Deutsch-Amerikanischer Tag

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Der heutige Tag – 6. Oktober – steht ganz im Zeichen der deutsch-amerikanischen Beziehungen, denn heute wird in den USA der „German-American Day“ gefeiert.

Quelle: eturbonews.com

Den wenigsten Amerikanern mag es präsent sein, doch knapp 50 Millionen von ihnen sind Nachfahren deutscher Einwanderer. Um daran zu erinnern und um den Beitrag, den diese Einwanderer geleistet haben, zu würdigen, feiert man jedes Jahr den German-American Day in den USA.

Zunächst die Frage, was unter dem Begriff „Deutsch-Amerikaner“ bzw. „German-Americans“ verstanden wird:
Während man in Europa, und damit auch in Deutschland, voraussetzt, dass eine als Deutsch-Amerikaner bezeichnete Person entweder der deutschen Kultur und Sprache besonders nahe stehen, oder zumindest über einen deutschen Elternteil verfügen, fasst man den Begriff in den USA etwas weiter.

Als German-Americans werden dort amerikanische Staatsbürger bezeichnet, die, ganz allgemein formuliert, der Gruppe emigrierter Deutscher angehören. Einzige Voraussetzung ist also, dass sie selbst bzw. ihre Vorfahren aus dem deutschsprachigen Raum in die Vereinigten Staaten eingewandert sind und über die amerikanische Staatsbürgerschaft verfügen.

Schaut man sich im Folgenden diese Gruppe US-amerikanischer Staatsbürger etwas näher an, so erhält man eine überraschend hohe Zahl dieser German-Americans, denn die amerikanische Volkszählung im Jahr 2000 brachte zu Tage, dass 42,8 Millionen US-Bürger German als ihre primäre Abstammung nannten.

Der German-American Day soll an das deutsche Erbe erinnern und nimmt Bezug auf den 6. Oktober 1683, als 13 deutsche Familien, die aus Krefeld und Lank-Latum (heute Teil der Stadt Meerbusch, Rhein-Kreis Neuss) in die Nähe von Philadelphia übersiedelten und dort Germantown gründeten. Hierbei handelte es sich um die erste deutsche Siedlung in den Dreizehn Kolonien. Erstmals gefeiert wurde dieser Tag im 19. Jahrhundert, aber bedingt durch den Ersten Weltkrieg und die während dieser Zeit vorherrschende anti-deutsche Stimmung in den Vereinigten Staaten starb diese Tradition aus.

Erst 1983 wurde sie wiederbelebt, als der damalige Präsident der Vereinigten Staaten, Ronald Reagan, den 6. Oktober zum German-American Day ausrief, um den 300. Jahrestag der Immigration von Deutschen und ihrer Kultur in die Vereinigten Staaten zu feiern und zu ehren.

Am 6. August 1987 bewilligte der Kongress der Vereinigten Staaten eine Resolution, die den 6. Oktober 1987 zum German-American Day erklärte. Mit der Unterzeichnung durch Präsident Reagan am 18. August wurde der Tag gesetzlich verankert. Die offizielle Verkündigung fand am 2. Oktober 1987 im Rahmen einer offiziellen Zeremonie im White House Rose Garden statt, bei der Präsident Reagan die Amerikaner dazu aufrief, den Tag mit adäquaten Zeremonien und Aktivitäten zu begehen.

Habt ihr Verwandtschaft in den USA? Wisst ihr wie diese den hetuigen Tag dort feiern? Wir freuen uns auf eure Kommentare.

Quelle: wikipedia

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  • Sebastian Gansauer


    6. Oktober 2014

    Ich habe sehr viel Verwandtschaft in den Staaten, allerdings habe ich den Eindruck das ich die erst darauf aufmerksam gemacht habe, deswegen glaube ich nicht das die den Tag besonders feiern. Ich meine, abgesehen davon das sie ihre deutsche Abstammung ja eh jeden Tag feiern sollten 😉

  • Will- Fred Paul Bolle


    4. April 2015

    Der Stiefvater meines Vaters, Paul August Reinhold Rüster, ging laut Abmeldekopie am 2. Juni 1913 in die Staaten. Er schrieb zwar glühende Liebesbriefe an seine Ehefrau (meine Großmutter väterlicherseits) Else Rüster, geborene Bolle, doch er hat sich dennoch per Fernscheidung (Beauftragter Rechtsanwalt Liebknecht !!!) von ihr getrennt. Er hat dann wohl in New York eine neue Familie gegründet.
    Seine letzte bekannte Adresse lautete Paul Rüster 2433 New York City % Ave, co. Mrs. Ch. Künnle. Er schickte auch Fotos (neben Dollars), die eine Frau Pfeufer mit ihm im Garten des Hauses zeigen.
    Gern wollte ich mehr erfahren, doch ich erfuhr nur noch, daß er gestorben sei.
    Es sollte aber noch Familienangehörige in den USA geben.

    Mit freundlichen Grüßen