25    Jul 20110 Kommentare

Link-Tipp: LeMO – das virtuelle Museum

LeMO ist ein Gang durch die deutsche Geschichte von der Gründung des Deutschen Reiches im 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Das Angebot verknüpft informative Texte mit musealen Objekten sowie Film- und Tondokumenten und vermittelt so ein umfassendes Bild von Geschichte.

LeMO ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Historischen Museums, des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und des Fraunhofer Instituts für Software- und Systemtechnik. Die Bearbeitung der Zeit bis zum Kriegsende 1945 erfolgt durch das Deutsche Historische Museum. Das Haus der Geschichte ist für die Darstellung der Zeitgeschichte nach dem 8. Mai 1945 verantwortlich.

Der 3. Oktober '90 vor der Neuen Wache. Matthias Koeppel, 1991 Öl auf Leinwand © Deutsches Historisches Museum

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24    Jun 2011Ein Kommentar

Jeder zweite Brite hat deutsche Wurzeln!

"Das kann doch nicht sein!" Denkt sich der ein oder andere, wenn er den Titel dieses Blogposts liest. DOCH! "Die Leute aus der englischen Provinz sind mit den Norddeutschen enger verwandt als mit ihren eigenen Landsleuten aus Wales oder Schottland", sagt der Archäologe Heinrich Härke von der University of Reading. Genetisch, so die Forscher, steckt in jedem zweiten Briten ein Deutscher!

Denn: Im fünften bis sechsten Jahrhundert wanderten bis zu 200 000 Angelsachsen nach England aus. Das germanische Volk bestand damals hauptsächlich aus Niederfranken, Jüten und Friesen, also den Sachsen und den Angeln. Sie siedelten sich auf den britischen Inseln an und prägten somit britische Gene und Geschichte.

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28    Mrz 20110 Kommentare

“Archiv ist das Gedächtnis der Stadt” Vortrag über das Stadtarchiv Münster

Heute berichte ich in unserem Blog über einen Vortrag, den ich auf dem 4. Westfälischen Genealogentag gehört habe und euch nicht vorenthalten möchte. Er ist vor allem für unsere Nutzer aus dem Raum Münsterland interessant.

Frau Irmgard Pelster hielt einen Vortrag über "Familienkundliche Quellen in Kommunalarchiven  - Das Beispiel Münster". Das Stadtarchiv steht sowohl für die wissenschaftliche, wie auch die Familienforschung zur Verfügung. Es gibt einen Lesesaal und die Möglichkeit mit gebrachte Laptops anzuschließen. Es gibt Findmittel wie die Archivdatenbank und die Beratung durch die Mitarbeiter ist kostenlos. Auch Kopien und schriftliche Anfragen werden im Stadtarchiv erstellt und beantwortet.

Wichtige Aufgaben des Archivs sind die Übernahme, das Sammeln, Bewahren, Dokumentieren, Vermitteln und Forschen von der Geschichte und der Bevölkerung Münsters. Schon seit frühester Zeit wurde vor allem die Geschichte der Herrschenden dokumentiert. Regeln, Gesetze, Protokolle und vieles mehr wurden dokumentiert.
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24    Mrz 20110 Kommentare

Ein Blick ins Kirchenarchiv des Kirchenkreises Ostholstein

Regale, Findbücher, Gemeindechroniken – in den Archiven des Kirchenkreises Ostholstein sind Geschichte und Geschichten von Kirchen und Gemeinden, über Persönlichkeiten und Ereignisse der heutigen Kirchenkreisbezirke Oldenburg und Eutin verwahrt. Das Zentralarchiv des Kirchenkreisbezirks Eutin in Gleschendorf ist seit 1997 unter der Obhut von Hans-Jürgen Voß. Der Kirchenarchivpfleger katalogisiert und ordnet die Bestände und macht sie – wie seine Kollegen im Archiv des Kirchenkreisbezirks Oldenburg in Neustadt i.H. – für Kirchengemeinden, Wissenschaftler und Familienforscher zugänglich. Das „Reich“ des Archivpflegers liegt im klimatisierten Kellergeschoss. Messgeräte überwachen rund um die Uhr Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Die Bestände sind empfindlich, Akten und Bücher sind zum Teil mehrere Hundert Jahre alt, die ältesten stammen aus dem 18. Jahrhundert. Bis ins Jahr 1597 reichen die ältesten Kirchenbucheinträge. Gesprochen wird hier nur mit gedämpfter Stimme, an den Arbeitstischen neben den Regalwänden blättern Besucher in kopierten Kirchenbüchern und Akten – auf der Suche nach Spuren ihrer Vorfahren oder mit wissenschaftlichem Auftrag.
Für private Recherchen ist das Archiv dreimal in der Woche, von 8.30 bis 12 Uhr geöffnet", sagt der Archivpfleger Voß, „eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.“ Jeder Besucher zahlt jeweils 5 Euro für die Nutzung, die Anfertigung einer Kopie kostet 40 Cent.
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18    Mrz 20110 Kommentare

