5    Dez 20110 Kommentare

Lächelt uns hier der erste Mensch an?

Das ist Karabo. Ein Australopithecus sediba. Der vielleicht ältester Verwandter und wahrscheinlich das fehlende Bindeglied zwischen Affe und Mensch.

Dank dieser Rekonstruktion des Amerikaners John Gurche können wir unserem Vorfahren endlich in die Augen schauen. Sein forsches Grinsen und die wachen Augen machen ihn unmissverständlich menschlich, während die Wangenknochen und der ausgeprägte Brauenbogen eher nach wildem Tier aussehen.

Als Vorlage diente dem Anthropologen das ca. zwei Millionen Jahre alte Skelett eines etwa 13-jährigen Jungen, das vor drei Jahren in einer südafrikanischen Höhle entdeckt wurde. Es steht fest, dass der Junge vor 1,95 bis 1,78 Millionen Jahren lebte ungefähr 1,27 Meter groß war.

Die genauere Analyse zeigte, dass der Australopithecus sediba bereits ein modernes Gehirn besaß und auf zwei Beinen ging. Die absolute Sensation aber waren die menschenähnlichen, geschickten Hände. Diese Hände haben keinem primitiven Affen gehört, darüber waren sich die Forscher schnell einig.

„Karabo“, wie der Urmensch auch genannt wird, bedeutet „die Antwort“ – und genau diese könnte der Australopithecus sediba, auf die Frage nach dem immer noch fehlenden Bindeglied zwischen Affe und Mensch, liefern.

Geborgen hatten die Fossilien die Evolutionsbiologen Lee Berger und sein Kollege Paul Dirks von der Witwatersrand-Universität in Johannesburg.

Quelle: bz-berlin.de
Foto: © National Geographic

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