2    Sep 20110 Kommentare

Ausstellung zum Europäischen Tag der Jüdischen Kultur

Am Sonntag, 4. September, eröffnet der Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach in seinem Domizil im Blauen Haus eine Ausstellung, die an das Leben jüdischer Familien erinnert, die über viele Generationen hinweg in der Münsterstadt zu Hause waren.

"Was blieb? – Zeugnisse jüdischen Lebens" heißt die Ausstellung, präsentiert werden Objekte und Dokumente aus früheren jüdischen Haushalten in Breisach. Seit Bestehen des Blauen Hauses als Gedenk- und Begegnungsstätte hat der Förderverein diese Erinnerungsstücke gesammelt, die ihm zur Aufbewahrung zur Verfügung gestellt wurden. Sie kamen von Nachfahren ehemaliger Juden aus Breisach oder wurden von Bürgern der Münsterstadt dem Blauen Haus geschenkt: Bücher, Fotos, amtliche und private Dokumente, religiöse Objekte, Geschirr, Tischsilber und Kunsthandwerk.

Historische Fotos aus Breisacher jüdischen Familien zeigt die Ausstellung, die am Sonntag im Blauen Haus in Breisach zu sehen ist.


Franziska Engeler, Urenkelin des Breisacher Juden Alexander Geismar (1843 bis 1929) und seiner Frau Leonie, geborene Epstein (1847 bis 1933), hat sich ausgiebig mit Ahnenforschung beschäftigt und die Geschichte ihrer Vorfahren in einem Buch nachgezeichnet. Ein Teil der jetzt gezeigten Ausstellungsgegenstände stammt aus dem Nachlass ihrer Familie. Franziska Engeler wird am Sonntag um 15 Uhr im Blauen Haus sein, um über die Genealogie von Breisacher Juden zu sprechen und Fragen von Besuchern dazu zu beantworten. Anschließend lädt der Förderverein zu einem kleinen Imbiss mit Wein und Käse.

Jeweils 15 Minuten nach jeder vollen Stunde werden am Sonntag im Blauen Haus abwechselnd die beiden Filme "Judengasse – der Faden ist gerissen" und "Das Elternhaus – Ralph Eisemann und das ehemalige jüdische Gemeindehaus Breisach" des Freiburger Filmemachers Bodo Kaiser vorgeführt.

Die Ausstellung "Was blieb?" im Blauen Haus, Rheintorstraße 3, ist am Sonntag, 4. September, sowie am Sonntag, 11. September, jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Bis Ende September kann sie darüber hinaus jeweils sonntags und mittwochs von zwischen 15 und 18 Uhr besucht werden.

Weitere Infos auf juedisches-leben-in-breisach.de.

Quelle: badische-zeitung.de
Foto: Kai Kricheldorff

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