9 Fehler, die Anfänger bei der Familienforschung machen!

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Jeder macht mal Fehler und muss auch mit den Konsequenzen dieser leben. So auch in der Familienforschung! Von Neugier und Liebe getrieben, möchten wir immer mehr über unsere Vorfahren erfahren. Teilweise aber zu schnell…

Wir alle haben irgendwann mit der Ahnenforschung begonnen. Als Anfänger haben wir auch Fehler gemacht, daher haben wir heute eine Liste vorbereitet, mit den häufigsten Fehlern, die einem Neu-Ahnenforscher passieren können.

1. Geringe Informationen aufnehmen. Als Anfänger übersieht man die reiche Vielfalt an Quellen und konzentriert sich nur auf Geburten, Hochzeiten und Todesfälle. Wir fangen an zu forschen, ohne über die Organisation dieser nachzudenken. Notizen werden überall hingeschrieben. Am Häufigsten findet man ein einzelnes Blatt in einem Ordner oder Heft wieder, den wir mit den Wörtern „wichtige Daten“ o.ä. beschriften. Anstatt eine Kopie der Quelle zu machen, transkribieren wir diese selbst. Das ist Falsch!

2. Schlussfolgerungen ohne ausreichende Beweise. Es kommt häufig vor, dass wir Aufzeichnungen über Menschen finden, die den gleichen Namen tragen. Wir gehen dann davon aus, dass es sich um die selbe Person handelt. Weitere Dokumente werden nicht überprüft, um diese Tatsache, die man entdeckt hat, zu belegen.

3. Schnell Familien wechseln. Ihr beginnt mit der Forschung einer Familie, aber sobald ein anderes Dokument gefunden wird, springt ihr zu einer anderen Familiengruppe, ohne die anfängliche Forschung zu vollenden. Daher findet man dann im Stammbaum Ehen mit oder auch ohne Kinder. Nicht weil sie nicht gezeugt wurden, sondern weil man sie nicht gesucht hat.

4. Wir nehmen an, dass es keine Aufzeichnungen gibt. Eine erschöpfende Suche scheint nichts zu bringen, das muss aber nicht wirklich so sein. Mit seiner Ungeduld sucht man nach „Papiere“, verliert aber dabei wichtige Hinweise. Welche anderen Dokumente könnten euch bei der Suche weiterhelfen?

5. Die Forschung beginnt mit entfernten Vorfahren. Ihr macht den Fehler den „berühmten“ Vorfahren zu untersuchen, so dass die Dokumentation seines Lebens zur „unmöglichen Mission“ werden kann. Alte Aufzeichnungen wurden absichtlich zerstört (Kriege) oder sind oft verloren gegangen.

6. Verwandte ignorieren. Vielleicht seht ihr in einer Eheurkunde Trauzeugen, die einen übereinstimmenden Namen tragen, oder ihr schaut euch die Paten nicht genauer an. Auch bei Ansicht einer Volkszählung werden nicht alle Bewohner des Hauses genauer untersucht. Nachbarn, Zeugen und Paten sind indirekt auch Verwandte!

7. Ihr teilt eure Forschung nicht. Das passiert oft aus Versehen, weil man sich zu sehr auf die Forschung konzentriert, und nicht daran denkt, dass die Ergebnisse nützlich sein und auch weitere Türen öffnen könnten.

8. Die Dringlichkeit den Stammbaum zu beenden. Ihr seid zu eifrig damit beschäftigt den Stammbaum zu beenden. So sehr, dass ihr Information – aus anderen Bäumen oder aus dem Internet – komplett kopiert, ohne genauer hinzuschauen. Namen werden einfach hinzugefügt. Man ist stolz auf seinen Baum, ohne an die vielen Fehler zu denken.

9. Die Rechtschreibung ist ein wichtiger Teil. Ihr besteht darauf, dass euer Nachname „immer“ mit einem „z“ oder zwei „t“ geschrieben wird und wenn ihr eine Variation davon findet, wird das Dokument verworfen. Ihr versetzt euch nicht in die Person, die die Informationen aufgezeichnet hat. Teilweise schleichen sich Fehler ein…

Und welche Fehler habt ihr am Anfang eurer Forschung gemacht? Erinnert ihr euch? Kommentiert unten!

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  • Helmut


    22. September 2016

    Ich habe unüberlegt SmartMatches und Discoveries von anderen myheritage-Nutzern hinzugefügt und erst später gemerkt, dass viele voller Fehlern waren, einige davon auf Wunschdenken zurückzuführen, da müsste doch eine Verbindung zu einem Adelsgeschlecht sein .. wo aber, wenn man genau hinschaut, keine ist, oder die Annahme so wage ist, dass ich sie lieber rauslösche.

  • Timo


    22. September 2016

    Mein Ururgroßvater und sein Cousin hatten die gleichen Vor-und Zunamen.
    Auch die Vornamen deren Väter waren fast identisch. Da ist man schnell auf der falschen Fährte. Mir haben als Orientierung die Hausnummern geholfen.

  • Johann Bayer


    22. September 2016

    Habe meine Vorfahren meist in Nieder-Österreich, dort sind Pfarrmatrikeln im Internet zugänglich. Von da bekomme ich die Geburts-Trauungs- und Sterbedaten, als auch teilweise die Eltern von diesen Personen.

  • Erhard Niemeier


    22. September 2016

    ich habe schon Familienforschung betrieben, da gab es weder Internet noch Computer in der heutigen Form. Es gab nur GRoßrechner in Firmen. Alles was ich hatte waren Kirchenbücher und Genehmigungen von Pastoren, diese Kirchenbücher nutzen zu dürfen; und entfernte Verwandte, die mir geholfen haben, um mit meiner Hilfe den Familienstammbaum fortzuführen. Deshalb entdecke ich auch immer wieder die Fehler, die es bei Myheritage gibt und teile dies den Betroffenen mit.

