5    Jul 20168 Kommentare

In Deutschland auf den Spuren eines französischen Kriegsgefangenen

Dieser Blogbeitrag wurde in unserem französischsprachigen Blog von meiner Kollegin Elisabeth veröffentlicht. Heute gibt es die Übersetzung dazu, da dieser mit Sicherheit auch für alle deutschsprachigen Leser von Interesse ist. Viel Spaß!

Ich habe lange gehofft die deutsche Familie, die das Leben meines Großvaters so sehr beeinflusst hat, zu finden. Ich habe Roger Dubuc, meinen Großvater mütterlicherseits, nicht kennengelernt. Als ich gerade mal vier Monate alt war, ist er leider von uns gegangen.

Ich erinnere mich nicht mehr daran, wann ich seine Geschichte zum ersten Mal gehört habe, aber es entwickelte sich zu einem Geheimnis, welches ich lösen musste.

Die Geschichte begann wie die von vielen anderen französischen Soldaten.

Mein Großvater (links) und die deutsche Familie, die ich schließlich in Sandstedt gefunden habe.

Roger wurde in Vannes am 22. Juni 1940 gefangen genommen, ohne gekämpft zu haben. Er war 20 Jahre alt. Als er französischen Boden verlassen hatte, hätte er sich mit Sicherheit nicht vorstellen können, dass er erst fünf lange Jahre später zurückkehren würde. Sein Vater Léon ist auch ein Kriegsgefangener in Deutschland (auf Französisch) gewesen, kehrte aber nach 7 Monaten zurück. Der Vater wurde zum Ende des Ersten Weltkrieges gefangen genommen, der Sohn am Anfang des Zweiten.

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10    Jun 20160 Kommentare

Die deutsche “Durchschnittsfamilie”

So, dann schauen wir uns mal in unserer Familie um... Sind deine Eltern verheiratet? Wie viele Geschwister hast du? Bist du selbst verheiratet und hast Kinder? Wie viele?!

Für die deutsche Durchschnittsfamilie gilt: Eltern sind verheiratet und haben zwei Kinder. Sowohl die Mutter als auch der Vater sind berufstätig. Die Familie wohnt in den eigenen vier Wänden. Kommt euch das nun einigermaßen bekannt vor?

Zum Vergrößern, Bild bitte anklicken.

Wer gehört denn überhaupt zur Familie? Von der Klein- bis hin zur Patchworkfamilie, es gibt in Deutschland verschiedene Familientypen. Also schauen wir uns das Ganze mal genauer an! weiterlesen "Die deutsche “Durchschnittsfamilie”" »

11    Nov 201513 Kommentare

Ein großer Mann ist leider nicht mehr da…

Helmut Heinrich Waldemar Schmidt ist gestern im Alter von 96 Jahren in Hamburg gestorben. Schmidt war 68 Jahre mit Hannelore Schmidt (geb. Glaser) verheiratet und hatte zwei Kinder, Helmut Walter Schmidt, der noch vor seinem ersten Geburtstag gestorben ist und Susanne, die für den Wirtschaftsfernsehsender Bloomberg TV in London arbeitet.

Helmut Schmidt - Quelle: Wikipedia.de CC BY-SA 3.0

Sein Vater Gustav war ein unehelicher Sohn eines jüdischen deutschen Privatbankier (Ludwig Grumpel) und einer Kellnerin und wurde von der Familie Schmidt adoptiert.
Mehr zu seinem Stammbaum seht ihr hier.

Er war ein Krisenmanager und bis zu seinem Tod einer der populärsten Politiker Deutschlands. Auch im hohen Alter waren seine Meinungen und sein Rat gefragt. Sogar parteiübergreifend wurde er geschätzt und bis vor kurzem war er noch oft in Talkshows oder Interviews als politischer Kommentator zu sehen. Er war außerdem Buchautor und Mitherausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“.

Deutschland trauert um den Altkanzler und auch wir sagen: Vielen Dank für alles.

Quelle: Wikipedia.de

22    Dez 2014Ein Kommentar

Weihnachten 1914: Ein kleines Weihnachtswunder

Es war das Weihnachten 1914, ein Jahr des Krieges, wo mehr Böses als Schönes auf der Welt zu sehen war. Aber allen Widrigkeiten zum Trotz ist in diesem Jahr ein Wunder geschehen.

In einem stürmischen Winter hörte der Kampf zwischen den Soldaten plötzlich auf. Es war eine inoffizieller und ungewöhnlicher Waffenstillstand, der eine Woche vor Heiligabend anfing und während der gesamten Weihnachtszeit anhielt. Deutsche und britische Soldaten begannen, sich gegenseitig Frohe Weihnachten zu wünschen und sie sangen ihre traditionellen Weihnachtslieder in ihren Schützengräben.

