17    Feb 20110 Kommentare

Er wollte nur wissen, wie alt sein Haus ist – so fing die Forschung an

Herr Bartikowski

In der Wetterau (Hessen) liegen die "drei Seemen". Gemeint sind damit die Orte Nieder-, Mittel- und Oberseemen. Hier gibt es einen einen aktiven Arbeitskreis, der die Geschichte dieser Ortschaften erforscht, um eine Chronik zur erstellen.

Zu diesem Arbeitskreis gehört Horst Bartikowski, der Anfang der 70er Jahre ein Haus in Seemen erworben hatte und wissen wollte, wie alt es ist. So fing seine Forschung an. Schnell stellte der Schreinermeister, der fast 40 Jahre in der Bauabteilung einer Frankfurter Bank beschäftigt war, fest, dass die drei Seemen-Orte ein weißer Fleck auf der Landkarte waren, was die Aufarbeitung und Dokumentation ihrer Historie anging.  Bisher waren die Ortschaften nicht heimatgeschichtlich erforscht worden.

Also ging der passionierte Bücherliebhaber ans Werk, nutzte Kontakte aus seiner beruflichen Tätigkeit, arbeitete sich in den Computer ein. Mittlerweile füllen 30 000 Bücher die Bibliothek des Hobbyhistorikers, erworben auf Flohmärkten, im Internet oder durch Tausch. Fast seine gesamte Freizeit verbringt der Rentner schon seit vielen Jahren mit dem Studium von Akten und Urkunden und der Suche nach weiteren Zeugnissen über das Leben in den Ausläufern des Vogelsbergs.
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15    Feb 20113 Kommentare

Eine Burg in Vorpommern – die Wasserburg Osten

Wasserburg Osten

Zeichnung Uwe Niebergall

Heutzutage findet man in Vorpommern nur noch wenige Burgen, doch früher gab es sie zahlreich, obwohl die Landschaft hier flach ist. Der Besitz einer Burg oder eines festen Schlosses verband sich stets mit einem höheren Rang unter dem sesshaften Adel. Eine dieser Burgen, die Wasserburg Osten, befand sich elf Kilometer südöstlich von Demmin an der Tollense.  Sie lag strategisch günstig, denn hier überquerte die alte Land- und Handelsstraße Stralsund-Loitz-Treptow-Neubrandenburg den Fluss. Die Straße sowie der schiffbare Fluss versprachen beim Anlegen einer Zollsperre reichen Gewinn.

Erbaut wurde die Burg von einem Rittergeschlecht de Ost, denn das Siegel des Ritters Hermanus de Ost befand sich auf der Gründungsurkunde der Hansestadt Demmin aus dem Jahre 1292. Zur Burg Osten gehörten die Dörfer Schmarsow, Vanselow, Roidin und Teusin. Der Grundbesitz wurde mit 112 Landhufen angegeben, die Hufe zu zirka 30 Morgen.
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11    Feb 2011Ein Kommentar

Woher komme ich? Bericht von Familienforschern in Passau

Alte Schriften im Archiv

Archivgut

Die erste Frage, die jemand mit Interesse an der Familienforschung stellt ist: Woher stamme ich? Diese Frage beschäftigt heute immer mehr Menschen. Die Zahl derer, die nach ihren Vorfahren forschen wächst ständig, die Mittel zur Forschung ändern sich auch. Aber eins bleibt immer gleich: Die Suche ist meist spannend, zuweilen mühsam, aber vor allem eines: endlos.

Hubert Riesinger ist beispielsweise das 1000. Mitglied des Bayerischen Landesvereins für Familienkunde (BLF). Er hat zunächst auf eigene Faust nach den Vorfahren geforscht. Anhaltspunkte waren unter anderem alte Fotos und Geschichten in der Familie über den berühmten Onkel in Amerika.  Ein Höhepunkt seinerFamilienforschung war der Besuch der Familie in Amerika. Doch ist er mit seinen Forschungen noch lange nicht am Ende.
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7    Feb 20110 Kommentare

Das Stadtmuseum Düsseldorf zeigt eine Ausstellung über die Geschichte der Düsseldorfer Frauen

Die Stadt ist weiblich heißt die aktuelle Themenausstellung im Stadtmuseum. Zusammen mit dem Frauenbüro haben die Historiker die Geschichte der Düsseldorferinnen über 500 Jahre nachvollziehbar gemacht.
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3    Feb 20112 Kommentare

Die Geschichte einer Kaufhausdynastie

In den Niederlanden ist die Kaufhauskette Vroom & Dreesmann mit ihren 62 Filialen und rund 11000 Mitarbeitern heute so bekannt wie in Deutschland Kaufhof oder Karstadt. Was kaum jemand weiß: Firmengründer Anton Dreesmann (1854–1934) stammte aus Haselünne bei Osnabrück – und alle vier Urgroßväter seines Geschäftspartners Willem Vroom (1850–1925) wurden im Emsland geboren.
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28    Jan 20110 Kommentare

Almoshof und die Residenzen der Nürnberger Patrizier

In Almoshof (Nürnberg) gab es bereits 1504  „3 sitz daselbs“ von Patrizern. Ein vierter Herrensitz kam bald darauf hinzu; denn in dem Verzeichnis der vom „fürstlichen Mordbrenner“, dem Markgrafen Alkibiades 1552/53 eingeäscherten Orte hieß es ausdrücklich, dass in Almoshof „vier schöner herrnheuser verprennth worden“ seien. Doch alle vier Herrensitze wurden in der Folgezeit wieder aufgebaut.