  • Skrobuszynski


    22. September 2016

    Ich habe auch schon einen Fehler eingebaut, obwohl mir schon klar war, dass es falsch war. Aber mit dem zweiten Geburtsdatum hatte ich gleich soviel zusätzlich gefunden. Später musste ich die Daten wieder löschen, weil ich den richtigen Taufeintrag gefunden hatte. Ich kann bestätigen, dass man langsam suchen sollte.

  • Hans-Joachim Grötschel


    23. September 2016

    Viele Namensgleichheiten in ähnlicher Klangform können durch z.B. Militärische Erfassungen in früherer Zeit geschehen sein.
    Es gab auch Leute die nicht schreiben konnten, bzw. von Hörensagen erfaßt wurden. Ähnliche Namen durch sprachliche Unterschiede z.B. in Amerika. Weiterhin gibt es für einen Namen verschiedene Schreibweisen durch e, ä, ö, oe, usw.
    Verwandtschaft um 7 Ecken da ist alles möglich.

  • Ernst Hahner


    23. September 2016

    Wie kann ich mit MyHritage arbeiten? Wo kann ich meinen Stammbaum eingeben, damit er anderen Menschen nützlich sein kann? Wie komme ich zu Ergebnissen? Alle Fragen sind offen, weil ich einfach nicht weiß, wie ich Nutzen haben kann!

    • Silvia


      23. September 2016

      Lieber Herr Hahner, sind Sie denn bereits schon bei MyHeritage registriert? Ansonsten müssen Sie sich erst einmal registrieren. Ihren Stammbaum können Sie entweder als GEDCOM hochladen oder selbst erstellen. Danach können Sie Verwandte zum Mitmachen einladen – einfach die E-Mail-Adresse der Person im jeweiligen Profil eingeben. Gemeinsam können Sie dann am Stammbaum arbeiten und über MyHeritage forschen. VG

  • Ingrid


    23. September 2016

    Ich finde es schade, daß von mir Eingeladene, zu meinem Stammbaum gehörende, ihren eigenen aufbauen, anstatt an dem bestehenden mit weiter zu arbeiten. Unter Lebenden ist das besonders schade, da doch alle zusammen gehören.

  • Martin Mick


    23. September 2016

    Die Nachforschungen über meinen Stammbaum haben fast 5 Jahre in Anspruch genommen. Und man kann leicht über einen gleichen Namen stolpern. Schon ist man auf einer falschen Fährte. Ist mir selbst passiert. Aber nachdem in NÖ die Matriken über Internet eingesehen werden können, kam ich wieder auf die richtige Spur. Auch Slowakei (war ja früher alles Österreich!) kann man einsehen. Schon eine Erleichterung gegenüber früher wo man dem Wohlwollen der Pfarren ausgeliefert war.

  • Hans-Gunter Herrmann


    26. September 2016

    Auch Kirchenbücher sind keine zuverlässige Quelle. Meinen Familiennamen gab es vom gleichen Pfarrer in verschiedenen Schreibweisen. Auch sind in einigen Kirchenbüchern solche Sudeleien eingetragen worden, das die Namen kaum noch zu entziffern sind. Nur durch ständige Hin und Her Vergleichen der Daten konnte ich dann eine Verwandtschaft nachweisen.
    Amerikanische Stammbäume sind oft zusammen geschustert das es einen wundert, wie man vollkommen verschiedene Daten auf einen Nenner bringen kann

  • dona


    29. September 2016

    Als ich anfing Ahnen zu forschen, sagte man mir, ich könnte Geburts- und Totesdaten mit „about“ schätzen. Da so viele Verwandten ähnlichen Namen hatten, wußte ich nicht mehr wer wem gehörte. So viel Namen wurden mehrmals gemacht, denn für irgend Änderung, mußte die Tempelarbeit neu gemacht werden.
    Jetzt versuche ich genaue Daten einzuschicken, damit die extra Stunden gespart werden mögen.

  • Rainer Georg


    2. Oktober 2016

    Ich arbeite schon seit 2000 an meinem Stammbaum, es ist oft nicht gut erkennbar ob es sich bei Smarth Matches um ledige(anderer Vater oder Mutter handelt, ob adoptiert ist, Ziehkind usw.) Kinder handelt! Besser ist einen neuen Ehepartner, Freund oder Freundin eingeben! Falls der Partner unbekannt ist als Vorname Unbekannt eingeben und nicht einfach dem Stiefvater od. der Stiefmutter dazuhängen!!! Bei Adoption wenn richtige Eltern nicht bekannt sind u. den Adoptiveltern dazugehängt werden wenigstens beim Nachnamen adoptiert in Klammer dazuschreiben!!
    Bei Anmerkungen einige Hinweise dazuschreiben dann wäre sehr geholfen und es würden nicht so oft Fehler entstehen!!
    Wenn man auch nicht direkt verwandt ist u. kontaktiert wird von einer Person, über My. Heritage wenigstens zurückschreiben, es würde oft vieles in die richtige Bahn gelenkt werden!!

  • Elvira Gaida


    3. Oktober 2016

    Ich muss feststellen, das die Daten nur auf amerikanischen Quellen basieren,was Deutsche aus Russland betrifft,gibts fast nichts,wo man anknüpfen kann z. B. an Auswanderung aus Deutschland um 1766.

  • Arhur Imhof


    1. Dezember 2018

    Ich bin ein Newcomer bei MyHeritage und mühe mich mit der Frage ab, wie Stiefmütter und deren Kinder aus erster Ehe in den Stammbaum eingebunden werden können. Besten Dank für eure Hilfe!