8    Apr 20130 Kommentare

Geschichte: Arbeitsmigration

Vor Kurzem haben wir hier im Blog eine neue Kategorie mit dem Thema Geschichte eingeführt. Herr Hans-Peter Geis hat uns schon mehrmals mit seinen Texten eine Freude bereitet und auch Frau Christina Rajkovic hat bereits hier über Ahnenforschung und Migration berichtet.
Heute setzt sie die Reihe fort und erzählt über die arbeitsbedingte Migration im 19. Jahrhundert.

Viel Spaß beim Lesen!

Arbeitsmigration ist ein brandaktuelles Thema. Durch die Krisenzeiten des südeuropäischen Arbeitsmarktes, werden in Zentral- und Nordeuropa über hunderttausend Menschen erwartet. Der Spiegel berichtet etwa von 2,2 Millionen Zuwanderern bis 2017. Diese Zahlen wurden einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Kiel Economics entnommen.

Die Welt präsentiert eine prozentuale Auflistung der Zuwanderer, bei welcher Griechen, Spanier und Portugiesen die vordersten Plätze belegen. Gründe: Finanz- und Schuldenkrise, Sparmaßnahmen, Verlust des Arbeitsplatzes, Überqualifikation, mangelnde Perspektiven, etc. und Deutschland wird als DAS Land für Arbeitssuchende beschrieben.

Die süddeutsche Zeitung bezieht sich auf die statistischen Veröffentlichungen des Bundesamtes Deutschland. Die Nettowanderung (Ausgleich von Ein- und Auswandern) befand sich von Januar bis Juni 2012 bei 300.000 Personen.

Ist diese Arbeits-Zuwanderungswelle wirklich eine Neuheit des 20. und 21. Jahrhunderts? Kam solch eine Krisensituation am Arbeitsmarkt tatsächlich noch nie auf?
Die Antwort kann erahnt werden: Nein!

Arbeitsmigration im 19 Jahrhundert

Krisenhafte Zeiten sind auch in der Geschichte zu finden. Besonders das 19. Jahrhundert gilt als ein sehr mobiles Zeitalter. Dieses ist insbesondere von der Arbeitsmigration gekennzeichnet und wurde von den Migrationsmustern der Frühen Neuzeit geprägt. Traditionelle Migrationsformen des langen 19. Jahrhunderts und auch teilweise der Frühen Neuzeit waren etwa die Gesellenwanderung, der Städtewachstum (Urbanisierung), das Entstehen neuer Stadttypen wie etwa der Industriestädte, sowie auch die transatlantische Migration. Besonders bemerkbar war die Zunahme der Binnenmigration, welche sich in einer Land-Land und einer Land-Stadt-Migration manifestierte.

Die Urbanisierung und der Aufschwung des Produktions- und Handelssektors erforderten einen Ausbau der Verkehrsverbindungen, die Verbesserung des Transportangebotes sowie auch den Aufbau eines Kanal- und Eisenbaunetzes. Die nun aufgehobene Leibeigenschaft und die neu entstandene allgemeine Auswanderungsfreiheit, schafften den gesetzlichen Rahmen für die Migration [1].

Stadtansicht von 1854 - Wikipedia.de

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5    Apr 20130 Kommentare

Umfrage: Nach wem wurdet ihr benannt?

Die Wahl eines Namens für ein Kind ist sicherlich nicht einfach. Zwei mal musste ich mich bereits entscheiden: Mein Mann und ich mussten mehrere Monate überlegen und diskutieren, bis wir die Namen unserer Töchter ausgesucht hatten.

In unseren Familien ist es Tradition, unsere Verwandte zu ehren, indem die Kinder nach den Großeltern benannt werden (in unserem Fall jeweils "nur" der zweite Vorname).

Andere Familien bevorzugen ganz exklusive Namen. Eine aktuelle Studie der Universität Leipzig belegt, dass die Deutschen ihren Kindern immer exotischere Namen verpassen, wie Amsel, Ashton-Phoenix, Camino Santiago Freigeist, Moses John Jason oder Don Armani Karl-Heinz.

Wisst ihr, woher euer Name kommt?

4    Apr 20130 Kommentare

Förderpreis Fränkische Personen-, Kultur- und Sozialgeschichte 2013

Der Fränkische Rechen - Wikipedia.de

Liegt euer Forschungsschwerpunkt in der Fränkischen Genealogie? Dann ist hier eine Chance für euch!

