3    Aug 20134 Kommentare

Interview mit Dirk Weissleder – Teil 2

Am Mittwoch hatten wir den ersten Teil unseres Interviews mit Herrn Dirk Weissleder. Heute erzählt er uns mehr über seine Arbeit als Vorsitzender der DAGV und über seine eigene Familiengeschichte.

MH- Herr Weissleder, Sie sind Vorsitzender der Deutschen Arbeitsgemeinschaft genealogischer Verbände e.V. (DAGV) und Präsident des Bundes der Familienverbände e.V. (BdF). Was sind die Aufgaben dieser Verbände?

DW- Beides sind Dachverbände auf dem Gebiet der Familiengeschichtsforschung. Die DAGV ist der Dachverband der genealogischen Vereinigungen in Deutschland, der BdF ist Dachverband der Familienarchive, Familienverbände, Familienstiftungen.

MH- Was sind die Ziele des DAGV und BdF?

DW- Die DAGV ist die Interessenvertretung aller Genealoginnen und Genealogen in Deutschland, organisiert in Vereinigungen oder nicht. Der BdF ist das Netzwerk der Familienpflege, d.h. wir unterstreichen die Bedeutung der Familie innerhalb der Familiengeschichtsforschung.

MH- Welche Vorteile bringen die Verbände, die Sie vertreten, für die Hobby-Genealogen?

DW- Der Vorteil liegt für alle Genealogen darin, dass wir uns um Gehör in der Öffentlichkeit bemühen, weil wir deutlich machen, wie wichtig unsere Arbeit für die Gesellschaft ist.

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31    Jul 20130 Kommentare

Interview mit Dirk Weissleder

Dirk Weissleder ist 1969 geboren, hat eine Tochter und einen Sohn und ist hauptberuflich Unternehmensberater. Seit 1982 betreibt er Ahnenforschung. 1987 gründet er das Familienarchiv Weissleder und 1991 den Familienverband Weissleder, u.a. mit Verbindungen in die USA. Seit 2007 ist er der Präsident des Bundes der Familienverbände e.V. (BdF) und seit 2012 Vorsitzender der Deutschen Arbeitsgemeinschaft genealogischer Verbände e.V. (DAGV). Außerdem ist er der Autor des genealogischen Blogs Forum-FamilienGeschichte.de

MyHeritage- Herr Weissleder, Sie sind aktuell das "Gesicht der Genealogie in Deutschland". Wie ist Ihr Interesse für die Ahnenforschung überhaupt entstanden?

Dirk Weissleder - Die Genealogie in Deutschland hat natürlich viele verschiedene Gesichter, nämlich jeden einzelnen, der als Genealoge aktiv ist. Richtig ist aber, dass jede Interessengruppe anhand eines Gesichtes Wiedererkennungwert besitzen muss, um wahrgenommen zu werden. Wenn ich hierbei für die Interessen der Genealogie hilfreich sein kann, bin ich stolz darauf.

Mein Interesse an Ahnenforschung entstand bereits im Geschichtsunterricht, weil man hierüber einen sehr individuellen Zugang zur Geschichte insgesamt findet. Ahnenforschung finde ich als Begriff übrigens zu kurz gegriffen. Familiengeschichtsforschung trifft es da besser, weil man nicht nur seine Vorfahren, sondern auch alle anderen Mitglieder seiner Familie und historischen Familien erforschen soll. Geschwister, Onkel und Tanten sind keine Vorfahren, gehören aber doch dazu.

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28    Jul 2013Ein Kommentar

Umfrage: Wurde in eurer Familie etwas wirklich Unerwartetes entdeckt?

Während unserer Familienforschung entdecken wir manchmal Dinge, die völlig unerwartet sind. Nur als kleines Beispiel haben wir hier im Blog schon über unsere Country Managerin aus Schweden berichtet, die entdeckt hat, das ihr Vater zwei Halbbrüder hatte, als die durch einen Stapel von alten Dokumenten gesucht hat.

Manchmal hören wir auch von anderen Genealogen, die plötzlich Verwandte im Ausland finden, obwohl sie immer geglaubt hatten, dass ihre Ahnen nie ausgewandert seien.

