Teamarbeit: Praktische Tipps für die Zusammenarbeit an eurer genealogischen Forschung

Kommentare0

Heute haben wir ein Gastbeitrag für euch von Kimberley Fowler, einer kanadischen Schriftstellerin und Redakteurin, die sich für die Verbesserung des Lebens der Senioren anhand Bildung, Aktivismus, Freiwilligenarbeit und Gemeinschaftsprogramme einsetzt. Sie ist eine aktive Freiwillige in vielen lokalen Gemeinschaftsorganisationen. Kimberley hat einen Master of Arts in Englischer Literatur und Sprache (Universität Windsor), ein Honors Bachelor of Arts (Wilfrid Laurier University) und ein Bachelor of Education (Universität Toronto).

Genealogische Projekte sind eine großartige Möglichkeit, ältere Menschen und Jugendliche zusammenzubringen. Genealogie bietet mehr als ein zusätzliches Thema der Konversation oder einen gemeinsamen Interessenschwerpunkt für Großeltern, Eltern, Kinder und Enkelkinder. Die Herausforderung, eure Familienwurzeln gemeinsam zu entdecken, zwingt eure Familie dazu, als Team zu arbeiten – und die Zusammenarbeit schenkt euch die Vorteile eines Teamerlebnisses: ein Gefühl der Kameradschaft, die Höhen eines „Sieges“ und ein Gefühl der Erfüllung, wenn ihr bestimmte Schwierigkeiten zusammen überwindet. In der Tat, bringt nichts anderes als ein tragisches Ereignis, eure Familie näher.

Also, wenn ihr euch für die Familienforschung interessiert, solltet ihr eure Kinder und/oder Enkelkinder involvieren. Gemeinsam werden eure individuellen Fähigkeiten euch helfen, euren Stammbaum noch weiter zu vervollständigen. Hier einige Tipps dazu:

1. Familienbilder identifizieren
Es gibt bestimmte Aufgaben, die für euch besser geeignet sind, andere wiederum sind besser für andere Familienmitglieder geeignet. Das Durchgehen alter Familienfotos und das Identifizieren der Personen, die auf dem Bild zu sehen sind, ist eine wichtige Aufgabe, die nur ihr tun könnt.

2. Bedeutende Daten
Dies ist eine weitere Aufgabe, mit der ein älteres Familienmitglied starten sollte. Es ist wichtig, alle bekannten wichtigen Ereignisse für die Menschen in eurem Stammbaum zu dokumentieren, u.a.:

Geburten
Hochzeiten
Scheidungen
Todesfälle
Adoptionen
Einwanderungen
Adressänderungen
Religiöse Ereignisse (Taufen etc.)
Berufe inkl. Ruhestand

Ihr werdet nicht all diese Informationen für jeden Vorfahren kennen, aber sobald ihr eine erste Liste erstellt habt, die auf eurem eigenen Wissen basiert, kann eure Familie zusammenarbeiten, um die Lücken zu füllen. Die Dokumentation von vielen wichtigen Terminen, wird euch helfen, die Lebensgeschichte jeder Person aus eurem Stammbaum besser zu verstehen.

3. Erweitertes Suchen im Internet
Bei der Erforschung eures Stammbaums, werdet ihr unweigerlich an einem Punkt kommen, an dem die grundlegenden Internet-Suchoptionen keine weiteren Ergebnisse liefern. Fragt eure Kinder oder Enkel, sie können euch bei erweiterten Suchoptionen helfen. Ihr könnt feststellen, dass eure Internet-versierten Familienmitglieder einige überraschende Ergebnisse mit erweiterten Suchtricks liefern können.

4. Ausflüge
Erkundet lokale Ressourcen wie Bibliotheken, Kreisarchive, historische Gesellschaften und sogar Friedhöfe in und um euren Wohnort. Macht einen Ausflug zu den bekannten Orten eurer Vorfahren. Diese Familienfahrten machen viel Spaß und sind fruchtbar für eure genealogische Forschung.

5. Familienurlaub
Eure genealogische Forschung kann euch über die Grenzen eurer Stadt, Landkreis, Staat oder Land führen. Betrachtet die Vorteile der Erkundung eurer Familiengeschichte, z.B. mit einem Familienurlaub in Übersee. Die Erinnerungen, die ihr macht, werden ein Leben lang andauern, und die Informationen, die ihr findet, könnten euch auf neue Forschungswege und sogar zu verschollenen Familienmitgliedern führen.

Ein langfristiges Teamspiel

Wenn ihr mit euren Kindern oder Enkeln arbeitet, ist es wichtig, die Interessen, Ziele, Beweggründe und Stärken jeder Person im Auge zu behalten. Jedes genealogische Projekt ist eine langfristige Bemühung, so ist es wichtig, sich gegenseitig zu motivieren und das Interesse am Projekt im Laufe der Zeit zu halten.

Beachtet auch die Verfügbarkeit eurer Kinder/Enkelkinder. Schulferien und Sommerferien sind eine gute Zeit, um einige der Aufgaben auf eurer To-do-Liste abzuarbeiten. Da jüngere Familienmitglieder in den Arbeitsalltag kommen oder in die Uni gehen, kann ihre Verfügbarkeit begrenzt sein. Während dieser Zeit, forscht alleine weiter und haltet eure Familienmitglieder über euren Fortschritt up-to-date.

Letztlich sollte die Zusammenarbeit mit der Geschichte eurer Familie Spaß machen und eure Familie näher zusammenbringen. Wenn man seine gegenseitige Gesellschaft genießt und gerne Zeit zusammen verbringt, ist eure Hauptpriorität – jede Information, die ihr als Ergebnis eurer genealogischen Forschung findet – ein zusätzlicher Bonus.

Kommentar hinterlassen

Die E-Mail-Adresse ist privat und wird nicht angezeigt