Zum ersten Mal schreibt die Gesellschaft für Familienforschung in Franken e.V. (Nürnberg) den mit 1.000 Euro dotierten Förderpreis für Fränkische Personen-, Kultur- und Sozialgeschichte aus. Prämiert werden die besten Studienabschlussarbeiten zu entsprechenden Themen mit Schwerpunkt Franken.

Adressaten
Die Gesellschaft ermutigt Absolventinnen und Absolventen der Geschichte aller Epochen und Teilgebiete, der fränkischen Landesgeschichte, Volkskunde bzw. Europäischen Ethnologie, der Historischen Demographie, Geografie, Soziologie, Politologie, Kunst- und Literaturgeschichte sowie verwandter Fächer, sich mit einschlägigen Beiträgen zu beteiligen. Eingereicht werden können Studienabschlussarbeiten (Master bzw. vergleichbare Abschlüsse) der Jahre 2012 und 2013 (Datum des Abschlusses) mit der Bewertung ‚sehr gut‘ oder ‚gut‘. Diese dürfen noch nicht veröffentlicht sein.

Auswahl
Die Auswahlkommission wird gebildet aus Vorstandsmitgliedern der Gesellschaft und externen Gutachtern. Bei einem Mangel an geeigneten Beiträgen wird kein Preis vergeben. Bei mehreren preiswürdigen Arbeiten kann die Preissumme geteilt werden. Eine Rechtspflicht zur Verleihung der Preise besteht nicht. Bewerbungen von Mitgliedern der Gesellschaft sind zulässig.

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3    Apr 2013Ein Kommentar

Familiengeschichte auf der Kirmes?

Am Wochenende war es wieder so weit: Wie wir immer zu Ostern oder um Weihnachten machen, sind wir auch an diesem Samstag auf die Kirmes gegangen. Diesmal mit Schwiegervater und unseren Kindern. Dabei haben wir uns über die Attraktionen von heute und damals unterhalten und es war sehr passend, als wir eine Fotoausstellung mitten auf der Kirmes gefunden haben, die Fotos von Kirmessen in Nordrhein-Westfalen zeigte.

Da ich neugierig wurde, seit wann es Kirmessen gibt, teile ich hier mit euch, was ich über diese uralte Veranstaltung gefunden habe.

Die Kirmes hat eine lange Tradition. Der Begriff 'Kirmes' geht auf das mittelhochdeutsche "Kirmesse" beziehungsweise "Kirchweihfest" zurück, das aus "Kirchmesse" entstanden ist. An diesem Tag gedachte man früher der Einweihung der jeweilige Dorfkirche. Spätestens im 12. Jahrhundert hat sich parallel zum Kirchenfest auch eine weltliche Veranstaltung gebildet - mit Warenhändlern, Artisten und Schaustellern.

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2    Apr 20133 Kommentare

Geschichte: Die Ostpreußen

In dem Blogpost vom 14.März 2013 konntet ihr lesen, wie die Ordensritter die ursprünglichen Einwohner Ostpreußens, die Prussen, unterwarfen und danach eine „deutsche“ Geschichte Ostpreußens begann. Hier erzählt Herr Hans-Peter Geis weiter, gestützt auf den Text aus seinem Buch „Bauer, Bürger, Arbeitsmann“:

Nachdem der Deutsche Orden die Prussen Ostpreußens endgültig unter seine Herrschaft gezwungen hat, versucht er in

Provinz Ostpreußen - Wikipedia.de

jährlichen Feldzügen auch noch die Litauer zu unterwerfen. Doch die haben sich 1386 mit den Polen vereinigt und auch angefangen, das Christentum zu übernehmen. Nun schlägt ein vereintes litauisch-polnisches Heer das Ordensheer 1410 bei Tannenberg (die Polen nennen es die Schlacht von Grunwald). Außer einem sehr hohen Lösegeld für die gefangenen Ritter kommt der Orden jedoch noch einmal glimpflich davon.

Er versucht, dieses Lösegeld der Stadt Danzig sowie Städten, Bischöfen und Adel des Kulmerlandes (einem südwestlichen Ausläufer Ostpreußens) abzupressen, ohne ihnen irgendein Recht auf Mitbestimmung einzuräumen. Deshalb erkennen die so Bedrückten mit ihrer deutsch-prussischen Bevölkerung schon bald den polnischen König als ihren Herrn an, bei ihm fühlen sie sich offenbar besser aufgehoben; der Orden braucht das Land aber nicht abzutreten. Bald revoltieren auch im übrigen Ostpreußen die Städte und der Adel. 1440 schließen sie sich zusammen im Preußischen Bund.

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