23    Mai 20120 Kommentare

Datenschutz und rechtliche Aspekte in der Ahnenforschung

Die Ahnenforschung lebt davon, sich mit anderen Interessierten auszutauschen und die eigenen Forschungsergebnisse öffentlich zu machen. Dabei sind allerdings einige rechtliche Rahmenbedingungen einzuhalten.

Die Datenschutzbestimmungen von 1977 schränken die Möglichkeiten der Nachforschungen ein. Zum Beispiel wenn Elternteile nicht bekannt werden möchten - wie es bei Samenspenden möglich ist. Krankenhäusern, Kinderheimen und Öffentlichen Einrichtungen ist es sogar untersagt, Auskünfte an Dritte zu erteilen.

Ähnlich steht es um die Standesämter. Obwohl das Personenstandsgesetz von 1957 in einigen Bundesländern mittlerweile novelliert wurde und die Informationsbeschaffung für den Einzelnen, aber besonders für die Forschung, einfacher geworden sind, muss man Einiges beachten, wenn man genealogische Daten veröffentlichen möchte:

1. Möchte man Daten von dritten Personen öffentlich einstellen, muss man im Vorfeld deren schriftliche Genehmigung einholen. Dies gilt ganz besonders dann, wenn Informationen zum Beruf oder Wohnort preisgegeben werden.

2. Wenn ihr Informationen in einem Standesamt sucht, solltet ihr vorweisen können, bestimmte Auskünfte auch erhalten zu dürfen. Auskunftberechtigt sind Ehepartner oder direkte Nachkommen der zu suchenden Person. Basierend auf dem Grundgesetz besteht ein Recht auf informationelle Selbstbestimmung als Teil des allgemeinen Persönlichkeitsrechts. Dieses besteht auch, wenn es sich um einen Erbfall handelt. Familienforschung zu betreiben ist leider noch kein Grund für eine Informationserteilung durch Behörden.

3. Lest auch immer die Geschäftsbedingungen der jeweiligen Internetseiten, auf denen ihr publizieren möchtet (wenn es nicht eure eigene ist) und vergewissert euch, dass ihr eure Daten aktualisieren, löschen und vor dem Zugriff nicht berechtigter Personen/Nutzer schützen könnt.

Datenschutz auf MyHeritage

MyHeritage legt großen Wert auf den Schutz und die Sicherheit der eingegebenen Daten. Diese werden nur nach Eingabe eines Passwortes angezeigt und sind auch nur für an diesem Stammbaum mitwirkende Personen sichtbar (Familienseiten sind per default als Privat eingestellt).

Weiterhin verpflichtet sich MyHeritage in der Datenschutzerklärung, die hinterlegten Daten auf keinen Fall an Dritte weiterzugeben. Mehr Informationen dazu findet ihr in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie in der Datenschutzerklärung von MyHeritage. (Die angezeigte deutsche Übersetzung ist nicht die verbindliche Fassung. Sie dient lediglich zur Information und besseren Verständlichkeit. Die englischen Versionen stellen die rechtsverbindlichen Fassungen dar.)

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