5    Dez 20132 Kommentare

“Geschichte der Menschheit ist viel komplizierter als bisher gedacht!”

Die Stammesgeschichte des Menschen gehört zu jenen Forschungsbereichen, die in den vergangenen Jahren durch die Entwicklung neuer Techniken völlig umgekrempelt wurden. Pionier dieser Entwicklung ist der schwedische Forscher Svante Pääbo, dem es Mitte der 1980er-Jahre erstmals gelang, DNA aus ägyptischen Mumien zu extrahieren.

Künstlerische Rekonstruktion von Vertretern des Homo heidelbergensis, einer ausgestorbenen Menschenart, die vor rund 400.000 Jahren unter anderem auch im heutigen Spanien lebte. Illustration: javier trueba, madrid scientific films

Seitdem gelangen den Forschern um Pääbo, der das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig leitet, etliche sensationelle Entdeckungen: Sie konnten unter anderem die DNA von Neandertalern rekonstruieren und entdeckten allein durch die DNA-Analyse eines 40.000 Jahre alten Fingerknochens aus Sibirien einen neuen Verwandten von Homo sapiens, den Denisova-Menschen.
weiterlesen "“Geschichte der Menschheit ist viel komplizierter als bisher gedacht!”" »

12    Sep 20110 Kommentare

Der Vorfahr aller Menschen…

Ein internationales Forscherteam hatte Schädel und Skelett des Australopithecus sediba einer umfassenden Untersuchung unterzogen. Ihre Ergebnisse liefern Indizien dafür, dass Australopithecus sediba weitaus moderner war als die etwa zur gleichen Zeit lebenden Vormenschen Homo habilis und Homo rudolfensis. Gleich fünf jetzt im Fachmagazin "Science" veröffentlichte Studien weisen darauf hin, dass er ein möglicher Vorfahre unserer Gattung ist.

Skelett der rechten Hand des Vormenschen Australopithecus sediba im Vergleich zur Hand eines modernen Menschen.

"Die zahlreichen fortgeschrittenen Merkmale des Gehirns und des Körpers in Verbindung mit seinem hohen Alter machen ihn zum wahrscheinlich besten Kandidaten für den Vorfahren unserer Gattung Homo - besser noch als frühere Entdeckungen beispielsweise des Homo habilis", sagt Projektleiter Lee Berger von der University of the Witwatersrand in Johannesburg. So hätten die Fossilien Anzeichen für ein überraschend modernes, aber kleines Gehirn geliefert. Die Hand des Australopithecus sediba sei ähnlich gut entwickelt wie beim Homo sapiens. Der Vormensch habe auch ein sehr menschenähnliches Becken besessen, berichten die Forscher.
weiterlesen "Der Vorfahr aller Menschen…" »

5    Jul 20110 Kommentare

Fund in Indonesien – Homo erectus früher ausgestorben als gedacht

Der Homo erectus gilt als der Vorfahre des modernen Menschen. Der "aufrechte Mensch" war ein Fußgänger und der Erste, der systematisch auf die Jagd ging und Feuer in seinem Leben einsetzte. Bis auf seine Schädelform und das kleinere Gehirn ähnelt er in vielen Aspekten dem Homo sapiens. Lange glaubten die Wissenschaftler, der Homo erectus sei vor 500.000 ausgestorben.

In den 1930er Jahren fanden Wissenschaftler in Zentral-Java die Reste von 25.000 Säugetieren. Darunter auch die Knochen von 15 Vertretern des Homo erectus. 1996 wurde das archäologische Material datiert und das Alter mit 35.000 bis 50.000 Jahren angeben. Der Urmensch hätte demzufolge in Indonesien länger gelebt als zuvor geglaubt. Da die ältesten Funde des Homo sapiens in Indonesien etwa 40.000 Jahre alt sind, hätten sich die beiden Spezies also durchaus treffen können.
weiterlesen "Fund in Indonesien – Homo erectus früher ausgestorben als gedacht" »

Über uns  |  Kontaktieren Sie uns  |  Datenschutz  |  Weiterempfehlen  |  Support  |  Sitemap
Copyright © 2014 MyHeritage Ltd., Alle Rechte vorbehalten