21    Aug 20130 Kommentare

Auswanderung – für kurze Zeit oder für immer – in benachbarte Länder

Für kurze Zeit oder für immer - warum sind eure Vorfahren ausgewandert? Haben sie gehofft, dass sie nach ein paar Jahren wieder zurück wären? Oder haben sie tatsächlich geplant, sich für immer im Ausland niederzulassen?

Heute im Blog schreibt Hans-Peter Geis über die Gründe, warum die Deutschen in die Nachbarländern auswandern.

"Wenn die Menschen sich in fernen Ländern niederlassen, so mag ein wenig Abenteuerlust mitschwingen, aber wenn viele für kurze Zeit als Wanderarbeiter in benachbarte Länder ziehen – oft gehen sie zu Fuß über 100 km -, dann treibt die reine Not sie dazu. Aber trotzdem sind wohl einige hängen geblieben. Wie meine Tante – sie trieb nicht die Not, sie war Musikerin -  die sich in einen Musiker des Amsterdamer Concertgebouw-Orchester verliebte und ihn heiratete. So entdeckt vielleicht auch der eine oder andere von euch ebenfalls eine Verbindung nach Holland.

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23    Apr 20130 Kommentare

Familienforschung: Auswanderung aus religiösen Gründen + VERLOSUNG

Heute ist der Welttag des Buches, ein von der UNESCO eingerichteter Feiertag für das Lesen, für Bücher und für die Kultur des geschriebenen Wortes. Passend dazu haben wir heute einen Blogpost von dem Buchautor Herrn Hans-Peter Geis, der heute über Auswanderung aus religiösen Gründen erzählt, und eine Verlosung!

Wir werden einem von euch eine Daten-Mitgliedschaft von MyHeritage schenken. Um zu gewinnen, müsst ihr nur antworten:  Wie kann eine Daten-Mitgliedschaft meiner Ahnenforschung helfen? Die beste Antwort gewinnt! Ihr habt bis Sonntag Zeit: Am Montag geben wir den Gewinner hier im Blog bekannt. Viel Glück und viel Spaß!

"In den Blogposts bisher hatten wir von den Zügen überwiegend deutscher Auswanderer in Richtung Osten gehört. Sie waren in nähere und fernere Länder gezogen, weil sie dort einen eigenen Hof bekommen konnten, weil sie dort – jedenfalls für eine Weile - keine Abgaben leisten mussten, und weil sie sich mehr Freiheiten erhofften. Zweite und dritte Söhne und die Töchter von Bauern konnten auf diese Weise eine Familie gründen, während sie zu Hause höchstens als Knechte und Mägde Arbeit gefunden hätten, weil der Hof an den ältesten Sohn ging. Obwohl: Im neuen Land einen eigenen Hof zu bekommen, das war zunächst einmal ganz harte Arbeit, um das dazugehörige Stück Land urbar zu machen. Wie hart das war, das hat uns der große norwegische Dichter Knut Hamsun in seinem Roman „Segen der Erde“  („Markens Gröde“) eindrucksvoll nahe gebracht (auch wenn der Roman in einer viel späteren Zeit spielt). Dafür hat er mit recht 1920 den Nobelpreis für Literatur erhalten.

Die Ostwanderung deutscher Siedler endet um 1350. Damals wütet in ganz Europa die Pest, in Wellen kommt sie wieder bis zum Jahr 1439. 1346 trifft sie als erstes die Mongolen, 1349/50 kommt sie zu uns. Flöhe auf der Ratte übertragen die Pestbakterien – die Menschen ahnen damals noch nicht, dass es so etwas wie Bakterien gibt. Kein Beten, kein Gottesdienst, keine Geißelei, kein Aderlass, kein Räuchern hilft dagegen. So viele sterben, dass in einem breiten Streifen, der sich vom Südwesten Deutschlands bis an die Oder erstreckt,  schließlich bis zu über 40 Prozent der Dörfer verlassen sind. Kein Wunder, dass niemand mehr in Richtung Osten zieht. Es ist die größte Katastrophe in Europa nach der Römerzeit.

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7    Jan 2013Ein Kommentar

Deutsche Geschichte: Die Wanderlust unserer Vorfahren

Heute im Blog begrüßen wir wieder ganz herzlich Herrn Hans-Peter Geis, der bereits über seine Familienforschung hier im Blog berichtet hat. Diesmal erzählt er uns von den Germanischen und Slawischen Stämmen in Mitteleuropa und wie die deutsche Sprache Menschen verbindet, unabhängig davon, wo diese Menschen geboren wurden.

Viel Spaß beim Lesen!

"Mein Buch heißt „Bauer Bürger Arbeitsmann“ und im Untertitel „Geschichte der Menschen deutscher Sprache“.  Warum das? Warum nicht „Deutsche Geschichte“ oder „Geschichte der deutschen Menschen“?  Deutsch oder Dialekte des Deutschen  spricht (oder sprach) man nicht nur in Deutschland und Österreich, sondern auch in fast allen Ländern, die um Deutschland und Österreich herum liegen. Dazu kommen verschiedene Länder der früheren Sowjet-Union und in Amerika. Alle diejenigen, die deutsch sprechen, haben gemeinsame Wurzeln und haben somit bis zu einem gewissen Zeitpunkt auch eine gemeinsame  Geschichte, doch sie sind keine Deutschen mehr. Aber sie verbindet die gemeinsame Sprache.

