28    Jan 20133 Kommentare

Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen

Diesen Spruch kenne ich in mindestens drei Sprachen, weil es kaum was menschlicheres gibt, als die Lust, Dinge, die wir nicht erledigen möchten, auf morgen zu verschieben.

Aber so eine Haltung, wenn wir von Ahnenforschung sprechen, kann extrem ungünstig sein.

Ich beobachte es immer wieder: Freunde, Nutzer oder Bekannte erstellen einen Stammbaum. Sie tragen die ersten Namen ein und sind erstmal begeistert, dass sie endlich für die Erhaltung der eigenen Familiengeschichte beitragen. Aber dann lassen sie die Dinge für später liegen, die sie nicht für so dringend halten - die Dokumentation zum Beispiel. Sie fügen vielen Namen hinzu, aber kein Datum, kein Foto, keine Urkunde. Dabei sind gerade diese vielen Einzelheiten, die die Familiengeschichte richtig lebendig und spannend machen.

Danach kommt eine schwierige Phase: Man stößt an die eigenen Grenzen. Wer kann schon problemlos sagen, wie die Ururgroßeltern alle hießen? Für viele sind allein die Urgroßeltern schon eine Herausforderung. Und wie lauten die Geburts-, Todes-, oder Heiratsdaten von ihnen? Wo sind sie geboren? Wo haben sie gelebt, geheiratet und wo sind sie begraben worden? Das sind alle wichtige Fakten für die Ahnenforschung und sehr oft können unsere ältere Familienmitglieder uns dabei helfen, diese Lücken zu schließen.

Aber das Telefon zu nehmen und die Großtante zu fragen, ist manchmal so mühsam... Lieber bis Ostern warten, oder?

Tja, das kann leider daneben gehen, weil ganz pragmatisch gesehen: Die älteren Familienmitglieder werden leider nicht für immer da sein. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Zur Zeit ist eine Cousine von mir hier in Deutschland zu Besuch. Da sie immer wieder nach meiner Arbeit gefragt hat und ich viel zu viel erzählt habe, fing sie an, sich für Genealogie zu interessieren! Und da unser gemeinsamen Teil der Familie gut recherchiert ist, hat sie sich entschlossen, die väterliche Seite ihrer Familie zu ergänzen. Aber da erreichte sie leider eine sehr schlechte Nachricht: Ihre Urgroßmutter hat eine geplante OP nicht überstanden...

Sie hat nicht nur ihre geliebte Urgroßmutter verloren, aber auch einen Teil ihrer Familiengeschichte.

Solche Geschichten waren auch Teil der Gründe, warum wir ein mobiles Ahnenforschungstool entwickelt haben: Die MyHeritage App. Wir möchten damit eurer Leben einfacher machen. Jetzt seid ihr auf jeder Familienfeier bestens ausgestattet, um eure Ahnenforschung zu betreiben. Nachdem man seine Tasse Kaffee getrunken und sein Stück Kuchen gegessen hat, hat man vielleicht etwas Zeit, um die Informationen, die man eben noch besprochen hat, zu dokumentieren. Oder man macht noch schnell ein Foto aus dem Album der Oma und gibt dem entfernten Urgroßonkel endlich mal ein Gesicht.

Probiert es mal aus!

Kommentare (3) Trackbacks (0)
  1. Familientreffen sind eine sehr gute Möglichkeit, um Daten zu sammeln und Fotos zu beschriften. Die »alten« Familienangehörigen erzählen ihre Erinnerungen der nächsten und übernächsten Generation. Unser Familientreffen war der Beginn einer interessanten Familienforschung.
  2. Leider kann ich keinen mehr fragen, da aus meiner Familie alle schon verstorben sind die ich fragen könnte-
  3. Ein sehr guter Artikel, anregend und überzeugend. Danke.

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