10    Jun 2013Ein Kommentar

10 Tipps für die Befragung von Familienangehörigen

Erinnerungen, Fotos und Dokumente bieten eine Fülle von wertvollen Informationen über die Familiengeschichte. Familienmitglieder zu interviewen ist ein sehr guter Weg, um über die früheren Generationen und mehr über die Ereignisse in der Familie zu erfahren.

Fangt mit den älteren Verwandten an. Sie sind eventuell die einzigen Menschen, die noch Bescheid wissen, aus welchem Land oder aus welcher Stadt eure Vorfahren stammen, wie die ursprünglichen Nachnamen tatsächlich geschrieben wurden oder wie sich die Namen im Laufe der Generationen verändert wurde (mehr dazu hier). Wenn diese Informationen nicht dokumentiert werden, bevor sie sterben, wird ihr Wissen für immer verloren sein.

Der Zweck von Geschichtenerzählen in der Genealogie ist der, dass man weitere Einzelheiten zu dem Stammbaum hinzufügen kann. Damit eure Ahnenforschung noch besser gelingt, sind hier einige Tipps für die Befragung von Verwandten.

Nützliche Tipps, um die Familienangehörigen zu befragen:

1. Planen. Seid euch über eure Ziele klar. Welche Art von Informationen sucht ihr? Über wen möchtet ihr mehr erfahren, aus welcher Familienlinie? Bitte immer eine Kamera dabei haben, um die Familienangehörigen zu fotografieren. Ebenfalls fotografiert werden sollten Artefakte und ältere Fotos, die die Verwandten euch zeigen. Diese sind großartige Erinnerungen.

2- Erstellt eine Liste von Fragen oder Themen, die ihr abdecken möchtet. Die Fragen hängen davon ab, wie gut ihr die Familienmitglieder und diese Seite der Familie schon kennt. Versucht mal, die Fragen so zu stellen, dass die Verwandten zunächst über die engere Familienmitglieder und dann über die entfernte Verwandtschaft reden. Beispielsweise könnt ihr als erstes nach den Kindern, Geschwistern und Eltern fragen. Danach fragt nach ihren Großeltern und Urgroßeltern. Letztlich fragt nach anderen Verwandten wie Tanten, Onkel, Cousins und Cousinen und nach der entfernten Verwandtschaft.

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5    Jun 20130 Kommentare

Familienforschung: Genogramm

Angelina Jolie - Wikipedia.de

Neulich machte Angelina Jolies Entscheidung, ihre Brüste zu amputieren, weltweit Schlagzeilen. In einem Beitrag in der New York Times erklärte sie, dass sie damit versucht, ihr Brustkrebsrisiko zu minimieren.

Jolies Mutter starb 2007 mit nur 56 Jahren an Eierstockkrebs. Vor kurzem starb auch ihre Tante im Alter von 61 Jahren an Brustkrebs. Die Schauspielerin trägt das BRCA1-Gen in sich. Die Wahrscheinlichkeit, dass auch sie Krebs bekommt, lag bei 87%. Mit der Operation ist das Risiko scheinbar auf 5% gesunken.

Und was hat all das mit der Genealogie zu tun? Ganz viel. Denn dank der Ahnenforschung ist es möglich, ein Genogramm zu erstellen - eine graphische Darstellung des Stammbaums von der eigenen Familie. Die Herstellung solcher Stammbäume wird verwendet, um Familienbeziehungen, wiederkehrende Konstellationen und medizinische Vorgeschichten darzustellen. Damit ist die Vererbung von Erbkrankheiten oder die Veranlagung zu verschiedenen Krankheiten, unter anderem Krebs, graphisch darstellbar.

Ursprünglich wurde das Genogramm als System verwendet, um die Verbindung zwischen der Gegenwart und der vergangenen Generationen zu zeigen. Es organisiert das Wissen der Familien und repliziert Verhaltensmuster, psychologische Faktoren oder wiederholende Verhaltensweisen, die vererbt werden können. Ein Therapeut arbeitet eng mit der Familie zusammen und notiert Informationen wie Namen, Geburts- und Karrieredaten, Krankheiten und Gewohnheiten der Familienmitglieder.

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24    Apr 20130 Kommentare

Großbritannien: Was wird aus der Ahnenforschung?

Das Ehepaar Michael Pugg und Rebecca Griffin, die vor knapp 3 Jahren geheiratet haben, sind ein Beispiel für den neuesten Trend in Großbritanien: das "Meshing", d.h. sie haben ihre beiden Nachnamen kombiniert. Sie haben einfach einen Teil von Michaels Nachnamen genommen ("Pu") und einen Teil von Rebeccas Nachnamen dazu getan ("Ffin"). Zusammen sind sie die Puffins.

