Forschungsprojekt der Universität Duisburg-Essen zu Adel und Abstammung
Die Bedeutung von Herkunft und Abstammung spielt bis in die heutige Zeit eine große Rolle in unserer Gesellschaft. Wenn man einen beka
nnten Namen trägt, öffnen sich manche Türen besser. Wenn bekannt ist, aus welchem Stadtteil man kommt, gilt das manchmal als Makel oder im Gegenteil als elitär. Wir sind ständig dabei Menschen in Schubladen zu stecken und Herkunft und Abstammung sind zwei solcher Kriterien.
Die Universität Duisburg-Essen (UDE) und die TU München werden mit einem interdisziplinäres Wissenschaftlerteam in einem DFG-Forschungsprojekt den Zusammenhang von Adel und Abstammung untersuchen. Im Mittelpunkt steht der berühmte mittelalterliche Sachsenherzog Widukind, der eine große Rolle als Stammvater für spätere Adelsgeschlechter spielte.
Einer der Projektleiter, der UDE-Historiker und Experte für die Frühe Neuzeit Prof. Dr. Stefan Brakensiek: „Am Beispiel zweier bedeutender Fürstenhäuser möchten wir in den kommenden drei Jahren länderübergreifend untersuchen, welche Bedeutung Herkunft und Abstammung bei der Herrschaftsabsicherung hatte.“ Projektleitungsaufgaben hat ebenfalls der Kunsthistoriker Prof. Dietrich Erben (TU München) übernommen. Projektmitarbeiter sind Saniye Al-Baghdadi und Olav Heinemann am Historischen Institut der UDE.
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Das virtuelle Urkundenarchiv Europas
Seid ihr auf der Suche nach wichtigen Urkunden eurer Vorfahren und ihr wisst nicht weiter? Auf monasterium.net, dem virtuellen Urkundenarchiv Europas (MOM) sind bisher über 100.000 Urkunden online verfügbar. Bei den Daten handelt es sich um historische Dokumente die bis ins frühe Mittelalter zurückgehen und als digitale Faksimiles kostenfrei zur Verfügung stehen.
Knapp 60 Institutionen aus 10 europäischen Staaten bereichern den gemeinsamen, stetig wachsenden Bestand mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Urkunden.
Virtuelle Archive wie MOM stehen für Zeit- und Raumauflösungen, denn Urkunden können 24 Stunden am Tag unabhängig von ihrem physischen Lagerungsort überall auf der Welt eingesehen werden. „Alte“ Dokumente treffen auf „neue“ Technologien, mit deren Hilfe völlig neue Einblicke in die Vergangenheit ermöglicht werden. Das Urkundenarchiv MOM stellt die größte derartige Plattform im europäischen Archivwesen dar.
Hier findet ihr eine Liste der Bestände sowie eine Suchmaske zur Recherche. Viel Erfolg!
Foto: Flickr

Interview mit Rafał T. Prinke
(Dieses Interview ist eine Übersetzung aus dem Polnischen. Das Original findet ihr hier.)
Rafal T. Prike ist am 18. Januar 1955 in Posen geboren und ist einer der wichtigsten polnischen Genealogen. Sein Interesse an der Familienforschung entstand durch die Nutzung diverser genealogischer PC-Programme. Er studierte englische Philologie an der Adam Mickiewicz Universität in Posen, wo er 1977 graduierte. Im Jahre 2000 machte er am Geschichtsinstitut der Adam Mickiewicz Universität seinen Doktortitel. Mit seiner Frau Katarzyna Prinke (geb. Wejchan) hat er zwei Kinder, Michał und Stanisław. Ziemlich interessant für Neulinge auf dem Gebiet der Ahnenforschung durfte der Leitfaden sein, den Rafal veröffentlicht hat. Für alle die ihre polnischen Wurzeln erforschen wollen, kann diese Quelle sehr hilfreich werden.
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Ahnenforschung der Familie Dreisbach
Im Siegerland und in Wittgenstein ist der Nachname Dreisbach nicht allzu selten, sagt Martin Dreisbach aus Ferndorf. Dieser Name erscheint in zum Teil leicht abgewandelten Formen wie Dresbach, Dresback oder Driesbaugh – mittlerweile auch in Amerika. Denn 1743 wanderte ein Simon Dreisbach aus Oberndorf in Wittgenstein in die so genannte Neue Welt aus. Sein Cousin Martin Dreisbach, sozusagen „Martin der Ältere“, aus Krombach folgte ihm einige Jahre später.

