Aufzeichnungsexperte Mike Mansfield teilt seine Geschichte

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Habt ihr euch jemals gefragt, wie die SuperSearch™ von MyHeritage den richtigen Datensatz aus den über 9,7 Milliarden historischen Datensätzen in unseren Sammlungen findet? Oder habt ihr mal über unsere Record oder Smart Matches™ gegrübelt? Dann präsentieren wir euch das MyHeritage Content-Team. Das Team veröffentlicht neue historische Datensatzsammlungen und verwaltet die vorhandenen Sammlungen, um die Benutzererfahrung zu verbessern. Wir hatten die Gelegenheit, uns mit Mike Mansfield, dem Director of Content bei MyHeritage, zusammenzusetzen und ihn nach den MyHeritage Datensammlungen und den Auswirkungen seiner Leidenschaft für Ahnenforschung in seinem Alltag zu befragen.

F: Erzähl‘ uns mehr über das Content-Team. Wie werden Inhalte veröffentlicht?

A: Das Content-Team besteht aus drei verschiedenen Tätigkeitsbereichen. Erstens ist da Russ, der Chief Content Officer. Russ spricht über Akquisitionen und Kooperationsprojekte mit Archiven, Institutionen und Partnerorganisationen auf der ganzen Welt.

Ich bin der Director of Content Operations. Sobald Russ einen Vertrag abgeschlossen hat, arbeite ich mit Russ und dem Team in Utah zusammen, um einen Plan zu erstellen und über alle Ebenen der Inhaltsverarbeitung zu entscheiden. Manchmal visualisiere ich die Inhaltsverarbeitung wie eine Erdölraffinerie. Wir schauen uns den Inhalt sehr genau an und an jedem Punkt werden verschiedene Maßnahmen ergriffen. In den letzten 20 Jahren auf diesem Gebiet habe ich noch nie erlebt, dass Inhalte einen Cookie-Cutter-Prozess aufweisen. Manchmal erhalten wir Inhalte, die möglicherweise kurz vor der Veröffentlichung stehen. Bei anderen Arten von Inhalten kann die Veröffentlichung Jahre dauern, vielleicht sogar ein Jahrzehnt.

Tal ist der Produktmanager und beschäftigt sich intensiv mit der Roadmap-Planung aller Infrastrukturprojekte sowie der Such- und Content-System-Projekte.

From left, Tal Erlichman, Mike Mansfield and Russ Wilding
Von links: Tal Erlichman, Mike Mansfield und Russ Wilding

Das Besondere am MyHeritage Content-Team ist die Art und Weise, in der wir Stammbaumdaten verwenden, um die Verarbeitung von Inhalten zu unterstützen. Wir erstellen Algorithmen, die unsere Stammbaumdaten analysieren, um alle Arten von Datenzwecken zu unterstützen. In vielen unserer Datensammlungen ist beispielsweise das Geschlecht nicht angegeben, es sind jedoch äußerst hilfreiche Informationen, die in SuperSearch™ enthalten sind. Geschlechtsdaten helfen auch dabei, den Begriff der Haushaltsdaten zu bestimmen und Abgrenzungen in Familien vorzunehmen. MyHeritage hat einen Algorithmus entwickelt, den wir unseren Gender-Deducer nennen. Basierend auf den Daten von 45 Millionen Stammbäumen können wir aus einem Index ein Geschlecht ableiten, das auf deren Namen, Land und Kultur basiert. Der Gender-Deducer empfiehlt jedoch kein Geschlecht für Vornamen.

F: Was hat dich dazu veranlasst, bei MyHeritage zu arbeiten?

A: Schon an der High School hatte ich zwei konkurrierende Interessen: Informatik und Technologie sowie Geschichte und Genealogie. Das ging weiter an der Brigham Young University, wo ich viele Kurse über Genealogie belegt und sogar kurz überlegt habe, ein professioneller Genealoge zu werden. Am Ende entschied ich mich für die Technologie und schloss mein Informatikstudium ab.

Brigham Young University Campus, 2007
Brigham Young University Campus, 2007

Mein erster Job war das Schreiben von Software für eine CD-ROM-Veröffentlichung. Es war 1994, und das Internet wurde von vielen kaum verstanden. Die meisten Unternehmen verließen sich auf CDs, um ihre Daten zu veröffentlichen. Viele unserer Kunden waren große Anwaltskanzleien und Großunternehmen, die große Datenmengen veröffentlichen mussten.

Ich konnte dann eine Such- und Inhaltsrolle bei einer anderen Genealogie-Seite übernehmen, wo ich mein Wissen über Suchsysteme auf Daten, wie historische Aufzeichnungen, anwenden konnte. In den späten 90er Jahren, als Online-Abonnements immer häufiger wurden, begannen wir darüber nachzudenken, die Sammlungen online zu stellen.

Ich erinnere mich an eine Besprechung, in der wir uns die Idee ausgedacht haben, die Bilder der US-Volkszählung online zu stellen und anschließend Indizes zu erstellen, damit die Leute die Indizes durchsuchen und dann die Bilder finden könnten. Es waren einige frühere Indexierungsarbeiten durchgeführt worden, aber niemand hatte die beiden jemals zusammengebracht, geschweige denn in dem Umfang, der für dieses Projekt in Betracht gezogen werden müsste. Ich blicke jetzt zurück, das ist eine wichtige Branchenentwicklung gewesen. Es hat wirklich die Grundlage für den in unserer Branche zum Standard gewordenen Online-Zugriff mit Indizes gelegt, die Nutzer direkt mit den digitalen Bildern verknüpfen.