"Wir haben diese Entscheidung getroffen, weil wir von der Verschmelzung der Nachnamen gehört haben. Wir haben mit unseren eigenen Namen experimentiert und wir beide mochten den Klang des neuen Namens: Es war eine tolle Möglichkeit, etwas neues in die Ehe zu bringen", sagt Rebecca Puffin.

Quelle: Flickr.com/photos/mynmaeisharsha

Der Ehemann gibt zu, dass ihm die ganze Geschichte am Anfang, "wie ein Witz vorkam. Aber mit der Zeit fanden wir die Idee immer besser, je länger wir darüber nachgedacht haben".

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11    Apr 2013Ein Kommentar

Familie: Blutsverwandtschaft, Schwägerschaft und Verwandschaftsgrad

Wer sind eure Blutsverwandten und wer sind die angeheirateten Verwandten? Die Unterscheidung zwischen den beiden kann sehr wichtig sein, wenn es z.B. um die Erbschaft, Mitbestimmung oder gar die Staatsangehörigkeit geht.

Man spricht von Blutsverwandtschaft, wenn zwei Menschen einen gemeinsamen Vorfahren haben. Dies wird auch organische oder natürliche Familie genannt. Dazu gehören Vater, Mutter, Sohn, Tochter, Bruder, Schwester, Onkel, Tante, Neffe und Nichte usw.

Im Falle einer Adoption sind die Adoptiveltern die gesetzlichen Eltern des Kindes und werden somit als Angehörige angesehen, obwohl keine biologische Beziehung besteht. Die Verwandtschaft durch Adoption oder die Schwägerschaft stellt keine genetische Verwandtschaft dar, sondern eine rechtliche. Die Anthropologie bezeichnet diese Beziehung als "Affinität".

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9    Apr 20137 Kommentare

Ein Blick in die Geschichte: Familienbilder

Eure Großmutter hat/hatte eins. Ebenfalls eure Mutter. Und ich wette, ihr habt auch eins.

Auf einem Regal, im Keller, auf dem Dachboden: Irgendwo habt ihr bestimmt eine Art von Behälter.

Es kann eine alte Metallbox sein, die früher mal Plätzchen enthielt, ein alter Schuhkarton oder eine Hutschachtel, eine moderne Kunststoffdose mit einem Schnappdeckel oder sogar eine einfache Plastiktüte, die man in eine Schublade steckt.

Der Inhalt variiert: Getrocknete Blumen, Postkarten aus dem Urlaub, Geburtstagskarten, Briefe und schöne alte Bilder. Falls dies eure persönliche Sammlung ist, dann kennt ihr wahrscheinlich, wer die Menschen drauf waren, als die Bilder aufgenommen wurden.

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4    Apr 20130 Kommentare

Förderpreis Fränkische Personen-, Kultur- und Sozialgeschichte 2013

Der Fränkische Rechen - Wikipedia.de

Liegt euer Forschungsschwerpunkt in der Fränkischen Genealogie? Dann ist hier eine Chance für euch!

Zum ersten Mal schreibt die Gesellschaft für Familienforschung in Franken e.V. (Nürnberg) den mit 1.000 Euro dotierten Förderpreis für Fränkische Personen-, Kultur- und Sozialgeschichte aus. Prämiert werden die besten Studienabschlussarbeiten zu entsprechenden Themen mit Schwerpunkt Franken.

Adressaten
Die Gesellschaft ermutigt Absolventinnen und Absolventen der Geschichte aller Epochen und Teilgebiete, der fränkischen Landesgeschichte, Volkskunde bzw. Europäischen Ethnologie, der Historischen Demographie, Geografie, Soziologie, Politologie, Kunst- und Literaturgeschichte sowie verwandter Fächer, sich mit einschlägigen Beiträgen zu beteiligen. Eingereicht werden können Studienabschlussarbeiten (Master bzw. vergleichbare Abschlüsse) der Jahre 2012 und 2013 (Datum des Abschlusses) mit der Bewertung ‚sehr gut‘ oder ‚gut‘. Diese dürfen noch nicht veröffentlicht sein.

Auswahl
Die Auswahlkommission wird gebildet aus Vorstandsmitgliedern der Gesellschaft und externen Gutachtern. Bei einem Mangel an geeigneten Beiträgen wird kein Preis vergeben. Bei mehreren preiswürdigen Arbeiten kann die Preissumme geteilt werden. Eine Rechtspflicht zur Verleihung der Preise besteht nicht. Bewerbungen von Mitgliedern der Gesellschaft sind zulässig.

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27    Mrz 20130 Kommentare

1816: Das Jahr ohne Sommer

April ist schon langsam in Sicht, aber leider nicht der Frühling. Im Radio hier im Norden ist von "Weißen Ostern" die Rede und da draußen haben wir tatsächlich immer noch Schnee!

