27    Feb 20130 Kommentare

Filmtipp: Quellen des Lebens

Anfang Februar feierte "Quellen des Lebens" - ein Film von Oskar Roehler - seine Premiere in Berlin.

Der Film erzählt mitreißend, bewegend und mit viel Humor die Geschichte von Robert Freytag und seiner Familie über drei Generationen - und damit zugleich die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, von den braunen bis zu den Flower Power Zeiten.

Die Rückkehr von Roberts Großvater Erich aus der Kriegsgefangenschaft löst bei seiner Familie in der fränkischen Provinz der 50er Jahre nicht nur Freude aus, denn niemand hat mit seiner Ankunft gerechnet. Schon bald aber wird Erich mit seiner Gartenzwerg-Fabrik ein Teil des deutschen Wirtschaftswunders. Sohn Klaus wiederum, literarisch eher wenig begabt, träumt während des gesellschaftlichen Umbruchs der 60er Jahre von einer Schriftstellerkarriere. Er verliebt sich in die hochtalentierte und aus wohlhabendem Elternhaus stammende Gisela, die selbst zu einer bedeutenden Literatin wird.

Ihr gemeinsames Kind Robert will dabei nicht so recht in die Pläne und Träume der 68er Boheme in West-Berlin passen und so schicken die Eltern Robert auf eine lange Odyssee durch die eigene Familie und die unterschiedlichsten Orte der Republik, die erst zu Ende ist, als Robert als junger Erwachsener seine große Jungendliebe wiederfindet.

Oskar Roehlers melancholisch-ironische Familiengeschichte basiert auf seinem autobiographischem Roman "Herkunft" und entführt den Zuschauer in die Welt der alten Bundesrepublik und Westberlins, zwischen Gartenzwerg, Käseigel und Italienreise. Quellen des Lebens zeigt uns sehr amüsant, wie wir wurden, was wir sind.

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15    Feb 2012Ein Kommentar

Umfrage: Das Wichtigste an der Ahnenforschung ist für mich…

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Wir freuen uns auf eure Antworten.


7    Jul 20100 Kommentare

Ein Dorf mit genetischem Fingerabdruck?

Kann man anhand eines Genprofils den Wohnort seiner Vorfahren bestimmen? Klingt eigenartig, aber könnte vielleicht wirklich mal so sein! Jim Wilson, von der Universität Edinburgh und seine Mitarbeiter wagten es, die Herkunft einzelner Bewohner durch einen Gentest zu erraten. In Wilson's Studie im European Journal of Human Genetics genügte ein einfacher Gentest, um die Herkunft von Dorfbewohnern zu bestimmen.

Gerade in den regenreichen Inseln vor Schottland oder in den einsamen Tälern der italienischen Alpen lebte die Bevölkerung bis in die jüngste Vergangenheit zurückgezogen, mit wenig Kontakt zur Außenwelt. Man verheiratete sich bevorzugt mit Menschen aus dem gleichen Dorf oder der unmittelbaren Nachbarschaft. Die Folge: eine gewisse genetische Homogenität. Frühere Studien hatten gezeigt, dass nicht alleine der Dialekt von Dorf zu Dorf leicht variiere. Auch das Erbgut unterscheide sich sehr. So wettete Wilson, dass er die Herkunft der Bewohner erraten könne.

Voraussetzungen der Wette: Bei den Studienteilnehmern mussten alle vier Großeltern aus ein und demselben Dorf stammen. Außerdem durfte dieses nicht mehr als 8 bis 30 km von dem jetzigen Wohnort des Nachfahren entfernt sein.

Ergebnis: Bei den Bewohnern des italienischen Alpentals konnte er zu 100 Prozent die Herkunft vorhersagen. Bei den schottischen Inselbewohnern betrug die Trefferquote 96 Prozent!

Wilson wagt nun die nächste Vorhersage: auch für Städter wird man zukünftig, mithilfe eines Genprofils, den Wohnort ihrer Vorfahren bestimmen lassen können.

Na, da sind wir ja schon mal gespannt!

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