25    Aug 2011Ein Kommentar

Essen in der Steinzeit: erste Köche lebten vor 2 Mio. Jahren

Schon früh hat die Menschheit das Kochen erfunden: Der Homo erectus, ein vor rund 1,9 Millionen Jahren lebender Vorfahr des Menschen, hat nach Erkenntnissen von US-Forschern bereits seine Nahrung gekocht. Die Zubereitung von warmen Speisen mit Hilfe von Feuer und Werkzeugen bedeutete für die Frühmenschen, dass sie mehr Kalorien zu sich nehmen konnten und weniger Zeit zum Essen sowie für die Nahrungsbeschaffung brauchten. Die Folgen: Ihr Körpergewicht nahm zu, und die Backenzähne verkleinerten sich.



Den Übergang von roher, nicht erhitzter hin zu weicher und zubereiteter Nahrung haben die Wissenschaftler um Chris Organ von der Harvard-Universität jetzt analysiert. Ihre Vergleiche von Erbgut, Backenzahngröße und Körpergewicht zwischen Menschenaffen, modernen Menschen und 14 ausgestorbenen Hominiden schildern sie in der Zeitschrift „PNAS". Der Homo erectus habe im Vergleich zu anderen Primaten deutlich kleinere Backenzähne besessen. Die Backenzähne funktionieren wie Mühlsteine und zermahlen das Essen zu verdaulichen Stücken. Durch das Zubereiten der Nahrung mit Werkzeugen und die Hitze des Feuers werden die Lebensmittel weicher und damit leichter essbar. Kleinere Backenzähne seien die Folge, so die Wissenschaftler. Auch ein geringes Darmvolumen deute auf die frühe Zubereitung von Speisen hin.

Insgesamt bedeuteten diese Veränderungen einen deutlichen Fortschritt in der Evolution des Menschen. Dem Bericht zufolge verbringen große Menschenaffen rund 48 Prozent des Tages mit der Nahrungsaufnahme. Homo erectus und der Neandertaler brauchten dagegen nur 6,1 beziehungsweise sieben Prozent des Tages zum Essen. Der moderne Mensch bringt noch gerade mal 4,7 Prozent seiner wachen Zeit mit der Nahrungsaufnahme zu. Im Verlauf der Jahrmillionen wurde das Kochen und Essen also immer schneller und einfacher - und die Kulturgeschichte der Küche begann schon viel früher als bisher gedacht.

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Quelle: spiegel.de

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  1. Kommentar von einem Gegner des Abmahnunwesens? Gerne.1) Ob das Urteil Grundsatzcharakter hat, geht aus dem SPON-Artikel nicht hervor. Wfcrde mich aber wndreun.2) Strafbarkeit der reinen Verffcgbarmachung: Ein Richter (des Supreme Court, glaube ich) hat frfcher genau dieses in Zweifel gezogen.3) Nach meinem Wissen streitet J. Thomas ausdrfccklich ab, dass sie verffcgbar gemacht hat. Also dfcrfte die IP ffcr einen Indizienprozess hergehalten haben. Es wird mehrfach bezweifelt, ob diese Beweiskette vollste4ndig wasserdicht ist.4) Verstehe ich Sie richtig, dass Sie die amerikanische Straf-Entsche4digung als Madf ffcr unser Rechtssystem heranziehen?

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