An Heiligabend und den folgenden Weihnachtstagen vergaßen die Soldaten ihre Differenzen. Viele von ihnen - von beiden Seiten - wagten das "Niemandsland" zu betreten, wo sie sich trafen, Lebensmittel und Souvenirs tauschten und Weihnachtslieder zusammen sangen.

Bild: Deutsche und britische Soldaten treffen sich im Niemandsland - 26. Dezember 1914

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9    Dez 201424 Kommentare

Die Familiengeschichte von Elsa Gregel

Elsa Gregel geb. Wolf

Der heutige Gastbeitrag wurde von Frau Elsa Gregel geschrieben. Frau Gregel schenkt uns eine wunderschöne Geschichte, die es verdient hat, als Buch zu erscheinen. Sie ist toll dokumentiert mit vielen Fotos, Briefen, Postkarten und Karten.
Aus Platzgründen können wir hier leider nicht alles veröffentlichen, aber wir haben uns bemüht so viel wie möglich zu zeigen. Heute kommt der erste Teil dieser Geschichte, die sich auf zwei Kontinenten abgespielt hat.

Viel Spaß beim Lesen!

Geschichte der Familie Lebtag um den ersten Weltkrieg
"Die Geschichte der Familie Lebtag hat mich schon immer fasziniert, weil meine Mutter eine geborene Lebtag war und ich also auch zu dieser Familie gehöre.

Verfolgen kann ich den Weg der Familie seit dem Jahre 1769. In diesem Jahr ist Maria Bügler verwitwete Lebtag geboren. Sie war meine ur-ur-ur-ur-Großmutter. Was ich jetzt aufschreibe handelt über die Zeit um den Ersten Weltkrieg.

Ich widme diese Aufzeichnungen meinen Eltern und den Geschwistern meiner Mutter und Angehörigen. Sie haben auch während der Auswanderungen (Argentinien – zurück nach Deutschland (Ostpreußen) - und wieder nach Argentinien) alles mitgenommen. Daher sind relativ viele Briefe, Fotos, Postkarten und Dokumente noch vorhanden.
Ohne diese „Schätze“ wäre die Aufzeichnung dieser Geschichte nicht möglich gewesen.

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6    Okt 20142 Kommentare

Deutsch-Amerikanischer Tag

Der heutige Tag - 6. Oktober - steht ganz im Zeichen der deutsch-amerikanischen Beziehungen, denn heute wird in den USA der "German-American Day" gefeiert.

Quelle: eturbonews.com

Den wenigsten Amerikanern mag es präsent sein, doch knapp 50 Millionen von ihnen sind Nachfahren deutscher Einwanderer. Um daran zu erinnern und um den Beitrag, den diese Einwanderer geleistet haben, zu würdigen, feiert man jedes Jahr den German-American Day in den USA.

Zunächst die Frage, was unter dem Begriff "Deutsch-Amerikaner" bzw. "German-Americans" verstanden wird:
Während man in Europa, und damit auch in Deutschland, voraussetzt, dass eine als Deutsch-Amerikaner bezeichnete Person entweder der deutschen Kultur und Sprache besonders nahe stehen, oder zumindest über einen deutschen Elternteil verfügen, fasst man den Begriff in den USA etwas weiter.
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3    Okt 20140 Kommentare

25 Jahre nach dem Mauerfall – Die Geschichten unserer Nutzer

Vor knapp 25 Jahren fiel die Mauer um das damalige DDR-Gebiet und die Grenze war offen. An die Wiedervereinigung erinnert der Tag der Deutschen Einheit jedes Jahr am 3. Oktober. Auslöser waren die Worte Günter Schabowskis bei der Pressekonferenz, die viele Bürger verfolgten, dass das neue Reisegesetz „sofort, unverzüglich“ in Kraft trete. Die Reaktion: Tausende DDR-Bewohner pilgerten an die Grenzkontrollen und durften nach Westdeutschland reisen.

Was sind die Erinnerungen der MyHeritage-Nutzer an diesem Tag? Wir haben mit einigen gesprochen und hier ihre Antworten:
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30    Jan 20149 Kommentare

Jetzt auf MyHeritage: über 53 Millionen deutsche Aufzeichnungen durchsuchen!

Wir haben sehr lange auf diesen Moment gewartet, aber was lang währt wird endlich gut! Wir freuen uns nämlich euch heute bekannt geben zu dürfen, dass ihr ab sofort über 53 Millionen deutsche Aufzeichhungen auf MyHeritage durchsuchen könnt.

