27    Nov 20120 Kommentare

Zwillinge gefunden in einem 450 Jahre alten Gemälde!

Es gibt unterschiedliche Auslöser, die dazu führen, uns mehr mit der eigenen Familiengeschichte auseinander zu setzen. Ein Grund dafür ist allein die Vermutung, dass wir so sind, wie wir sind, aufgrund unserer Ahnen.

Unser Aussehen oder unser Verhalten sind oft durch unsere Vorfahren erklärbar. Meine Tochter z.B. hat das Temperament meiner Mutter und die Zahnlücke von meiner Schwiegermutter geerbt. Aber manchmal ist genau das, was wir nicht erklären können, interessanter und motiviert uns, mehr über unsere eigene Familie zu erfahren.

Der junge Max Galuppo, ein 20 jähriger Amerikaner, hat etwas erlebt, dass ihn für die Ahnenforschung motiviert hat: Er ist zusammen mit seiner Freundin in das Philadelphia Art Museum gegangen. Sie betrachteten die verschiedenen Gemälde und plötzlich sagte die Freundin: "Hast du das italienische Bild des 16. Jahrhundert gesehen? Da bist du."

Es war erstaunlich. Der junge Mann hat sein zweites Ich gefunden und die Ähnlichkeit war tatsächlich verblüffend. Seine Freundin erzählte der Philadelphia Inquirer die zufällige Entdeckung: "Max hat jetzt aus heiterem Himmel ein genealogisches Projekt angefangen".

Max Galuppo sucht nach mehr Informationen über seine Familie, damit er die Ähnlichkeit erklären kann.

Über das Gemälde war nicht viel bekannt, abgesehen davon, dass es 1562 in Emilia (Italien) gemalt wurde. Aber das war schon ein guter Anfang, denn Galuppos Familie stammt aus Florenz, eine Stadt nur 10 km entfernt von Emilia.

Ich bin jetzt neugierig geworden, was euch dazu bewegt hat, Familienforschung zu betreiben. Habt ihr auch eine so außergewöhnliche Geschichte?

26    Nov 20124 Kommentare

Meine Familiengeschichte: Hans-Peter Geis – Teil 2

Heute haben wir die Familiengeschichte Hans-Peter Geis zurück im Blog! Letzte Woche haben wir erfahren, wie sein Interesse an Genealogie entstanden ist und wie er die Quellen, die er schon hatte (Familienbücher, Fotos, etc.), benutzt hat, um die Lücken in seinen Familienstammbaum zu füllen.
Nun erfahren wir, wie Herr Geis seinen Stammbaum manuell (!) erstellt hat und wie er vorgegangen ist, um mehr über seine Ahnen zu erfahren.

Weiterhin viel Spaß beim Lesen!

"Nachdem ich – wie hier beschrieben – alle Daten beieinander hatte, konnte ich anfangen meinen Familienstammbaum zusammen zu stellen. Kräftiges Zeichenpapier, eine Breite von 110 cm schien mir breit genug, davon kaufte ich eine ganze Rolle, weniger war nicht zu kriegen. Dann konnte es losgehen. Mit Schreibmaschine schrieb ich auf Normalpapier für jeden einzelnen der über 100 Personen untereinander Name, Vorname, Geburts- und Todesjahr, Geburtsort. Die schnitt ich aus und legte sie zusammen mit den Bildern auf ein Stück ausgerolltes Zeichenpapier. So bestimmte ich, wie groß der Bogen für den Stammbaum sein musste: Er wurde 2 m lang und 90 cm breit. Und jetzt begann die mühsame Feinarbeit: Striche ziehen zwischen den Personen, die zusammen gehörten, mit Tuschstift nachziehen, Namenszettel, Heiratsdaten und Bilder aufkleben.