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17    Jan 20110 Kommentare

Ahnenforschung mal anders – die Geschichte des Kreifeltshofes in Duisburg

Normalerweise stellt man sich bei der Ahnenforschung eine Suche nach Personen vor, aber es geht auch anders, wie man sieht. Man kann auch über die Geschichte eines Gebäudes etwas über die Menschen und Ihre Zeit erfahren. Ein Familienforscher untersuchte den Werdegang des historischen Kreifeltshof in Duisburg-Huckingen.

Ein besonderes Augenmerk legt er dabei auf die Entwicklung des Namens: von Kohnenhof zum Kreifeltshof. Alten Huckingern ist er als Kreifeltshof be­kannt, jener heute sehr schön modernisierte ehemalige Bauernhof an der Raiffeisenstraße. Ursprünglich hieß der Hof freilich Kohnenhof. Und was es damit auf sich haben könnte, darüber hat der Familienforscher Norbert Kehnen aus dem Schwarzwald geforscht. Kehnen spürt damit den eigenen Vorfahren nach.
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12    Jan 20110 Kommentare

Buchvorstellung: Purpurroter Cousinot von Petra Körver

Heute möchten ich euch ein interessantes Buch vorstellen, enstanden aus dem zufälligen Auffinden von alten Briefen und einer guten Portion Neugier.

Als Petra Körver vor gut fünf Jahren ein kleines Päckchen mit alten Briefen ihrer Großtante in die Hände bekam, ahnte die Kirchdernerin noch nicht, wie sehr die vermachten Schriftdokumente sie für die kommenden Tage, Monate und Jahre in Bann ziehen würden. Sie machten sie zur Buchautorin.
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10    Jan 20113 Kommentare

Ortsfamilienbuch Lüdinghausen beantwortet Fragen zur Ortsgeschichte

Warum wandern alle Kinder einer Familie aus? Warum gehen acht Bauerntöchter zur gleichen Zeit im 19. Jahrhundert nach Wien ins Kloster? Auf solche Fragen stößt Stefan Wiemann bei seiner Arbeit an einem Ortsfamilienbuch für Lüdinghausen, Kreis Coesfeld. Der 27-jährige, gebürtige Lüdinghauser beschäftigte sich bereits in seiner Schulzeit mit der Ahnenforschung. „Ich fand Geschichten von früher schon immer spannend und wollte einfach mehr herausfinden. Für mich ist die Ahnenforschung wie eine Kriminalgeschichte, die man rekonstruiert, aber mit der man nie fertig wird“, beschreibt der Diplom Kaufmann sein Hobby.
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6    Jan 20110 Kommentare

Das Stadtarchiv von Warburg und seine Schätze

Im Archiv von  Warburg herrscht Ordnung und diese Ordnung kommt durch folgende Arbeitsschritte zustande, die klar definiert sind: Übernehmen, auswählen, sichern, verzeichnen, zugänglich machen und auswerten. Das sind die Aufgaben, die Stadtarchivar Franz-Josef Dubbi seit 18 Jahren hinter den Kulissen des Museumsbetriebs im "Stern" leistet.

"Das Archiv ist das Gedächtnis der Stadt und reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück", erzählt Franz-Josef Dubbi. Die älteste erhaltene Urkunde der Stadt stammt aus dem Jahr 1256. Das von Bischof Simon von Paderborn signierte Blatt gewährt den Altstädtern und Neustädtern die gleichen Rechte.

Einige Examensarbeiten, etwa über die Hospitäler oder den Warburger Wald, wurden mit Hilfe des Stadtarchivs geschrieben. Aber es gibt noch eine Menge ungehobener Schätze: Der Bestand zur Frühen Neuzeit, insbesondere zur jüdischen Geschichte, sei sehr umfangreich, so Stadtarchivar Franz-Josef Dubbi: "Sogar Dissertationen wären möglich." Zum Beispiel würden die Ratsprotokolle aus dem 18. Jahrhundert die großen und kleinen Sorgen einer westfälischen Landstadt widerspiegeln. Aus den Kämmereirechnungen des 16. Jahrhunderts könnten sowohl die Finanzsituation der Stadt als auch die Bau- und Kulturgeschichte Warburgs vor dem 30-Jährigen-Krieg erforscht werden.

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