Eine Reise in die Familiengeschichte

Eine Reise in die Familiengeschichte

Die Linie meiner Urgroßmutter väterlicherseits hat eine lange Geschichte seit Gründung der Stadt, in der sie geboren wurde. Ihre Eltern wurden hier geboren, meine Großmutter ist dort geboren, und mein Vater wuchs im gleichen Ort auf, vor seiner Auswanderung in die USA.

Meine Großmutter, die immer noch dort ansässig ist, lebt wenige Minuten von dem Haus entfernt, in dem sie aufgewachsen ist. Jedes Mal, wenn wir sie besuchen, fühlen wir uns, als ob wir eine Reise in die Vergangenheit machen würden, und auf einmal sind wir in der Lage, die Orte zu sehen und zu erleben, wo sie ihre Kindheit verbracht hat.

Ich kann mich noch daran erinnern, als Kind meine Familie oft besucht zu haben und dann hatte ich immer die Möglichkeit, die Geschichten meiner Großmutter zu hören. Es war faszinierend, den Geschichten zu lauschen und sofort selber sehen zu können, wo sie stattgefunden hatten. Die beschriebenen Orte waren ja alle um die Ecke. Und heutzutage finde ich es sehr spannend, diese geografischen Standorte, die zu der Geschichte unserer Vorfahren gehören, in unseren Stammbaum hinzuzufügen.

Selbst wenn Eure Familie in eine neue Stadt oder in ein neues Land ausgewandert ist, oder gerade deshalb, kann es spannend sein, eine Reise mit der Familie zu planen, um die Orte, woher die Familie stammt, zu besuchen oder kennenzulernen. Dort könnt ihr die wichtigsten Orte eurer Familie besichtigen, sei es das Haus, wo sie einst lebten, oder die Schule, die sie damals besuchten.

Wenn ihr da seid, dann nutzt die Chance, Bibliotheken, Archive, Museen und Kirchen zu besuchen, um mehr darüber zu erfahren, wie eure Vorfahren dort gelebt haben. Dadurch gewinnt ihr neue Perspektiven über ihr Leben.

Habt ihr die Orte eurer Vergangenheit bereits besucht? Dann lasst uns wissen, wie es war, unten in den Kommentaren.

Bemerkungen

Die E-Mail-Adresse wird privat gehalten und nicht angezeigt.

  • Arlette

    26. März 2015

    Ich habe tatsächlich zum 100. Geburtstag meines Großvaters – auch wenn das Datum zufällig war – Breslau besucht, die Stadt aus der meine Großeltern und andere Verwandte 1947 vertrieben wurden. Wir haben die verschiedenen Häuser, in denen sie gewohnt haben besucht. Ich habe eine wunderschöne Stadt kennengelernt, die ich sicher nicht zum letzten Mal besucht habe. Ich kann das wirklich nur empfehlen!

  • D

    Dagmar

    3. April 2015

    Als Kind haben mir die Familien- und Schulausflüge nach Kelheim, Kapfelberg, Alling, Sinzing und an die Donau sehr gefallen. Jetzt, da ich weiß, dass meine Vorfahren vor 100,200, 300 und 400 Jahren dort lebten, habe ich einen ganz besonderen Bezug zu diesen „Ausflugsorten“. Ich werde im Sommer mit meinen älteren Enkeln eine Reise in die Vergangenheit machen. Ihnen die Orte zeigen, in denen unsere Vorfahren ihr Leben verbracht haben.

  • Paul Zigan

    3. April 2015

    mir ist es ähnlich so gegangen. Mein Vater stammte aus Prockendorf, Kreis Neiße/OS. Vor 7 Jahre war ich dort das erste Mal. Inzwischen war ich 3-mal dort, ob Breslau, Oppeln, Neiße und die Dörfer, wo früher meine Familie ansässig war, haben mir gut gefallen. Habe nur positive Erfahrungen gemacht. In Oppeln im Archiv Unterlagen meiner Familie ab ca. 1750 gefunden. Dies hat mich bewogen, eine Familienchronik zu schreiben, die jetzt auf ca. 259 Seiten angewachsen ist.

  • Sabine Grimm

    4. April 2015

    Ich habe den Hof meiner Urgroßeltern, das Elternhaus meiner Oma mütterlicherseits, in Litauen, damals Ostpreußen besucht. Der langjährig von Litauern bewohnte Hof meines Uropas war bei meinem Besuch leerstehend, da der letzte Bewohner verstorben war. Alle Gebäude waren eingeschneit. Es war Winter über Pasieszen bei Silute (Früher Schillwen bei Heydekrug). Es war wunderbar all das zu erleben, von dem meine Oma damals erzählte, als sie bereits in Göttingen lebte, wo ich auch geboren bin. Sie hatte den Ort ihrer Kindheit nie wieder gesehen, da im Übrigen der 2. Weltkrieg dies verhinderte. Ich besuchte auch den Friedhof, der 2 Steinwürfe neben dem Hof meiner Urgroßeltern lag. Die Gräber waren überwachsen, teilweise zerstört, und nur einige Grabinschriften waren noch lesbar und die meisten Eisenkreuze hatte man bis auf kleine Stumpen abgesägt, bis auf zwei, die noch dort standen. Es war ein berührendes Gefühl, dort gewesen zu sein. Ich plane noch einmal, im Sommer dorthin zu reisen. Unterwegs dorthin habe ich noch andere ehemals ost-, westpreußische Stationen besucht, wie die Geburts- und Wohnorte meiner Urgroßeltern, diese Linie mütterlicher, als auch eine weitere Linie väterlicherseits, die aus Westpreußen, heute Polen kam. Eine wunderbare Entdeckungsreise ist mir in Erinnerung geblieben, Eindrücke von ursprünglichen Landschaften mit reicher Natur. In Litauen perfekt ausgebaute Autobahnen von der EU.