Da war noch ein Problem mit den Bildern. Einige hatte ich doppelt und dreifach, da konnte ich eines für den Original-Stammbaum spendieren. Für diejenigen, die ich nur einmal hatte – einige hatte ich auch nur geliehen – musste ich mir etwas anderes einfallen lassen, die wollte ich in meinem Archiv behalten.

Nun sollten ja die Verwandten den Stammbaum auch kriegen. Bei einem Kopiergeschäft konnte ich ihn auf eine handlichere Größe, etwa 2/3 des Originals, kopieren. Auf den Kopien fehlten nun etwa die Hälfte der Bilder.  Von denen machte ich Fotokopien und klebte sie auf die Stammbaumkopien auf.

Das ist der Familienstammbaum!

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16    Nov 20124 Kommentare

Meine Familiengeschichte: Hans-Peter Geis

Hans-Peter Geis

Vor kurzem hat Hans-Peter Geis MyHeritage entdeckt, nachdem er unseren Blogpost über die gemeinsamen Vorfahren und Sprachwurzeln zwischen Briten und Deutschen gelesen hat. Herr Geis hat ein sehr interessantes Buch geschieben: "Bauer Bürger Arbeitsmann. Geschichte der Menschen deutscher Sprache" und hat sich netterweise bereit erklärt, über Ahnenforschung, seinen Stammbaum und sein Buch zu sprechen.

Das Ergebnis ist eine 3-teilige Reihe, die wir heute anfangen! Die nächsten zwei Blogposts werden nächsten und übernächsten Freitag erscheinen.

Viel Spaß beim Lesen!

"Ja, auch ich "betreibe" Genealogie. Wenn man damit die Beschäftigungm it seinen Vorfahren meint. Nachdem ich Rentner geworden war, hatte ich all das hervor gekramt, was mein Vater mir hinterlassen hat. Dazu gehörte sein "Ahnenpass", mit dem er, wie die meisten damals, nachweisen musste, dass unter seinen Eltern und Großeltern und denen seiner Frau keine Juden waren. Und all die Briefe an Standesämter und Pfarrämter, die zu schreiben waren, um etwas über seine Vorfahren zu erfahren und die Antworten darauf. Ich erinnere mich noch, wie spannend für mich als 12-13-Jährigen das Puzzlespiel war, um jedem Verwandten seinen Platz im Stammbaum zuzuweisen. Mein Vater, meine Mutter und ich, wir sprachen viel darüber, wenn wieder eine Antwort kam, die ihn - und uns - ein Stückchen weiter brachte und uns ein bisschen mehr über unsere Vorfahren erfahren ließ. Und jedes Mal, wenn er einen neuen gefunden hatte, bekam er Lust, dessen Vorfahren weiter zurück zu verfolgen.

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23    Okt 20120 Kommentare

Ahnenforschung: Google Street View, Google Maps und Google Bilder

Als ich klein war, habe ich oft von Verwandten gehört, die woanders lebten. Es waren viele Namen, die ich mit verschiedenen Orten verbunden habe: der Opa Walter aus Leipzig, die Oma Mathilde aus Essen, der Onkel Richard aus Stuttgart und so weiter  und so fort.

Es war für mich auch interessant zu erfahren, wie die Großmutter meines Mannes die Familie bezeichnete: für sie waren die Verwandte entweder in Straßennamen: "Die aus dem Entruperweg sind schon da" oder Städte eingeteilt: "Die Berliner kommen heute nicht und die Kölner sind etwas verspätet". Also ist dieses Bedürfnis, Menschen einem Ort zuzuordnen, nicht nur in der Genealogie wichtig :-)

Als kleines Kind lebte ich zwar noch nicht in Deutschland, aber mir waren die oben genannten Städte irgendwie vertraut, da ich so oft von ihnen gehört hatte. Es war für mich eine große Freude, als ich endlich mal die Chance hatte, die Städte kennenzulernen.

