Die “Russlanddeutschen”
"Volk auf dem Weg" lautet der Titel einer Wanderausstellung, die in Wittmund mit einem Abend der Begegnung letzte Woche in der KGS Alexander-von-Humboldt-Schule eröffnet wurde. In der Ausstellung geht es um die Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland, an dem Abend standen das Kennenlernen und Informationen im Vordergrund.
Die Geschichte der so genannten "Russlanddeutschen" begann vor rund 200 Jahren, als die ersten Einwanderer auf Wunsch der Zarin Katharina der Großen nach Russland zogen, um deutsche Siedlungen aufzubauen. Im Zuge des Zweiten Weltkrieges wurden aus den geschätzten Fachleuten in deren neuer Heimat plötzlich Feinde. Seit 1950 kehrten immer mehr von ihnen nach Deutschland zurück, viele allerdings erst nach 1990 als Spätaussiedler. Allein im Landkreis Wittmund leben schätzungsweise 1000 bis 1500, die in Russland als "die Deutschen" und nun hier als "die Russen" angesehen werden. In der Wanderausstellung soll mit Vorurteilen aufgeräumt werden.

KGS-Schulleiter Uwe Brauns (von links), die Gleichstellungsbeauftragte Karin Garlichs, die Integrationsbeauftragte Ingeborg Eckhoff sowie die Projektleiter Jakob Fischer und Josef Schleicher.
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Doppelt hält besser!
"Ja, ist denn heut' schon Weihnachten?!" Oder sollten wir lieber sagen "Ist heut' wieder Neujahr?" DENN: heute wird in Russland wieder Neujahr gefeiert!
1917 brachte nämlich die russische Oktoberrevolution nicht nur einen Regierungswechsel, sondern führte auch zu einem allgemeinen Systemwechsel. Auch das altrussische Kalendersystem blieb nicht unverschont. In ihrem Kampf gegen die Kirche und Religion, haben die Bolschewiki das alte julianische Kalendersystem abgeschafft. In der Hoffnung, dass auch die alten Gewohnheiten und Traditionen des russischen Volkes aus dem Kollektivgedächtnis auf diese Weise gelöscht werden können. Die Rechnung ist aber nicht aufgegangen!
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Der Beginn der Farbfotografie
Passend zu unserer aktuellen Umfrage, haben wir heute etwas Schönes für das Auge! Die folgenden Fotos wurden von Sergej Michailowitsch Prokudin-Gorski, einem russischen Pionier der Farbfotografie, geschossen.
In Sankt Petersburg, Berlin und Paris studierte Sergej Chemie. Seine eigenen Forschungen resultierten in Patenten für die Produktion von Farbdias und für die Projektion von bewegten Farbbildern. Um 1905 begann er das Vorhaben, mit Hilfe seiner Erfindungen, das gesamte russische Reich in Farbaufnahmen systematisch zu dokumentieren. Die Farbaufnahmen sollten unter anderem für die Erziehung von Kindern verwendet werden, um sie über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des russischen Reiches zu unterrichten.
Sergejs Fotografien sind ein sehr bedeutendes geschichtliches Zeugnis des russischen Reiches kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Seine Motive reichen von mittelalterlichen Kirchen und Klöstern des alten Russlands bis hin zu Eisenbahnlinien und Fabriken der damals modernen russischen Industrie. Die komplette Sammlung seiner Fotografien wurde von der Library of Congress der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
