1    Okt 20100 Kommentare

Türkische Familiennamen

Die Türkei weist unter den Gesichtspunkten der Ahnenforschung einige interessante Besonderheiten auf. So wurden die Nachnamen (Familiennamen) in der Türkei erst durch Mustafa Kemal Atatürk, den Gründer des neuen türkischen Staates und der Republik, am 21. Juni 1934 mit einem neuen Gesetz eingeführt, welches die Türken dazu verpflichtete, sich Nachnamen entsprechend dem europäischen Vorbild zuzulegen.

Hagia SophiaVor der republikanischen Ära trugen die Personen in der Gesellschaft statt Nachnamen ihre religiösen, sozialen, familiären und beruflichen Titel, wie z.B. „Ahmet Pasha“, „Ahmet Hoca“ oder “Vezir-i Azam“ (der Großvezir) oder sie wurden nach ihren informellen Status genannt, wie zum Beispiel "Ahmet Bey" (Herr Ahmet), "Aysel Hanım" (Frau Aysel) oder "Mehmet Efendi“ (Herr Mehmet).

Diese Titel haben sie auch im zivilen Leben gehalten. Ein „Pasha“, Titel der höchsten Beamten und Militärs im osmanischen Reich, wurde niemals in seinem zivilen Leben als „Bey“, also "Herr" angesprochen. Das führte in der Gesellschaft zur Differenzierung und verursachte bei den amtlichen Formalitäten wie Wehrdienst und beim Personenstandsamt ein Durcheinander.
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