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Der Beginn der Farbfotografie
Passend zu unserer aktuellen Umfrage, haben wir heute etwas Schönes für das Auge! Die folgenden Fotos wurden von Sergej Michailowitsch Prokudin-Gorski, einem russischen Pionier der Farbfotografie, geschossen.
In Sankt Petersburg, Berlin und Paris studierte Sergej Chemie. Seine eigenen Forschungen resultierten in Patenten für die Produktion von Farbdias und für die Projektion von bewegten Farbbildern. Um 1905 begann er das Vorhaben, mit Hilfe seiner Erfindungen, das gesamte russische Reich in Farbaufnahmen systematisch zu dokumentieren. Die Farbaufnahmen sollten unter anderem für die Erziehung von Kindern verwendet werden, um sie über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des russischen Reiches zu unterrichten.
Sergejs Fotografien sind ein sehr bedeutendes geschichtliches Zeugnis des russischen Reiches kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Seine Motive reichen von mittelalterlichen Kirchen und Klöstern des alten Russlands bis hin zu Eisenbahnlinien und Fabriken der damals modernen russischen Industrie. Die komplette Sammlung seiner Fotografien wurde von der Library of Congress der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

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Ältestes Haus Großbritanniens entdeckt
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Interview mit Margit Rambow
Margit Rambow ist 57 Jahre jung und bereits stolze Großmutter. Sie arbeitet in ihrem erlernten Beruf als Bürokauffrau. Da ihre Kinder bereits erwachsen und aus dem Haus sind, bleibt ihr viel Zeit für ihre Hobbys, insbesondere der Familienforschung. Sie ist Mitglied bei Compgen und anderen Mailinglisten. Sie reist regelmäßig in Sachen Ahnenforschung und steht in ständigem Kontakt zu ihren Forscherkollegen. Mit dem Genealogie-Blog rambow.de bietet sie eine Plattform an, die es ermöglicht in die Vergangenheit einzutauchen.
Wie ist Ihr Interesse für Ahnenforschung entstanden? Und was fasziniert sie daran?
Geschichte war schon immer ein Thema für mich, aber zur Ahnenforschung kam ich doch mit recht naiven Vorstellungen. Ein großer Teil meiner Familie lebt in der ehemaligen DDR, so dass ich viele Familienmitglieder bis zum Mauerfall nie kennenlernen konnte. Natürlich beflügelte das meine Neugier enorm und ich war die aufmerksamste Zuhörerin, wenn Geschichten aus der Familie erzählt wurden. Zu Beginn wollte ich einfach nur wissen, wer sind meine Urgroßeltern, wie waren sie, wie lebten sie! Bereits die ersten Ergebnisse meiner Recherchen über die Familie waren so interessant, dass an ein Aufhören schon nicht mehr zu denken war. So fing alles an…
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Kleine Wappenkunde: Was haben Familienwappen und Fußball gemeinsam?
Ist man gut vorbereitet, so fühlt man sich bestens gewappnet. Nur zu gern wüsste man allerdings, was der andere im Schilde führt. Und: hat man alle Rivalität überwunden, so wird die neue Partnerschaft besiegelt.
Wappen begegnen uns auch heute überall, ob im Sprachgebrauch, als Hoheitszeichen staatlicher Gewalt, auf Visitenkarten von Geschäftsfreunden oder aber als Logo auf Etiketten von Weinflaschen.
Auch auf MyHeritage.de kann jeder unter "Familienwappen" sehr einfach, sein ganz eigenes Wappen erstellen. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass unsere Wappen keine heraldisch anerkannten Wappen sind. Es gibt Anbieter, wie familienwappen.org, die sich auf die Erstellung von Wappen spezialisiert haben. Interessant zu wissen ist daher, was es genau mit diesem geschichtsträchtigen Zeichen auf sich hat!

Beispielwappen
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Die Stände im Mittelalter
Die Ständeordnung war das Gesellschaftssystem im Mittelalter. Es gab zum einen die Unterscheidung zwischen Herrschern und Untertanen, doch
ein Adeliger konnte gleichzeitig Herrscher über seine Bauern sein und dem König als Untertan verpflichtet. Im Frühmittelalter gliederten sich die Stände in soziale Großgruppen, später wurden die Stände zu politschen Gruppe, wie Klerus, Adel, Patriziat. Sie standen den Herrschern mit Rat und Tat zur Seite.
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