Umfrage: Nach wem wurdet ihr benannt?
Die Wahl eines Namens für ein Kind ist sicherlich nicht einfach. Zwei mal musste ich mich bereits entscheiden: Mein Mann und ich mussten mehrere Monate überlegen und diskutieren, bis wir die Namen unserer Töchter ausgesucht hatten.
In unseren Familien ist es Tradition, unsere Verwandte zu ehren, indem die Kinder nach den Großeltern benannt werden (in unserem Fall jeweils "nur" der zweite Vorname).
Andere Familien bevorzugen ganz exklusive Namen. Eine aktuelle Studie der Universität Leipzig belegt, dass die Deutschen ihren Kindern immer exotischere Namen verpassen, wie Amsel, Ashton-Phoenix, Camino Santiago Freigeist, Moses John Jason oder Don Armani Karl-Heinz.
Wisst ihr, woher euer Name kommt?

Familie: Top 10 Babynamen im Jahr 2012
Die beliebtesten Namen 2012 stehen schon fest - Mia und Ben führen die Vornamenhitlisten in Deutschland.
Die Seite beliebte-vornamen.de listet die TOP 10 beliebtesten Vornamen für Mädchen und Jungs im Jahr 2012:
| 1. Mia | 1. Ben |
| 2. Emma | 2. Luca (Luka) |
| 3. Hannah (Hanna) | 3. Paul |
| 4. Lea (Leah) | 4. Lukas (Lucas) |
| 5. Sophia (Sofia) | 5. Finn (Fynn) |
| 6. Anna | 6. Jonas |
| 7. Lena | 7. Leon |
| 8. Leonie (Leoni) | 8. Luis (Louis) |
| 9. Lina | 9. Maximilian |
| 10. Marie | 10. Felix |
Was berücksichtigen die Eltern, wenn sie einen Namen aussuchen? Einige von ihnen möchten die Ahnen ehren und dementsprechend bekommt das Kind den Namen eines geliebten Großvaters, von einer Großmutter oder anderen beliebten Verwandten. Darüber hinaus entscheiden sich viele Eltern bewusst für einen Namen mit einer bestimmten Bedeutung.
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Einführung in die Namenforschung
Dieses Video mag dem einen oder anderen von Euch bestimmt bekannt sein, trotzdem ist es immer wieder sehenswert. Herr Prof. Dr. Jürgen Udolph gibt in diesem 10minütigen Video eine tolle Einführung in die Namenforschung. Viel Spaß!

Tim, Tom und Co.
Ist dir schon einmal aufgefallen, dass alte deutsche Vornamen meist aus zwei Silben bestehen? Wolf-gang, Hel-mut, Hei-drun...
Die Vornamen selbst sind älter als die deutsche Sprache. Die ersten Namen folgten dem Zwei-Silben-Modell: Zwei Namensglieder wurden immer miteinander kombiniert. Dabei war die Bedeutung - anders als später bei den Familiennamen - nicht ausschlaggebend. Wichtiger war, dass der Name gut klang. Erst im 7. Jahrhundert wurden nicht-germanische Namen populär, die oft biblischen Ursprung hatten. Über die Jahrhunderte hinweg haben sich dann verschiedene Varianten herausgebildet. Aus dem hebräischen Johannes wurden z.B. Jens, Johann, John, Hans oder Hanko.

Heute dominieren kurze, oft aus dem Englischen stammende Vornamen, wie ein Blick auf die beliebtesten Namen 2010 zeigt:
1. Tim / Lea
2. Luca / Lena
3. Finn / Julia
P.S.: Meike und ich fahren gleich nach Stralsund zum 62. Deutschen Genealogentag! Wir werden morgen und Sonntag live über unsere Twitter- und Facebookaccounts von der Messe berichten. Außerdem würden wir uns freuen euch dort persönlich kennen zu lernen.
Bild: Flickr