Allerdings ist so einem Besuch zu den Geburtsorten unserer Vorfahren nicht immer einfach oder gar machbar. Deswegen wollte ich hier einen Tipp geben, für all diejenigen, die die Häuser der Ahnen besichtigen möchten, ohne die eigenen 4 Wände verlassen zu müssen: mit Google Street View. Obwohl gerade hierzulande dieses Tool von Google für Furore sorgte, kann es für die Ahnenforschung durchaus von Bedeutung sein.

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24    Aug 20125 Kommentare

Dominik Dommer: Mein interessantester Fund – Teil II

Unsere Zeit in Bytów war für alle Mitgereisten eine schöne Erfahrung. Wir sind häufig sehr herzlich aufgenommen worden und hatten interessante Gespräche mit den heutigen Bewohnern der Gegend.

Meiner Tante Hiltraut konnte ich noch einen Wunsch erfüllen. Etwa 30km südwestlich von Bytów liegt der kleine Ort Lakie (früher: Lonken/Kr. Schlochau), aus dem unsere Vorfahren ursprünglich stammen. Bei meinem letzten Besuch zeigte mir ein hilfsbereiter Anwohner einen alten, durch die Russen zerstörten, im Wald liegenden Friedhof. Wir konnten noch zwei alte Grabsteine finden und als wir sie umdrehten, konnten wir meinen Familiennamen Dommer darauf lesen. Diese Grabsteine konnte ich diesmal meiner Familie zeigen. Es war ein Moment, der wohl für alle bewegend war.

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23    Aug 20125 Kommentare

Dominik Dommer: Mein interessantester Fund – Teil I

Dominik Dommer vor einem der schönen Seen in der Umgebung Lonkens

Vor ein paar Wochen haben wir hier im Blog und in Facebook gefragt, was euer interessantester Fund bei eurer Familienforschung bis jetzt war. Viele haben neue Familienmitglieder gefunden, andere haben Fotos, Briefe oder gar Testamente, aber Dominik Dommer hatte etwas äußerst wichtiges gefunden: einen Ahnenpass, mit dem eine Familienzusammenführung nach 5 Jahren Suche gelungen ist.

Wir sind natürlich sehr neugierig geworden und haben nachgefragt, wie das genau passiert ist. Jetzt haben wir hier die Geschichte für euch. Heute werden wir berichten, wie er zu seinem Ahnenpass gekommen ist. Morgen erzählen wir weiter, wie seine Familie einen bewegenden Moment auf dem Friedhof erlebt hat und, wie er mit SmartMatches entfernte Verwandte in Brasilien entdeckte.

Viel Spaß beim Lesen!

"Vor etwa 5 Jahren habe ich bei meinem Vater die von einer Großcousine erstellte Familienchronik angeschaut. Ich fand es gleich faszinierend zu sehen, wie die eigene Familiengeschichte mit der allgemeinen Geschichte Deutschlands verknüpft ist. Und ich fragte mich, ob ich mit Hilfe des Internets noch mehr über meine Vorfahren erfahren könnte. So wurde mein Interesse an der eigenen Familiengeschichte geweckt. Ein Hobby, was mich bis heute nicht mehr los gelassen hat.

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17    Aug 20120 Kommentare

Umfrage: Wie digital ist euer Fotoarchiv?

Einige haben mehr als die anderen. Aber fast alle von uns haben alte Familienbilder zu Hause.
Aber was sollen wir machen, um diese Bilder zu schützen? Eine Lösung ist die Bilder einzuscannen und zu digitalisieren. Habt ihr schon daran gedacht?

Mit der Einführung von Flachbettscannern und durch die qualitativ immer besseren Digitalkameras hat man ja die Möglichkeit, alte Dokumente und Bilder zu fotografieren bzw. einzuscannen. Noch besser ist es, wenn man nach der Digitalisierung die Bilder und Dokumente mit anderen teilt. Damit sind sie noch sicherer aufbewahrt.

