20    Apr 20120 Kommentare

Eisbären sind älter als gedacht

Eisbären sollen etwa vier- bis fünfmal so alt sein wie bisher vermutet. Ihre Vorfahren lebten bereits vor etwa 600.000 Jahren. Davon geht ein internationales Team um die Frankfurter Wissenschaftler Frank Hailer und Axel Janke aus. Die Forscher haben das Erbgut von Braun- und Eisbären mit einer genaueren Methode als bislang geschehen verglichen.

Ursus maritimus war der heimliche Star unter Evolutionsbiologen: Unfassbar schnell, so glaubten Forscher, hatte sich der Eisbär den eisigen Gegebenheiten der Arktis angepasst. Rund 150.000 Jahre hätte er dafür gebraucht, sich von seinem nächsten Verwandten dem Braunbären zu trennen. Evolutionsgeschichtlich kaum mehr als ein Wimpernschlag. Andere Säugetierverwandtschaften mühten sich rund eine Million Jahre. Frank Hailer und sein internationales Forscherteam haben den Mythos vom Polarbären als Meister der Anpassung nun widerlegt.
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23    Feb 2012Ein Kommentar

Die Männer sterben doch nicht aus!

Männer werden aller Voraussicht nach nicht aussterben! Das für sie spezifische Y-Chromosom geht einer Erbgutanalyse zufolge doch nicht langsam zugrunde - wie zuvor von einigen Experten vermutet. Tatsächlich habe es bei den Vorfahren des Menschen in der Evolution mehrfach einen rapiden Genverlust auf dem Chromosom gegeben, schreiben US-Forscher im Fachblatt "Nature".

Der Mensch besitzt 46 Chromosomen in den Kernen seiner Zellen. 44 dieser Chromosomen treten jeweils als Paar auf, die beiden übrigen sind die Geschlechtschromosomen X und Y. Das Y-Chromosom kommt nur bei Männern vor, es trägt viele Gene, die für die Ausbildung männlicher Merkmale verantwortlich sind. Gene, die auf dem Y-Chromosom liegen und abhanden kommen, sind verloren.
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15    Jul 20110 Kommentare

Genanalysen schreiben Menschheitsgeschichte

Wann, wo und wie viele Menschen einst vor Jahrtausenden auf der Erde lebten, ist spannend und heute nicht mehr ganz leicht herauszufinden. Anhand von Sequenzvergleichen einzelner Genome von Asiaten, Europäern und Afrikanern modellierten Forscher jetzt die Menscheitsgeschichte aber genauer als je zuvor. Sie kommen unter anderem zu dem Schluss, dass die Menschheit sich auch nach dem Auszug aus Afrika vor etwa 60 000 Jahren weiter weltweit untereinander vermischte. Die Out-of-Africa-Pioniere blieben also in Kontakt mit der alten Heimat – oder deren Bewohner mit den Exilanten.

Solche Schlussfolgerungen über die Menschenpopulationen der Vergangenheit gelingen Wissenschaftlern durch den Vergleich heutiger Gensequenzen von Menschen möglichst unterschiedlicher Herkunft. Anhand der dabei entdeckten Unterschiede erstellen sie dann eine Genealogie, küren die jeweils letzten gemeinsamen Vorfahren und eichen den Stammbaum schließlich zeitlich, indem sie die durchschnittliche Mutationsgeschwindigkeit des Genoms schätzen.
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