bereich wechseln, um die Privatsphäre der Familie zu respektieren.

Machen Sie den Besuch zu einer Schatzsuche: Suchen Sie nach interessanten, ungewöhnlichen Skulpturen oder Inschriften, insbesondere alten Steinen, interessanten Symbolen und dergleichen. Wenn Sie historische Persönlichkeiten aus der lokalen Geschichte kennen, halten Sie die Augen nach deren Namen offen.

Ihr Beitrag zur Dokumentation: Sie können Websites wie BillionGraves beitreten und deren Systeme verwenden, um Grabsteine ​​auf Ihren lokalen Friedhöfen zu dokumentieren. Wie oben erwähnt, ist dies ein wunderbarer Dienst für Menschen, deren Vorfahren dort begraben sind. Aber holen Sie zuerst die Erlaubnis des Friedhofspersonals ein, da es möglicherweise Regeln zum Fotografieren auf dem Friedhof gibt.

Möchten Sie herausfinden, wo Ihre eigenen Vorfahren begraben sind? Durchsuchen Sie jetzt die Sterbeurkundensammlungen von MyHeritage.

Dieser Beitrage wurde von unserem Ahnenforschungsexperten Daniel Horowitz verfasst. Hier finden Sie das Original.

Kommentar hinterlassen

Die E-Mail-Adresse ist privat und wird nicht angezeigt

  • A.Fitterer


    15. September 2020

    Schöne Sache, aber Vorsicht, in Deutschland ist das Fotografieren auf Friedhöfen in der Regel laut kommunalen Friedhofsordnungen leider untersagt. Dort aufgenommene und öffentlich publizierte Fotos könnten rückverfolgt und rechtlich geahndet werden.

    Nice business, but take care: in Germany, taking photos at cemeteries normally is prohibited according to municipal cemetery regulations (country or city law). Photos taken there and publicly published could be traced and legally punished.