Das Leben dieser Menschen verfolge ich in meinem Buch, nicht die Geschichte der Staaten, in denen sie lebten, denn ich habe ja keine politische Geschichte geschrieben sondern eine der Menschen. Sie waren von jeher sehr wanderfreudig. Bis zu den Auswanderungswellen nach Amerika waren es oft Herrscher (eigene und fremde), welche die Menschen dazu brachten ihre Heimat zu verlassen. Und die Herrscher bestimmten natürlich ebenfalls die Lebensbedingungen im eigenen Land. Deshalb kommen auch sie in meinem Buch vor, aber sie sind für mich nicht die Hauptpersonen wie in den üblichen Geschichtsbüchern.

Die Wanderlust haben wir wohl schon von unseren Vorfahren, den Germanen, mitbekommen. Im Jahr 120 v. Chr. brechen die Kimbern und Teutonen vom mittleren Dänemark aus auf, um neues Siedlungsland zu finden. 19  Jahre lang ziehen sie mit Frauen und Kindern durch Mittel- und Westeuropa. Sie bringen Unruhe in die Länder, durch die sie ziehen, bis nach Italien und Spanien, bis die Römer sie in zwei großen Schlachten völlig vernichten. So vermelden die Römer. Es ist der erste Bericht über eine solche Wanderung. Von da an berichten uns die Römer immer wieder von germanischen Stämmen, gegen deren Wanderlust sie sich stemmen, bis das Römerreich ab 375 n. Chr. von Goten, Langobarden, Wandalen, Sueben und Franken und anderen vollständig überrollt wird. All dies ist keine „deutsche“ Geschichte, höchstens eine Vorgeschichte.

Züge der Kimbern und Teutonen 120-101 v.Chr. von Dänemark aus durch Europa. Noricum entspricht etwa dem heutigen Österreich (aus Krüger, B.: Die Germanen. Geschichte und Kultur der germanischen Stämme in Mitteleuropa. Berlin 1976/83)

Germanische Stämme in Mitteleuropa zwischen 100 vor und 150 nach Christus mit den Namen, die ihnen die antiken Autoren (auf Lateinisch) gegeben haben. Im grauen Feld wohnten keine Germanen (Aus Jankuhn, H.: Vor- und Frühgeschichte vom Neolithikum bis zur Völkerwanderungszeit. Deutsche Agrargeschichte I. Stuttgart 1969).

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17    Dez 20120 Kommentare

Und der Gewinner ist…

... Die Nummer 4! Aber bevor ich verrate, wer die Nummer 4 ist, möchte ich erklären wie wir die Teilnehmer validiert haben.

Wir sind folgendermaßen vorgegangen: Zuerst haben wir eine Liste mit allen Teilnehmern vom Blog (8 Nutzer, doppelte Einträge dort wurden nicht berücksichtigt) erstellt, danach ergänzt um die Teilnehmer von Facebook (ebenfalls 8 Nutzer, doppelte Einträge wurden auch hier nicht berücksichtigt). Am Ende haben wir den Personen, die unseren Blogpost mit Freunden bei Facebook geteilt haben, jeweils noch einen Eintrag gewährt. Es waren dann insgesamt 26 Teilnehmer, in dieser Reihenfolge.

Random.org hat dann automatisch eine Nummer gezogen. Aber wer ist die Nummer 4? Wie oben beschrieben, waren die ersten Teilnehmer auf unsere Liste diejenigen, die im Blog kommentiert haben.

Wenn wir uns die Kommentare vom Blog ansehen, dann sehen wir die Person, die an der 4. Stelle kommentiert hat. Und es ist: Babette!

Herzlichen Glückwunsch!

Morgen werden wir Babette per E-Mail kontaktieren, damit ihr Weihnachtsgeschenk noch rechtzeitig eintrifft!

Bei allen, die teilgenommen haben, bedanken wir uns herzlich und... morgen gibt es eine weitere Aktion! Vielleicht habt ihr morgen mehr Glück?

11    Dez 201213 Kommentare

Verlosung: Bauer, Bürger, Arbeitsmann

Hans-Peter Geis

Wir alle kennen schon Herrn Geis, der seine spannende Familiengeschichte in 3 Teilen hier im Blog erzählt hat.
Von daher freue ich mich sehr, Herrn Geis hier im Blog wieder begrüßen zu dürfen! Er hat sich bereit erklärt, mehr über Geschichte und Ahnenforschung zu erzählen und uns wertvolle Tipps zu geben, so dass wir mit unserer eigenen Familienforschung vorankommen. Zum Beispiel: Wisst Ihr, warum in manchen Teilen Deutschlands am Anfang des 19. Jahrhunderts Geburts- und Heiratsurkunden auf Französisch geschrieben wurden? Habt ihr selber solche Urkunden zuhause?

"In meinen drei Blogposts habe ich bisher darüber geschrieben, wie ich mich mit meinen Vorfahren beschäftigt habe. Ich habe versucht, den einzelnen als Menschen näher zu kommen, indem ich auf dem Stammbaum jeden seinen Platz mit Bild habe finden lassen. Und dann habe ich die Orte an der Lahn und in Ostpreußen besucht, wo einige von ihnen gelebt haben.

Einiges würde ich gerne noch tun: Wo die Geise herkamen, war vielleicht ein Kloster, es mag dem großen Schlachtfest zum Opfer gefallen sein, das die acht führenden Fürsten des Reichs 1803 unter dem Eindruck Napoleons veranstalteten. Vielleicht sind ja von dem Kloster ein paar Akten übrig geblieben, in denen auch mal Vorfahren von mir erwähnt werden. Und dann ist da der Ort in Polen, wo vielleicht der Bruder meines Vaters begraben ist. Ich weiß noch gut, wie enttäuscht meine Großmutter war, dass er – damals, am Anfang des ersten Weltkrieges – so einfach verschwunden war. Den Ort möchte ich gerne noch besuchen.

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