Wie und welche Daten kann ich finden?

Alle deutschen Aufzeichnungen können über SuperSearch - der genealogischen Suchmaschine von MyHeritage - gefunden werden. Hierzu ist ein Daten-Abo erforderlich. Die deutschen Aufzeichnungen enthalten über 154 Millionen Namen. Folgende deutsche Aufzeichnungen stehen euch ab sofort zur Verfügung:

  • Geburten und Taufen, 1558-1898
  • Eheschliessungen, 1558-1929
  • Todesfälle und Beerdigungen, 1582-1958
  • Preussen, Brandenburg und Posen, Kirchenbuch-Duplikate
  • Mecklenburg-Schwerin, Volkszählung, 1867
  • Mecklenburg-Schwerin, Volkszählung, 1890
  • Mecklenburg-Schwerin, Volkszählung, 1900
  • Baden, Kirchenbuch-Duplikate, 1810-1869
  • Auswanderer von Hamburg nach Australasien, 1850 - 1879
  • Deutsche Einwanderung in die Vereinigten Staaten

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12    Jul 20132 Kommentare

Geschichte: Deutschen in Russland

Wir freuen uns sehr, heute ein weiteres interessantes Kapitel der deutschen Geschichte, erzählt von Herrn Hans-Peter Geis, präsentieren zu dürfen!

Viel Spaß beim Lesen!

"Im letzten Blogpost hatte ich berichtet, dass die Habsburger Herrscher nach der Vertreibung der Türken vom Balkan Siedler aus dem deutschen Sprachraum in die neu eroberten Gebiete gelockt hatten, und das mit großem Erfolg. Davon hatte gewiss auch Katharina II. gehört, die 1762 Zarin von Russland geworden war. Sie ist ja selbst Deutsche, und so ist es nicht verwunderlich, dass sie schon ein Jahr später deutsche Siedler in ihr dünn besiedeltes Land ruft. Ihre Vorgänger hatten auch schon gute Erfahrungen mit deutschen  Fachleuten gemacht, sie hatten bereits 1652 in Moskau eine deutsche Vorstadt gegründet. Nun also sollen Deutsche das Land kolonisieren.

Im Laufe von fünf Jahren treten 30000  Bauern, Handwerker, Fabrikanten die mühevolle Reise an, aber nur 23000 erreichen ihr Ziel an der Wolga bei Saratow, nicht weit von Stalingrad. Sehr viele kommen aus dem östlichen Hessen zwischen Darmstadt und Gießen, hessisches Deutsch prägt deshalb ihre Sprache, wenn auch ein paar Einwanderer von Mittel- und Oberrhein  und der Schweiz dazu kommen.

Auswanderungszüge von Deutschen nach Russland im 18. und 19.Jahrhundert. (Aus: Volk auf dem Weg. Deutsche in Russland und in der GUS 1763-1997. Hrsg. Landsmannschaft der Deutschen aus Rußland e.V. und Kulturrat der Deutschen aus Rußland e.V., Stuttgart 1997)

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20    Jun 2013Ein Kommentar

Das Ende der Reichsmark

Eine Umtauschstelle in Hamburg am 20. Juni 1948 (Wikipedia.de)

Es gibt Ereignisse in der Geschichte eines Landes, die auch für die Einzelperson von großer Bedeutung sind. Sie prägen uns und beeinflussen, wie wir uns verhalten.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs erlebten die Bürger, was es bedeutet, eine Währung zu haben, die ihren Wert verloren hat. Deutschlands Städte waren zerstört, Millionen von Menschen waren tot, vermisst, krank oder verletzt. Die Leute hatten Hunger und mussten sich durchkämpfen, um zu überleben. Dazu der Währungsverlust infolge einer seit 1936 steigenden Geldmenge, verursacht durch die für die Finanzierung des Kriegs.

Es gab sehr wenig zu kaufen: Die Industrie produzierte im Nachkriegsdeutschland nur noch 27% der Höhe von 1936. Um die Grundversorgung der Bevölkerung zu sichern, führten die Alliierten die Versorgung mittels Lebensmittelkarten weiter, die schon während des Kriegs gegolten hatten. Das Wenige, was es zu kaufen gab, landete schnell auf dem Schwarzmarkt und wurde 20 bis 100fach teurer verkauft, als die offiziellen Preise.

Im Krieg mussten alle sparen, weil es einfach nichts zu kaufen gab. Nach dem Krieg aber, verloren die Menschen ihr ganzes Ersparte durch den Wertverlust.

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