Da fragt man sich schon, ob es so was schon jemals gab. Oder ob wir doch mit der Klimaveränderung zu tun haben. Und siehe da, vor knapp 200 Jahren war es sogar etwas schlimmer.

1816 ging als das Jahr ohne Sommer in die Geschichte ein, vor allem in Amerika und im Westen und Süden Europas. Hier in Deutschland bekam das Jahr den Spitznamen "Achtzenhundertunderfroren".

"Feierlicher Einzug des ersten Erndte-Wagens in Heilbronn im Jahr 1817" nach einer Lithografie von Franz Friedrich Schmidt - Wikipedia.de

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26    Mrz 20133 Kommentare

Ahnenforschung: Unsere Kinder, ihre Vorfahren

Sicher kennt auch ihr, wie es sich anfühlt, wenn man von dem Virus der Genealogie angesteckt wird. Wir möchten, dass  alle mitmachen und mitfiebern.

Vor allem wenn uns der Virus noch voll im Griff hat, ist es sehr enttäuschend, wenn die Familienmitglieder unser Interesse für die Vorfahren nicht teilen. Unser Ziel ist es, dass die Verwandte Fragen stellen und dass sie mehr über unsere gemeinsame Familiengeschichte erfahren wollen. Wir möchten auch sicher sein, dass unsere Forschung nicht verloren geht.

Wie wecken wir mehr Interesse an unserer Familienforschung? Ein guter Anfang ist es, bei den eigenen Kindern oder Enkeln anzufangen.

Kinder und Enkelkinder sind neugierige Wesen. Sie sind auf schwarzweiße Fotos und seltsame Namen ganz gespannt. Und was noch wichtiger ist: Sie stellen Fragen! Habt ihr schon mal einem Kind einen Stammbaum mit vielen Bildern gezeigt? Egal, ob sie die Ahnen schon kennen oder nicht, sie werden auf jeden Fall mehr erfahren wollen.

Alle Kinder lieben Geschichten. Wenn ihr euch die Zeit nehmt, Ihnen über die Familie vorzulesen, dann habt ihr mindestens ein Bisschen von Interesse an der Familiengeschichte garantiert. Sie sind auch Teil der Familiengeschichte und sie lieben es, noch mehr darüber zu erfahren.

Habt ihr schon versucht, andere Verwandte zu motivieren? Auch eure Kinder und Enkelkinder? Wie soll eure Forschung weiter gehen, wenn ihr sie nicht mehr selbst betreibt? Wir sind auf eure Kommentare sehr gespannt!

22    Mrz 2013Ein Kommentar

MyHeritage @RootsTech!

Es ist schon so weit: Zur Zeit befindet sich unser Team in Salt Lake City, wo die Roots Tech-Konferenz zum Thema Genealogie und Technologie stattfindet.

Bis morgen habt ihr Zeit, um vorbei zu schauen und euch zu überzeugen, wie Technologien mit der Ahnenforschung zusammengeführt werden. Salt Lake City ist zum Dreh- und Angelpunkt geworden, um mehr über die aktuellen Technologien zu erfahren und um neue Anwendungsmöglichkeiten in der Genealogie zu finden. Zusätzlich habt ihr noch die Möglichkeit, Top-Genealogen kennenzulernen!

Kommt vorbei und besucht unser Team an Stand #325!

Das MyHeritage Team

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18    Mrz 20138 Kommentare

Angela Merkels polnische Wurzeln

Angela Merkel: Von Kazmierczak wurde Kasner. Quelle: Wikipedia

Es wurde nochmals bewiesen, dass Familienforscher wahre Detektivarbeit leisten müssen, um wichtige Entdeckungen in Ihrer Forschung sicherzustellen. Diesmal erläutern wir diese bekannte alte Weisheit anhand des Beispieles von unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Letzte Woche hat die Süddeutsche Zeitung einen Artikel veröffentlicht, der unbekannte Details über die polnischen Wurzeln der Kanzlerin bekannt gab: Einer neuen Biografie über die Kanzlerin zufolge wurde Merkels Vater als Horst Kazmierczak geboren. Später deutschte seine Familie den Namen in Kasner ein.

In "Angela Merkel - die Kanzlerin und ihre Welt" schreibt Stefan Kornelius, dass Merkels Großvater, Ludwig Kazmierczak, aus Posen stammt, wo er 1896 als nichteheliches Kind von Anna Kazmierczak und Ludwig Wojciechowski geboren wurde. Posen gehörte damals zum Deutschen Reich und wurde nach dem Ersten Weltkrieg und nach den Bestimmungen des Versailler Vertrags wieder in polnisches Staatsgebiet überführt.

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