F: Wie weit geht dein Stammbaum zurück?

A: Ich habe die meiste Zeit mit meinem Nachnamen geforscht – der Mansfield-Linie – die aus Surrey, England, stammt, und ich kann meine Vorfahren bis in das 17. Jahrhundert zurückverfolgen.

Mein markantester Verwandter ist jedoch der in Wales geborene Vater meiner Mutter, Thomas Joseph Griffiths.

Thomas Joseph Griffiths, Mike's grandfather
Thomas Joseph Griffiths, Mikes Großvater mütterlicherseits

Sein Vater war Bergmann, und er arbeitete bereits selbst als Bergmann. Aber im Alter von 20 Jahren beschloss er, seine Familie zu verlassen und in die USA auszuwandern.

Ich kann nicht sagen, wie die Bedingungen dort waren, im Gegensatz zu dem, was er sich in den USA erhofft hatte, aber ich bewundere, wie er als junger Mann allein gereist ist und seine Familie und alles, was er wusste, für das Unbekannte zurückgelassen hat. Ich konnte weitere Einzelheiten herausfinden, zum Beispiel, dass das Schiff Aquitania hieß und er am 26. Januar 1928 auf Ellis Island ankam.

The RMS Aquitania
Die RMS Aquitania

Auf dem Ankunftsbericht ist zu sehen, dass er nach Provo, Utah, gereist war, um seinen Bruder zu treffen, der zu diesem Zeitpunkt bereits dort lebte.

Arrival Record of Thomas Griffith, from the Ellis Island and Other New York Passenger Lists, 1820- 1957
Ankunftsaufzeichnung von Thomas Griffith in Ellis Island und anderen New Yorker Passagierlisten, 1820-1957

Diese Einwanderer hatten wirklich viel Mut, ihre Häuser zu verlassen. Auch wenn er über Briefe kommunizieren konnte, glaube ich nicht, dass er seine Eltern jemals wiedergesehen hat.

F: Was zeichnet die Arbeit bei MyHeritage aus?

A: Darüber spreche ich oft – das breite internationale Publikum. Im Gegensatz zu anderen Ahnenforschungsplattformen und -diensten, die sich überwiegend auf Nordamerika konzentrieren, stammt bei MyHeritage die überwiegende Mehrheit der Nutzer aus Ländern außerhalb Nordamerikas.

Darüber hinaus ist die Anzahl der Sprachen, die unsere Webseiten und Dienste unterstützen, unglaublich. Im Gegensatz zu anderen Genealogie-Plattformen ist unsere Webseite in 42 verschiedenen Sprachen verfügbar. Die meisten anderen Plattformen haben weniger als 10. Zu wissen, dass wir eine so breite internationale Reichweite haben, ist unglaublich.

Es hat mir auch persönlich sehr viel Spaß gemacht. Ich habe viel skandinavische Vorfahren aus Norwegen, Schweden und Dänemark. In der Lage zu sein, Smart Matches™ und jetzt DNA Matches mit entfernten Cousins zu entdecken, die dort leben, ist wunderbar. Man würde auf keiner anderen Plattform die gleiche Erfahrung machen.

Obwohl MyHeritage DNA nur seit wenigen Jahren auf dem Markt ist, verzeichnet es ein enormes Wachstum und bietet nun eine unglaublich ausgefeilte DNA-Matching-Technologie und einen Chromosomen-Browser. Zu zeigen, wie man sich mit seinen entfernten Verwandten in Norwegen verbindet, kann sowohl eine unterhaltsame als auch hilfreiche Möglichkeit sein, den Stammbaum zu erweitern und mehr genealogische Informationen zu erhalten. Wenn ich durch ein DNA-Match eine Verbindung bekomme, gibt es eine andere Aufregung und ein anderes Gefühl der direkten Verwandtschaft.

F: Gibt es eine bestimmte Sammlung, auf die du besonders stolz bist?

A: Ich bin sehr stolz auf die schwedischen Haushaltsprüfungsbücher. Es ist ein Projekt, das tatsächlich andere Genealogie-Unternehmen versucht haben anzugehen, aber letztendlich ohne Erfolg.

Wenn wir Bildersammlungen erhalten, müssen diese indexiert oder transkribiert werden. Für dieses spezielle Projekt haben wir mit schwedischen Ahnenforschern zusammengearbeitet, die speziell in schwedischer Paläographie geschult wurden, um einem Team von über 700 Personen, die uns bei der Indexierung dieser Aufzeichnungen halfen, eine umfassende Schulung anzubieten.

Wir möchten Mike dafür danken, dass er uns die großartige Arbeit des Content-Teams erklärt und einen Vorgeschmack auf seine Leidenschaft für Genealogie und Familiengeschichte gegeben hat. Das Durchsuchen der MyHeritage-Sammlungen nach historischen Aufzeichnungen mit SuperSearch™ ist die beste Möglichkeit, um weitere Informationen zu euren Vorfahren und zur Familiengeschichte freizuschalten. Versucht euer Glück beim Durchsuchen der Sammlungen und teilt uns in den Kommentaren unten mit, was ihr entdeckt habt!

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