12    Jul 20132 Kommentare

Geschichte: Deutschen in Russland

Wir freuen uns sehr, heute ein weiteres interessantes Kapitel der deutschen Geschichte, erzählt von Herrn Hans-Peter Geis, präsentieren zu dürfen!

Viel Spaß beim Lesen!

"Im letzten Blogpost hatte ich berichtet, dass die Habsburger Herrscher nach der Vertreibung der Türken vom Balkan Siedler aus dem deutschen Sprachraum in die neu eroberten Gebiete gelockt hatten, und das mit großem Erfolg. Davon hatte gewiss auch Katharina II. gehört, die 1762 Zarin von Russland geworden war. Sie ist ja selbst Deutsche, und so ist es nicht verwunderlich, dass sie schon ein Jahr später deutsche Siedler in ihr dünn besiedeltes Land ruft. Ihre Vorgänger hatten auch schon gute Erfahrungen mit deutschen  Fachleuten gemacht, sie hatten bereits 1652 in Moskau eine deutsche Vorstadt gegründet. Nun also sollen Deutsche das Land kolonisieren.

Im Laufe von fünf Jahren treten 30000  Bauern, Handwerker, Fabrikanten die mühevolle Reise an, aber nur 23000 erreichen ihr Ziel an der Wolga bei Saratow, nicht weit von Stalingrad. Sehr viele kommen aus dem östlichen Hessen zwischen Darmstadt und Gießen, hessisches Deutsch prägt deshalb ihre Sprache, wenn auch ein paar Einwanderer von Mittel- und Oberrhein  und der Schweiz dazu kommen.

Auswanderungszüge von Deutschen nach Russland im 18. und 19.Jahrhundert. (Aus: Volk auf dem Weg. Deutsche in Russland und in der GUS 1763-1997. Hrsg. Landsmannschaft der Deutschen aus Rußland e.V. und Kulturrat der Deutschen aus Rußland e.V., Stuttgart 1997)

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