1    Okt 20120 Kommentare

Heute Abend gehen wir zum Heurigen!

Weinlese (Quelle: Wikipedia.de)

Vom Spätsommer bis in den Herbst dauert in vielen Ländern die Weinlese an. Allerdings ist der Zeitpunkt der Lese von der Lage und Traubensorte abhängig. Wenn man zum Beispiel einen Eiswein erzielen möchte, muss man auf einem starken Frost warten, womit sich die Lese bis zum Dezember oder sogar Januar verzögern kann.

Bei der manuellen Lese (traditionell) werden die reifen Trauben von Hand abgeschnitten. Dabei besteht auch die Möglichkeit, zur Steigerung der Qualität nur die besonders reifen Trauben auszuwählen (diese Auslese ist namensgebend bei dem gleichnamigen Prädikat innerhalb der Qualitätsweine mit Prädikat).

Geerntet werden nur die reifen Trauben. Die Trauben sollten dabei, mit Ausnahme der edelfaulen Trauben, gesund sein.

Rieslingtrauben (Quelle: Wikipedia.de)

Abends nach der Lese geht man häufig zum Heurigen und wenn ihr nicht gerade aus Österreich stammt, dann muss man wissen, dass man damit sowohl einen Jungwein als auch die Lokalität, wo der Wein ausgeschenkt wird, bezeichnet.

Es kann sich dabei um einen Buschenschank, dem saisonal begrenzten Ausschank des Erzeugungsbetriebes, handeln, oder um einen als Heurigen geführten Gastgewerbebetrieb.

Das Recht der Weinhauer (österreichisch für Winzer), Eigenbauwein im eigenen Haus ohne besondere Lizenz auszuschenken, geht in Österreich auf eine Zirkularverordnung des Kaisers Joseph II. von 1784 zurück. Der Ausschank wurde ursprünglich abgehalten, um den Winzern und der Bevölkerung des Ortes und der unmittelbaren Umgebung den Sturm (österreichisch für Federweißer) und den Wein der aktuellen Ernte zu präsentieren. Ein zweiter jährlicher Termin war üblich, um Platz in den Fässern für die kommende Weinlese zu schaffen.

Die Öffnungsperiode zeigt ein Hauer an, indem er oberhalb des Eingangs deutlich sichtbar das Buschenschankzeichen in Form eines Buschen (ein Büschel Zweige oder Bund Reiser) „aussteckt“ – daher der Name Buschenschank.

In vielen Orten ist die Weinlese und der Heurigerbetrieb eine familiäre Tradition. Der Urgroßvater meines Mannes zum Beispiel betrieb den Weinbau in Trier, aber leider ist dieser Brauch in meiner Familie schon ausgestorben.

Der Weinbau ist eine der ältesten Spezialkulturen. Der Anbau der Rebe prägt die Landschaft und die Wirtschaft ganzer Gebiete. In den letzten drei Jahrzehnten hat sich die weltweite Weinbaufläche maßgeblich verändert. Eine massive Ausweitung erfolgte in den „neuen Weinbauländern“, Rückgänge in den klassischen Weinbauländern.

Habt ihr auch Erinnerungen in Verbindung mit der Weinlese, dem Heurigen oder dem Weinbau? Dann teilt bitte mit uns!

Quelle: Wikipedia.de

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