10    Sep 20120 Kommentare

Rätsel in der Familiengeschichte – wie löst man sie?

Sehr beliebt bei vielen von uns ist die Sendung "Spur der Ahnen". Darin werden gemeinsam mit den Familienforschern spannende Geschichten über die Vorfahren ergründet, die im Familienkreis seit Jahren erzählt werden, von denen aber niemand mehr genau weiß, ob sie wirklich stimmen oder nicht.

Aber was kann man tun, wenn die Rätsel in der eigenen Familien sind, aber niemanden zur Seite steht, um Tipps zu geben, was man nun machen sollte?

Das ist das Thema eines Artikels, der letzten Monat in der Zeitung International Herald Tribune zu lesen war.

Die Authorin gibt uns ein paar Ideen, nicht nur, um Fakten über die eigene Familie zu finden, aber auch Tipps, damit Geburtsurkunde & Co. als spannendes Material für Generationen fungieren.

  • Verhaltet ihr euch wie Journalisten. Es reicht nicht, die Geschichte für sich zu behalten. Man sollte das Wort weitergeben. Und dafür muss man sie spannend formulieren.
  • Fangt an, eure Familienmitglieder zu interviewen. Und zwar, sofort. Wenn man zu lange wartet, kann es leider sein, dass die älteren Verwandten nicht mehr da sein werden...
  • Wenn man über die Familie auf der Familienseite berichtet, solltet man nicht nur davon ausgehen, dass dadurch die jüngeren Generationen mehr über die Vorfahren wissen möchten. Das Gegenteil ist auch erwünscht. Den Älteren sollten auch die Leistungen der jüngeren Generationen schmackhaft gemacht werden. Dadurch entsteht ein Dialog zwischen allen Generationen der Familie, und es ist wahrscheinlicher, dass dadurch Familiengeheimnisse weitergegeben werden.
  • Man sollte aber nie aufhören etwas skeptisch zu bleiben, wenn man Verwandte interviewet. Insbesondere, wenn man über ein sensitives Thema spricht, das alle kennen, aber über das keiner redet. Zum Beispiel: Manchmal fragt mein Mann seine inzwischen 104 alte Oma, wie es im Krieg so war. Sie antwortet normalerweise so was wie: es war schlimm. Oder was soll ich schon dazu sagen? Aber wenn er fragt: wie habt ihr was zu essen bekommen, o. A., dann fängt sie an zu erzählen, dass sie Ziegen hatte, die von ihren Kindern in die Wiesen im Umland geführt wurden, sie so Milch hatte, usw.
  • Fragt nach familiären Traditionen, Berufe in der Familie, Haushaltsgewohnheit, Gebete usw. Durch viele Aspekte des alltäglichen Lebens kann man ein besseres Bild der Familie zusammenstellen.
  • Versucht euch in das Leben eures Vorfahrens zu projizieren. Die ganze Familie ist nach Amerika ausgewandert? Versucht vielleicht eine Woche in dem Dorf zu leben, wo die Verwandten vor dem Umzug gelebt haben.
  • Essen verbindet. Wie wäre es mit dem berühmten Kaffee + Kuchen? Gibt es einen Kuchen, der zur Familie gehört? Wer hat ihn als erstes gebacken? Wer kann mehr über die Person erzählen?

Als letzten Schritt kann man den Befund in einer Vorführung präsentieren, wie z.B. mit Hilfe von Slideshows. Hier ist das Beispiel der Slideshow der Authorin. Viel Spaß beim zuschauen und nachmachen!

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