7    Sep 20110 Kommentare

Museum der bayerischen Könige öffnet

Pünktlich zum 125. Todesjahr von König Ludwig II. gibt es in Bayern ein neues “Museum der bayerischen Könige“.

König Ludwig II., sein Leben, seine Schlösser und sein geheimnisvoller Tod faszinieren die Menschen auch 125 Jahre nach seinem Tod. Mehr als 400 000 Besucher haben bislang die Bayerische Landesausstellung über den legendären Bayernkönig im Schloss Herrenchiemsee gesehen. Noch bevor die Schau “Götterdämmerung. König Ludwig II.“ endet, öffnet in Bayern ein neues “Museum der bayerischen Könige“. In einem ehemaligen Grandhotel in Hohenschwangau im Ostallgäu hat der Wittelsbacher Ausgleichsfonds (WAF) eine Dauerausstellung über die Geschichte der Wittelsbacher eingerichtet. An diesem Freitag wird das Museum in Sichtweite der berühmten Königsschlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein eröffnet, ab Samstag ist es für die Öffentlichkeit zugänglich.

Das ehemalige Hotel Alpenrose liegt am Ufer des idyllischen Alpsees. Jahrelang flanierten Millionen Schlosstouristen an dem prachtvollen Jugendstilbau vorbei, dessen Fenster stets verschlossen waren. Inzwischen ist dort wieder Leben eingekehrt. Auf zwei Etagen und einer Ausstellungsfläche von etwa 1200 Quadratmetern ist die Geschichte des bayerischen Herrschergeschlechts von den Anfängen bis zur Gegenwart dokumentiert. “Das Museum soll drei zentrale Fragen beantworten, die nach den Besuchen der Königsschlösser unbeantwortet bleiben. Woher kommt die Familie Wittelsbach? Warum gibt es zwei Schlösser? Und was ist aus der Familie geworden?“, fasst Elisabeth von Hagenow, Projektleiterin des WAF, das Museumskonzept zusammen.

Die Dauerausstellung ist als Rundgang konzipiert. Dabei kommen die Besucher unter anderem an einem begehbaren Stammbaum vorbei, in dem laut von Hagenow eine Auswahl von 68 Regenten von der Herzogszeit bis zum Ende des Königreichs Bayern aufgeführt sind. Im Zentrum stehen dabei die Biografien der Könige Maximilian II. (1811-1864) und Ludwig II. (1845-1886). Großen Raum nehmen zudem Informationen über die historischen Zusammenhänge der beiden Schlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein ein. Der Rundgang schließt mit der Vorstellung des Hauses Wittelsbach in der Gegenwart ab.

Rund 160 kostbare Originalexponate, die größtenteils aus dem Fundus des Hauses Wittelsbach stammen, werden in dem neuen Museum gezeigt. Zu den herausragenden Stücken gehören nach Angaben der Projektleiterin ein königliches Tafelservice, ein prunkvoller Aufsatz für die Hoftafel aus dem Schloss Hohenschwangau sowie der blaue Mantel, den Ludwig II. als Großmeister des St. Georgs-Ritterordens getragen hat. Zudem werden verschiedene Gemälde, Schmuck, Porzellan und Prunkpokale gezeigt.

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