Manchmal passiert es ja, dass Archive zerstört werden (wisst ihr noch das Stadtarchiv in Köln oder die Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar?). Deswegen ist das Teilen von Dateien ein sicherer Weg, euren Bestand und eure Erinnerungen zu erhalten. Am besten mit mehreren Vertrauenspersonen und natürlich mit MyHeritage!


8    Aug 20120 Kommentare

Gleiches Bild 20 Jahren später

Ein Bild sagt ja mehr als tausend Worte.
Immer wieder haben wir Momenten in unserem Leben, an denen wir für immer festhalten möchten. Es sind Jubiläums-, Geburtstags- oder Familienfeiern oder einfache Augenblicke, die uns viel bedeuten und die für die Ewigkeit festgehalten werden sollten.

Heute möchten wir mit Euch ein Bild teilen (und auch eine sehr schöne Idee!), das wir bei Pinterest gefunden haben und, das so einen Augenblicke festhält.

Eine Mutter und ihre drei Söhne entschieden sich dafür, das gleiche Bild zu wiederholen, das sie 20 Jahren zuvor geschossen haben. Das war als Geburtstagsgeschenk für den Vater gedacht.

Quelle: Pinterest

Ich persönlich finde die Idee unglaublich gut. Es ist ein einfaches Geschenk für den Vater, aber von großer Bedeutung. Und das sind ja die schönsten Geschenken: nicht wertvoll im Sinne von Geld, sondern von Bedeutung.

Habt Ihr auch schon solche Geschenke gemacht oder bekommen, oder habt Ihr noch andere Ideen, wie man jemanden beschenken kann?

30    Mrz 20110 Kommentare

Gähnen im Frühjahr ist ein Erbe der Vorfahren

Der Winter neigt sich unerbittlich dem Ende zu und die Sonne gewinnt an Kraft – man freut sich vielleicht darüber, ist aber augenblicklich müde. Das dürfte immer schon so gewesen sein. Denn Forscher fanden heraus, dass die Frühjahrsmüdigkeit uns Menschen in den Genen sitzt. Sie ist evolutionären Ursprungs.

Das große Gähnen ist ausgebrochen. Man fühlt sich schlapp, obwohl man eigentlich gut geschlafen hat und reagiert mitunter grantig auf seine Mitmenschen. Menschen, die unter Frühjahrsmüdigkeit leiden, reagieren auf das stärkere Sonnenlicht, das durch das Auge ins Gehirn gelangt. Diese jeweilige Lichtmenge steuert unter anderem die Produktion des Schlafhormons Melatonin – im Frühjahr wird weniger produziert, im Winter mehr. Das strengt den Körper an und er reagiert mit Müdigkeit.

Der Berliner Schlafforscher Dieter Kunz ist der Ansicht, dass dieser Prozess noch eine Erinnerung an Winter sei, wo unsere Vorfahren mit wenig Nahrung haben auskommen müssen und das Überleben noch davon abhing, dass der körpereigene Stoffwechsel im Winter gedrosselt wird, um nicht zu viel Energie zu verbrauchen und in Form von Nahrung aufnehmen zu müssen.
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2    Mrz 20110 Kommentare

Zwei Jahrzehnte Fotosammlung am Deutschen Historischen Museum

Seit zwanzig Jahren sammelt das Deutsche Historische Museum Fotografien zur Zeitgeschichte und zum Alltagsleben. Teilnachlässe von Fotografen und Bildagenturen konnten gekauft oder auch als Schenkungen übernommen werden. Neben diesen Erwerbungen und Übernahmen hat das DHM künstlerisch ambitionierte Fotografie gesammelt. Nun ist die Zeit reif für eine Präsentation des umfassenden Repertoires der Sammlung. Die Ausstellung zeigt in über 250 Motiven die fotografischen Highlights der Sammlung von den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts bis zum Ende der DDR 1990 in einem chronologischen Überblick.

1945: Auf der Flucht aus der brennenden Stadt Danzig

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