5    Dez 20132 Kommentare

“Geschichte der Menschheit ist viel komplizierter als bisher gedacht!”

Die Stammesgeschichte des Menschen gehört zu jenen Forschungsbereichen, die in den vergangenen Jahren durch die Entwicklung neuer Techniken völlig umgekrempelt wurden. Pionier dieser Entwicklung ist der schwedische Forscher Svante Pääbo, dem es Mitte der 1980er-Jahre erstmals gelang, DNA aus ägyptischen Mumien zu extrahieren.

Künstlerische Rekonstruktion von Vertretern des Homo heidelbergensis, einer ausgestorbenen Menschenart, die vor rund 400.000 Jahren unter anderem auch im heutigen Spanien lebte. Illustration: javier trueba, madrid scientific films

Seitdem gelangen den Forschern um Pääbo, der das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig leitet, etliche sensationelle Entdeckungen: Sie konnten unter anderem die DNA von Neandertalern rekonstruieren und entdeckten allein durch die DNA-Analyse eines 40.000 Jahre alten Fingerknochens aus Sibirien einen neuen Verwandten von Homo sapiens, den Denisova-Menschen.
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14    Jun 20124 Kommentare

Umfrage: Wie alt warst du als du Papa geworden bist?

Das Erbgut von Spermien ändert sich im Laufe des Lebens eines Mannes. Es entwickelt einen DNA-Code, der zu einer längeren Lebensdauer führt - eine Eigenschaft, die der Vater seinen Kindern weitergibt.

Ein Team aus US-Amerikanischen Forschern kam zu dieser Verbindung nach einer DNA-Analyse von 1779 jungen Erwachsenen.

Experten wissen seit einiger Zeit, dass die Lebensdauer auf die Länge der Telomere, bekannt als Strukturen, die am Ende der Chromosomen sitzen, zurück zu führen sind. Im Allgemeinen bedeutet ein kürzeres Telomere auch eine kürzere Lebenserwartung. DieTelomere schützen die chromosomalen Enden vor Schäden. Aber in den meisten Zellen verkürzen sie sich mit dem Alter, bis die Zellen nicht mehr in der Lage sind sich zu replizieren.

Wissenschaftler haben jedoch herausgefunden, dass in Spermien die Telomere sich mit zunehmendem Alter verlängern. Und da die Männer über ihre Spermien ihre DNA an die Kinder weitergeben, können diese langen Telomere von der nächsten Generation vererbt werden.

Wie sieht es denn bei euch aus, liebe Väter: wie alt wart ihr, als ihr Väter geworden seid?


14    Jul 20110 Kommentare

Ungleiche Zwillinge

Der genetische Code galt lange als einziger Ursprung der Eigenschaften eines Lebewesens. Doch seit einigen Jahren verdichten sich zunehmend die Beweise, dass auch andere Faktoren diese Entwicklung beeinflussen und sogar in nachfolgenden Generationen noch Auswirkungen haben. Einen solchen sogenannten epigenetischen Effekt haben nun kanadische Forscher bei Bäumen beobachtet: Genetisch gleiche Sorten von Pappeln, deren Vorfahren allerdings aus verschiedenen Baumschulen stammen, reagieren unterschiedlich auf Wassermangel.

Malcolm Campbell von der University of Toronto und seinen Kollegen zufolge haben die Umweltbedingungen an den jeweiligen Herkunftsorten die Umsetzung der pflanzlichen Erbinformation nachhaltig beeinflusst. Die Forscher vergleichen dies mit einem Effekt, der auch von eineiigen Zwillingen beim Menschen bekannt ist: Trotz gleichen Erbguts können sich ihre Eigenschaften stark unterscheiden, besonders wenn sie getrennt voneinander aufgewachsen sind.
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