18    Sep 20130 Kommentare

Ausstellung zu Anne Franks Familie

Jedem ist wohl die Geschichte der Anne Frank bekannt: sie hat sich während der NS-Zeit mit ihrer Familie in einem Hinterhaus in Amsterdam versteckt und dort ihr berühmtes Tagebuch geschrieben. 1944 wurde sie entdeckt und ins Vernichtungslager Auschwitz gebracht. Anne Frank starb 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen im Alter von gerade mal 15 Jahren.

Nun will das Jüdische Museum in Frankfurt im Herbst in einer Kabinettausstellung, Teile des Nachlasses der Vorfahren von Anne Frank  präsentieren. "Wir sind gerade dabei, die ersten Objekte der Sammlung zu bekommen", sagte Museumsdirektor Raphael Gross der Nachrichtenagentur dpa. "Die 400-jährige Geschichte der Franks wird damit in Frankfurt erforscht und ausgestellt."

Der Nachlass der Familie, die die Stadtgeschichte Frankfurts jahrhundertelang prägte, umfasst neben einem Archiv etwa 1.000 Exponate aus Basel, darunter Gemälde, Möbel, Briefe und Erinnerungsstücke.

Der Familiennachlass wird als Dauerleihgabe im Jüdischen Museum Frankfurt aufbewahrt, ausgestellt und für die Forschung zugänglich gemacht. Besucher bekommen die Stücke der Familie Frank-Elias in größerem Umfang aber erst in einigen Jahren zu sehen, weil das Museum erweitert wird, um Platz für das "Familie Frank Zentrum" zu schaffen. Bis 2017 soll es für rund 50 Millionen Euro vergrößert werden.

Mehr Informationen erhaltet ihr auch direkt auf der Seite annefrank.de.

29    Sep 20110 Kommentare

Rosh ha-Shana!

Unsere Kollegen in unserem Hauptsitz in Israel feiern heute Neujahr. Die Mischna legt dieses Fest als Jahresbeginn und für die Berechnung von Kalenderjahren fest. Der Jahresbeginn wird nach dem jüdischen Kalender am 1. Tischri gefeiert und fällt nach dem gregorianischen Kalender in den September oder in die erste Oktoberhälfte. In Israel befinden sich die Menschen jetzt aber nicht im Jahre 2011, sondern (nach hebräischem Kalender) im Jahre 5772!

Das Neujahr heißt auch nicht Neujahr, sondern auf Hebräisch Rosh ha-Shana, „Kopf des Jahres“. Vieles ist anders und auch sehr süß: zum Festmahl gehören z.B. Apfelstücke, die in Honig getunkt werden, damit es ein süßes Jahr wird. Honigkuchen gibt es auch noch! Außerdem werden die Kerne von Granatäpfeln gegessen. Es heißt, in einem Granatapfel seien 613 Kerne, das entspräche der Anzahl der Ge- und Verbote, die gläubige Juden befolgen müssen, die sogenannten Mitzwot.

Rosh ha-Shana ist mehr als nur der Beginn des neuen Jahres. Es ist der erste von zehn Bußtagen, den Jamim Noraim („ehrfurchtsvolle Tage“). Auch interessant: zum ersten Neujahrstag werfen viele Menschen Brotkrumen oder Steinchen ins Wasser, um symbolisch ihre Sünden abzustreifen.

Andere Länder, andere Sitten und daher sagen wir "Shana Tova" (ein gutes Jahr). :-)

2    Sep 20110 Kommentare

Ausstellung zum Europäischen Tag der Jüdischen Kultur

Am Sonntag, 4. September, eröffnet der Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach in seinem Domizil im Blauen Haus eine Ausstellung, die an das Leben jüdischer Familien erinnert, die über viele Generationen hinweg in der Münsterstadt zu Hause waren.

"Was blieb? – Zeugnisse jüdischen Lebens" heißt die Ausstellung, präsentiert werden Objekte und Dokumente aus früheren jüdischen Haushalten in Breisach. Seit Bestehen des Blauen Hauses als Gedenk- und Begegnungsstätte hat der Förderverein diese Erinnerungsstücke gesammelt, die ihm zur Aufbewahrung zur Verfügung gestellt wurden. Sie kamen von Nachfahren ehemaliger Juden aus Breisach oder wurden von Bürgern der Münsterstadt dem Blauen Haus geschenkt: Bücher, Fotos, amtliche und private Dokumente, religiöse Objekte, Geschirr, Tischsilber und Kunsthandwerk.

Historische Fotos aus Breisacher jüdischen Familien zeigt die Ausstellung, die am Sonntag im Blauen Haus in Breisach zu sehen ist.

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17    Mai 20110 Kommentare

Buch-Tipp: Das Erbe meiner Mutter

Ruth Seelig erzählt in ihrem Buch „Das Erbe meiner Mutter“ aus ihrer jüdisch-deutschen Lebensgeschichte. Es soll helfen, die Minderwertigkeitskomplexe und die depressive Struktur jüdischer Menschen zu besiegen. Derer, die überlebt haben.

Die Idee kam ihr, als sie merkte, dass die Suche nach den Hinterbliebenen ihr Lebensinhalt geworden war. „Ich schreib das für die Familie auf", dachte sich Ruth Seelig, und meinte, dass dann alle darüber glücklich sein würden. Sie recherchierte mit ihren Schwestern zahlreiche Dokumente: „Es ist so viel zusammen gekommen“, dass daraus ihr erstes Buch wurde.


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