11    Dez 20140 Kommentare

Die Familiengeschichte von Elsa Gregel – Teil 2

Und hier ist der zweite Teil von Elsa Gregels Familiengeschichte. Viel Spaß beim Lesen!

CHRONIK ODER GESCHICHTE DER FAMILIE „HEINRICH MAY“, UNSERER GESCHICHTE

Auf vielfaches wünschen, meiner Enkelin Renate, eine Geschichte unserer Familie zu schreiben, möchte ich es mal versuchen. Schriftliche Aufzeichnungen sind nicht vorhanden, sondern nur mündliche Überlieferungen, von Generation zu Generation, durch über zwei Jahrzehnte und mehr.

I. Teil – RUSSLAND
Unter der Regierung der Kaiserin Katharina II wurden Aufrufe erlassen an die Bauern in Süd Russland, sich in dem vor kurzem von der Türkei eroberten Gebiet der Ukraine anzusiedeln. Die Aussichten waren verlockend und folgende: Geschenk von Hofplatz und 60 Hektar Land, frei von jeglicher Steuer, und für die jungen Männer keine Militärpflicht.

Es bildeten sich auch bald Gruppen, die sogenannten „Schwabenzüge“ bereit, eine neue Heimat zu suchen. Einer von diesen Gruppen schloss sich unsere Ur-Ahne, die Witwe May mit Familie an, nachdem sie ihren Besitz, wie Mühle usw. verkauft hatte.

Die Gruppen zogen nach Konfessionen getrennt. Die Katholiken mehr nach der Wolga, die Evangelisten nach der Ukraine. Unsere Ahne und wohl noch andere Gruppen siedelten sich im Gebiet der heutigen Provinz „Ekaterineslaw“ an. So genannt zur Ehre der Zarin, wie sie später ja auch als „Katharina die Große“ in die Geschichte einging.

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12    Jul 20132 Kommentare

Geschichte: Deutschen in Russland

Wir freuen uns sehr, heute ein weiteres interessantes Kapitel der deutschen Geschichte, erzählt von Herrn Hans-Peter Geis, präsentieren zu dürfen!

Viel Spaß beim Lesen!

"Im letzten Blogpost hatte ich berichtet, dass die Habsburger Herrscher nach der Vertreibung der Türken vom Balkan Siedler aus dem deutschen Sprachraum in die neu eroberten Gebiete gelockt hatten, und das mit großem Erfolg. Davon hatte gewiss auch Katharina II. gehört, die 1762 Zarin von Russland geworden war. Sie ist ja selbst Deutsche, und so ist es nicht verwunderlich, dass sie schon ein Jahr später deutsche Siedler in ihr dünn besiedeltes Land ruft. Ihre Vorgänger hatten auch schon gute Erfahrungen mit deutschen  Fachleuten gemacht, sie hatten bereits 1652 in Moskau eine deutsche Vorstadt gegründet. Nun also sollen Deutsche das Land kolonisieren.

Im Laufe von fünf Jahren treten 30000  Bauern, Handwerker, Fabrikanten die mühevolle Reise an, aber nur 23000 erreichen ihr Ziel an der Wolga bei Saratow, nicht weit von Stalingrad. Sehr viele kommen aus dem östlichen Hessen zwischen Darmstadt und Gießen, hessisches Deutsch prägt deshalb ihre Sprache, wenn auch ein paar Einwanderer von Mittel- und Oberrhein  und der Schweiz dazu kommen.

Auswanderungszüge von Deutschen nach Russland im 18. und 19.Jahrhundert. (Aus: Volk auf dem Weg. Deutsche in Russland und in der GUS 1763-1997. Hrsg. Landsmannschaft der Deutschen aus Rußland e.V. und Kulturrat der Deutschen aus Rußland e.V., Stuttgart 1997)

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14    Okt 2011Ein Kommentar

Die “Russlanddeutschen”

"Volk auf dem Weg" lautet der Titel einer Wanderausstellung, die in Wittmund mit einem Abend der Begegnung letzte Woche in der KGS Alexander-von-Humboldt-Schule eröffnet wurde. In der Ausstellung geht es um die Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland, an dem Abend standen das Kennenlernen und Informationen im Vordergrund.

Die Geschichte der so genannten "Russlanddeutschen" begann vor rund 200 Jahren, als die ersten Einwanderer auf Wunsch der Zarin Katharina der Großen nach Russland zogen, um deutsche Siedlungen aufzubauen. Im Zuge des Zweiten Weltkrieges wurden aus den geschätzten Fachleuten in deren neuer Heimat plötzlich Feinde. Seit 1950 kehrten immer mehr von ihnen nach Deutschland zurück, viele allerdings erst nach 1990 als Spätaussiedler. Allein im Landkreis Wittmund leben schätzungsweise 1000 bis 1500, die in Russland als "die Deutschen" und nun hier als "die Russen" angesehen werden. In der Wanderausstellung soll mit Vorurteilen aufgeräumt werden.

KGS-Schulleiter Uwe Brauns (von links), die Gleichstellungsbeauftragte Karin Garlichs, die Integrationsbeauftragte Ingeborg Eckhoff sowie die Projektleiter Jakob Fischer und Josef Schleicher.

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