Vorstellung des Heimatbildarchivs des Oberbergischen Kreises

Rund 35 000 Fotografien und Dias lagern im Heimatbildarchiv. Sie geben einen einzigartigen Einblick in die Geschichte des Oberbergischen Landes seit 1925. In den vergangenen Jahren haben viele namenhafte Heimatforscher und Historiker um Hilfe gebeten.

Birgit Behrendt öffnet eine Schublade. Aus dem großen Aktenfach lugen tausende Karteikarten hervor. „Das hier könnte passen“, sagt Behrendt und zieht aus dem Wust ein Foto heraus. Im Heimatbildarchiv des Oberbergischen Kreises sucht die studierte Bibliothekarin das Foto eines Kalkofens. Der Nümbrechter Heimatverein möchte über den Ortsteil Kalkofen berichten und seinen Aufsatz illustrieren.

Im zweiten Untergeschoss des Hauses Moltkestraße 34 lagern in mehreren mannshohen Aktenschränken rund 35 000 Fotografien und Dias. Sie geben einen einzigartigen Einblick in die Geschichte des Oberbergischen Landes in den vergangenen 86 Jahren.

Im Jahre 1925 gründete der Kreis Gummersbach das Heimatbildarchiv als Teil der damaligen Kreisbildstelle, dem heutigen Medienzentrum. Seitdem ist hier das Leben in der Region abgelichtet: Die Fotos zeigen das bäuerliche Leben in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts, den Aufmarsch der Nationalsozialisten, zerbombte Dörfer und das Leben zu bundesrepublikanischer Zeit.
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17    Mrz 20113 Kommentare

Eine Schrift mit Haken und Ösen – das Sütterlin

Heute berichten wir über das Weitergeben der Kenntnis über das Lesen alter Schriften:
Als Helga Lohfeld aus Kirchweyhe einen Fernsehbericht über eine Hamburger Gruppe sah, die nach einem Sütterlin-Kursus nun Zuschriften aus ganz Deutschland mit der Bitte um Übersetzung alter Dokumente erhält, dachte sie: "Das kann man doch auch hier machen." Seit ihrer Schulzeit in Sachsen nämlich hat sie ein Faible für diese alte deutsche Schrift. In der Alten Wache am Henry-Wetjen-Platz in Leeste übt sie derzeit mit Interessierten, die aus heutiger Sicht fast fremdartig anmutenden Haken und Bögen richtig zu entziffern.

"Wir hatten damals in der Schule ein Jahr lang Sütterlin-Unterricht als Schönschrift-Übung", erzählt Helga Lohfeld von ihren eigenen Anfängen in den 50er-Jahren. Seitdem habe sie alles gelesen, was sie in Sütterlin in die Finger bekam. Für Briefe an den Vater und an Freunde wie etwa die zehn Jahre ältere Kegelschwester verwendete sie diese spezielle Schreibschrift ebenfalls. "Ich hatte einfach Spaß daran." Mit einem in Sütterlin abgefassten Brief konnte sie nach dem inspirierenden Fernsehbericht dann auch den Vorsitzenden des Vereins Seniorenzentrum Alte Wache, Gerd Göde, von ihrer Idee überzeugen.
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14    Mrz 2011Ein Kommentar

Kirchenbücher sind nicht nur wichtige Quellen der Ahnenforschung, sie bieten oft auch Amüsantes und Trauriges

Heute möchten wir euch amüsante und traurige Hinweise aus Kirchenbüchern vorstellen. Zum Beispiel das Kirchenbuch von Wichmannsdorf:

Der Pfarrer von Wichmannsdorf ließ sich nicht gern von seinen Schäfchen an der Nase herumführen. Dennoch passierte das während seiner Amtszeit im 19. Jahrhundert. Damals wurde den Brautleuten im Traugespräch auch die Frage gestellt, ob sie denn noch Jungfrau und er noch Junggesell sei. Brav antworteten die meisten mit „Ja“. Nach der Heirat wurde dann bei manchem Paar offenbar, dass es geschwindelt hatte, weil das erste Kind viel früher als „erlaubt“ das Licht der Welt erblickte. In einem Jahr geschah das in Wichmannsdorf mehrmals. Bei sechs von acht Eintragungen im Kirchenbuch strich der Pfarrer deshalb den Stand „Jungfrau“ durch und schrieb stattdessen „Gelogen, gelogen, gelogen!“ hin.
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10    Mrz 2011Ein Kommentar

In Westerkappeln liegt Geschichte versteckt in der Erde

Ein schöner Bauplatz“, sagt Wilfried Schneider. Er steht auf einem Grundstück, auf dem  hinter ihm ein Bagger bei strahlendem Sonnenschein seine Schaufel ins Erdreich gräbt. Hier wird allerdings nicht ausgeschachtet, sondern nach Spuren frühzeitlicher Besiedlung gesucht. Die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) sind im Einsatz.

Der Bagger trägt den Mutterboden ab, denn unter dieser Schicht könnten die Wissenschaftler auf Reste von bronzezeitlichen Grabanlagen stoßen, die bei zurückliegenden Grabungskampagnen zuhauf entdeckt wurden. „Es ist zu erwarten, dass wir wieder etwas finden“, erklärt Grabungstechniker Wilfried Schneider. Das aktuelle Grabungsgebiet ist  700 Quadratmeter groß, für die Untersuchung sind vier Wochen veranschlagt.
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7    Mrz 20110 Kommentare

Helau und Alaaf – eine kleine Geschichte des Karnevals

In der Zeit als Germanien eine römische Kolonie war, bestanden viele wirtschaftliche und kulturelle Verbindungen nach Italien. Es strömten Besucher aller Art nach Germanien (Soldaten, Händler, Gewerbetreibende usw.), die zum Teil hier sesshaft wurden. Durch die Fremden kamen kulturelle Einflüsse aus dem fernen Süden. So ist es nicht verwunderlich, dass im besetzten Gebiet auch Gottheiten verehrt wurden, die aus dem keltischen, germanischen und griechisch-orientalischen Kulturkreis kamen. So bunt gemischt wie die Einwohner waren, so bunt gemischt war auch die Götterverehrung.

Die römische Kolonie hatte das Recht die gleichen Feste zu feiern wie Rom. Dazu gehörte unter anderem das Fest der Saturnalien, das vom 17. - 19. Dezember gefeiert wurde. Es war ein bedeutendes Freudenfest der antiken Welt und sollte an die Zeit der Herrschaft des Gottes Saturn erinnern, in der es noch keine Sklaven gab. An diesen Tagen war es nicht erlaubt etwas Ernsthaftes oder Wichtiges zu tun. Die Arbeit in der ganzen Stadt ruhte und die Schulen blieben geschlossen. Alle waren fröhlich, lärmten, tranken, sangen, tanzten, spielten und scherzten. Männer und Frauen, Herren und Sklaven tauschten die Kleidung. Die freien Bürger bewirteten an diesen Tagen die Sklaven. Das Fest der Saturnalien, an dem die streng geübte Hierarchie ins Gegenteil gekehrt wurde, war eine Art Karneval der antiken Welt. weiterlesen "Helau und Alaaf – eine kleine Geschichte des Karnevals" »

3    Mrz 20112 Kommentare

Im Lippischen Land werden Kirchenbücher digitalisiert

Herr Begemann

Seit zehn Jahren digitalisiert Kurt Begemann alte lippische Kirchenbücher. Ziel ist es, die wertvollen Werke zu erhalten. Denn wenn jeder in ihnen blättert, hinterlässt das Spuren. Kurt Begemann öffnet eine Stahltür zu einem zwei mal eineinhalb Meter großen Raum. Knapp 1,80 Meter ist er hoch - im Gemeindehaus der Kirche in Lage-Heiden.

25 Kirchenbücher liegen in den Regalen. Heute ist nicht nur ihr jahrhundertealter Inhalt jederzeit per Computer abrufbar, sondern auch die Eintragungen aus anderen Kirchenbüchern lippischer Gemeinden. Denn Kurt Begemann arbeitet seit etwa zehn Jahren an der Digitalisierung der jahrhundertealten Schriften.
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