Andere Nutzer erzählen uns etwas überrascht, dass eine einzige Person dann doch in zwei Bereichen des Stammbaums auftauchen, weil es sich herausstellte, dass zwei Verwandte einander geheiratet haben.

Und was ist in eurer Familie schon passiert, das ihr niemals vermutet hättet?


Wenn ihr uns davon berichten wollt, was ihr unerwartetes entdeckt habt, dann bitte unten in den Kommentaren!

4    Jun 20134 Kommentare

Mutterlinie und Seitenlinie bei der Ahnenforschung

Vor knapp 3 Wochen war ich in Bremen beim 7. Tag der Familiengeschichte. Die Veranstaltung wurde von dem Bund der Familienverbände e. V. (BdF) in Kooperation mit der Deutschen Arbeitsgemeinschaft genealogischer Verbände e. V. (DAGV) und der Maus unter dem Motto Auswanderer in die Neue Welt und ihre Verwandten organisiert.

Es war eine sehr schöne Veranstaltung, die den Interessenten die Möglichkeit gab, sich über die Arbeit der Genealogen zu informieren und zu eigenen Aktivitäten zu motivieren. Außerdem fand ich sehr spannend, mehr über die Zukunft der Auswandererforschung zu erfahren, was in einer Gesprächsrunde diskutiert wurde.

Besonders interessant fand ich die Diskussion um die "Seitenlinie" und wie sich das Konzept von Ahnenforschung je nach Land unterscheidet. Wir Deutschen tendieren stark dazu, nur die Männerlinie, also die namensgebende Linie der Familie zu erforschen. Die weibliche Linie wird also unterschätzt. Ebenso die Seitenlinie.

Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass die meisten weiblichen Linien vor mehr als 200 Jahren irgendwann enden, da man oftmals nur noch liest: "Hans Meyer und seine Frau Emma", denn sehr oft steht der Mädchenname der Mutter nicht in den Urkunden.

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16    Dez 20120 Kommentare

3 Tipps, um Familienforschung während der Weihnachtszeit zu betreiben

Jetzt, während der Weihnachtszeit, ist die Zeit, um darüber nachzudenken, wie man das Beste aus den kommenden Familientagen herausholen kann. Wie können wir das Weihnachtsfest nutzen, um Ahnenforschung zu betreiben?

Ob ihr euren Stammbaum mit mehr Informationen füllen oder die jüngere Generation in der Familienforschung einbeziehen möchtet, oder sogar wenn ihr eurer Genealogie eine neue Dimension verleihen möchtet, hier unten sind drei einfache Vorschläge, wie ihr die kommenden Familientreffen nutzen könnt, um bei der Forschung voran zu kommen.

1. Sich mit den Verwandten über ein Objekt austauschen.
Familiengegenstände sind ein wunderbares Werkzeug, um die Geschichte der Familie zu dokumentieren und zu verstehen. Versucht mal eure Verwandte zu ermutigen, neben Kaffee und Kuchen auch Geschichte untereinander zu teilen. Man könnte so vorgehen: Zuerst etwas anfassbares vorzeigen, der als Auslöser für ein tolles Gespräch fungieren kann. Man könnte z.B. Schmuck, einen Brief oder eine Postkarte, ein Foto oder ein altes Rezept präsentieren und der Austausch kann beginnen.

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26    Aug 2010Ein Kommentar

Interview mit Rafał T. Prinke

(Dieses Interview ist eine Übersetzung aus dem Polnischen. Das Original findet ihr hier.)

Rafał T. Prinke

Rafal T. Prike ist am 18. Januar 1955 in Posen geboren und ist einer der wichtigsten polnischen Genealogen. Sein Interesse an der Familienforschung entstand durch die Nutzung diverser genealogischer PC-Programme. Er studierte englische Philologie an der Adam Mickiewicz Universität in Posen, wo er 1977 graduierte. Im Jahre 2000 machte er am Geschichtsinstitut der Adam Mickiewicz Universität seinen Doktortitel. Mit seiner Frau Katarzyna Prinke (geb. Wejchan) hat er zwei Kinder, Michał und Stanisław. Ziemlich interessant für Neulinge auf dem Gebiet der Ahnenforschung durfte der Leitfaden sein, den Rafal veröffentlicht hat. Für alle die ihre polnischen Wurzeln erforschen wollen, kann diese Quelle sehr hilfreich werden.

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