3    Mai 20120 Kommentare

Die Gesundheit unserer Vorfahren

Anhand des menschlichen Skelettes können viele Erkrankungen identifiziert werden. Genau das machen sich deutsche und dänische Wissenschaftler zunutze, um die mittelalterliche Bevölkerung Schleswigs zu untersuchen.

Insgesamt werden mehr als 1.000 menschliche Skelette u.a. auf Krankheiten untersucht, aus etwa 350 Skeletten werden Proben für detaillierte Analysen entnommen. Die ausgewählten Knochenproben werden mit neuesten chemischen Analyseverfahren auf Quecksilber-, Blei- und Strontium getestet.

Quecksilber und Blei sind schon in kleinen Mengen für den Menschen toxisch. Dennoch wurde Quecksilber früher zur Behandlung von Krankheiten verwendet und Blei als Glasur bei alltäglichen Haushaltsgegenständen eingesetzt“, so Prof. Kaare Lund Rasmussen von der University of Southern Denmark (SDU). Die Erfassung dieser Elemente erlaube somit Einblick in die mittelalterlichen Krankheiten, die medizinische Behandlung und die damalige Schwermetallbelastung.

Prof. Claus von Carnap-Bornheim, Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie, Schloss Gottorf, erklärt: „Somit werden Alter, Krankheiten, Ernährungsweise und Siedlungsmuster der mittelalterlichen Bevölkerung der Grenzregion erfasst und zu einem Gesamtbild zusammengetragen. Das Projekt soll damit neue Erkenntnisse über die damalige Grenzbevölkerung liefern, die an die heutige Bevölkerung sowie an Touristen in der Grenzregion weiter gegeben werden sollen.“

Mehr zu den Forschungen könnt ihr hier nachlesen.

Quelle: biermann-medizin.de

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