5    Feb 20140 Kommentare

Interview mit MyHeritage Nutzer Mario Rossi

Wir freuen uns, euch heute wieder eine neue Nutzergeschichte präsentieren zu dürfen. Nutzer Mario Rossi ist 34 Jahre alt und wohnt zusammen mit seiner Familie in Schneisingen AG, Schweiz. Gelernt hat er Informatiker und arbeitet seit einigen Jahren als Schulungsleiter in einer Web Agentur in Zürich. Dank Record Matches hat er erfahren, dass er mit dem Erfinder des Round Tables in England verwandt ist. Viel Spaß beim Lesen!

MyHeritage: Seit wann sind Sie MyHeritage-Nutzer und was gefällt Ihnen auf der Seite am besten?

Mario Rossi: Musste gleich mal im Konto nachschauen…: 15. April 2009 habe ich die Familienseite erstellt. Am besten gefällt mir, wenn ein Smart Match unbekannte Verwandte entdeckt. Denn das ist ja irgendwie der Hauptantrieb hinter dem Ganzen.

MH: Wie ist Ihr Interesse für die Ahnenforschung entstanden? Und was fasziniert Sie daran?

MR: Als ich ein Kind war, hat mein Vater in unserem Heimatort ein Stammbaum erstellen lassen. Das hat einige hundert Franken gekostet und zeigte auf einem A3-Papier insgesamt 43 Vorfahren, über 5 Generationen. Ich war damals ein bisschen enttäuscht davon: viel Geld für wenig Papier. Inzwischen kenne ich den Wert der Arbeit die dahinter steckt. Jahre später kamen dann immer mehr Ahnenforschungs-Angebote im Internet. Da hat es mich wieder gepackt. Ich habe viele Angebote getestet, MyHeritage hat mich schlussendlich überzeugt.

MH: Arbeiten Sie an Ihrem Stammbaum gemeinsam mit Familienangehörigen oder alleine? Wenn gemeinsam, mit wie vielen Personen?

MR: Ich arbeite hauptsächlich alleine. Zu Familienfeiern nehme ich hie und da Fragebogen mit. Und auch beim 3. oder 4. mal Nachfragen ob jemand noch wen oder was kennt, kommt Neues dabei raus, es werden alte Fotoalben hervorgekramt und längst vergessen geglaubte Dokumente gefunden.

Adolf Werner: Urgrossvater mütterlicherseits, 1889-1961, LKW-Fahrer für Langholztransporte in Bibern, Schaffhausen CH.

MH: Aus wie vielen Profilen besteht Ihr Stammbaum?

MR: Stand 31. Januar 2014: 2835.

MH: Was haben Sie über Ihre Familiengeschichte spannendes herausgefunden?

MR: Sehr vieles! Es ist wirklich unglaublich spannend. Wir hatten sehr viele Zuckerbäcker in der Verwandtschaft. Viele emmigrierten im 19. Jahrhundert nach Australien, aber einige auch nach England. Dort habe ich herausgefunden, dass entfernte Verwandte bis vor ein paar Jahren in einem Fischerdorf im Süden eine Konditorei führten. Das Haus ist sogar noch auf Google Streetview sichtbar!

Die Verteilung auf der ganzen Erdkugel aber auch ganz nahe an unserem Wohnort ist ebenso faszinierend.

Das letzte grosse “Ereignis” war die Entdeckung von Louis Marchesi. Ich hatte die Person schon länger erfasst, aber erst durch einen Treffer von Record Matches (Find a Grave) fand ich heraus, dass er der Erfinder des Round Tables in England war. Als ich dann im englischen Wikipedia sogar einen Eintrag von Louis fand, war mein Puls schon ein bisschen höher ;)

Louis Marchesi - Erfinder des Round Tables in England und mit Mario verwandt!

MH: Bis ins wievielte Jahrhundert reicht Ihre Ahnenforschung und was war Ihr schönstes Ahnenforschungs-Erlebnis?

MR: Die Forschung reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Die schönsten Erlebnisse sind die, wenn meine Verwandten, konfrontiert mit den heutigen Möglichkeiten, plötzlich selber sehr fasziniert sind vom Thema und Keller und Dachböden nach Hinweisen ihrer Vorfahren durchwühlen. Oft schwelgen Sie dann in Erinnerungen und erzählen von ihren Erlebnissen als Kinder und den Geschichten von früher.

MH: Haben Sie über die Smart Matches von MyHeritage schon neue Familienmitglieder gefunden? Wenn ja, erzählen Sie bitte kurz.

MR: Ja schon einige. Ich habe gesehen, dass viele andere Forscher meinen Stammbaum 1:1 kopieren. Einige forschen dann aber doch selber weiter und so kann ich regelmässig neue Personen oder neue zusätzliche Informationen zu bestehenden gewinnen. Da wünsche ich mir manchmal die Möglichkeit zur Massenbearbeitung, denn wenn man in einem anderen Stammbaum 500 Matches hat, und 200 sind korrekt, dann ist es recht umständlich diese 200 einzeln zu bestätigen.
Wir haben auch schon mal in einem Hotel in meinem Heimatort übernachtet. Die Inhaber sind über viele Schritte mit uns verwandt und betreiben selber Ahnenforschung. Man fühlt sich ein wenig wie Indiana Jones, wenn man anhand der Daten längst Verstorbener plötzlich auf lebende Verwandte stösst :)

MH: Welche Tipps würden Sie anderen Ahnenforschern und vor allem Beginnern geben?

MR: Sich vom anfänglichen Euphorismus nicht ablenken lassen und blind loszulegen sondern sich die Zeit nehmen, zuerst die vielen Tutorials, FAQs und Diskussionsforen zum Thema durchzulesen. Ich habe viele Informationen zu Vorfahren gefunden, bei denen ich nicht wusste, wie ich die korrekt erfassen sollte: Wie erfasse ich mehrsprachige Namen? Wird das überhaupt unterschieden im FTB? Welche Sprache soll ich wählen, nach welcher Logik erfasse ich die Ereignisse der Personen? Wie benenne ich Orte, usw. Denn wenn man mal ein paar hundert Profile hat, möchte man vielleicht ein Familienbuch drucken. Da kommt es dann drauf an, wie sauber alles erfasst ist.
Möchte man von Smart Matches und internationaler Zusammenarbeit profitieren, gilt das ganz besonders.

Wir bedanken uns nun ganz herzlich bei Mario und laden auch Euch ein bei unserer Familiengeschichtsreihe teilzunehmen. Der Autor einer veröffentlichten Geschichte erhält übrigens als kleines Dankeschön entweder ein Premium- oder ein Daten-Abo (Lauzeit: 1 Jahr) geschenkt. Also macht mit und schreibt einfach eine E-Mail an germany@myheritage.com. :)

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