7    Apr 20110 Kommentare

Neues Personenstandsgesetz: Mehr Service für Familienforscher

Der Bestand des Stadtarchivs Düsseldorf ist wieder gewachsen. Rund 4750 neue Bände, das sind 140 laufende Meter, stehen in den Regalen. Es sind die älteren Personenstandsregister des Standesamtes, die nach dem neuen Personenstandsgesetz nicht mehr in den Standesämtern, sondern in den Stadtarchiven aufbewahrt werden sollen. In den Standesämtern fehlte, wegen der vielen Dokumente, der Platz.

Auch für Familienforscher bringt das Personenstandsgesetz ebenfalls Erleichterungen bei den Erkundungen der Familiengeschichte. Denn: die Datenschutzfristen sind kürzer geworden, jetzt können Geburtsurkunden bis zum Jahr 1900, Heiratsurkunden bis 1930 und Sterbeurkunden bis 1980 gesichtet werden. Das Stadtarchiv rechnet daher, aufgrund des zunehmenden Interesses an der Familienforschung, mit vielen Nachfragen. Alle Bände des Registers wurden digitalisiert. Mitarbeiter der Werkstatt für angepasste Arbeit haben im Auftrag des Stadtarchivs etwa eine Million Urkunden gescannt. Das brillante Ergebnis dieser Zusammenarbeit kommt den Nutzern zugute. Sie können die Dokumente an vier Computern des Stadtarchivs einsehen und bequem seitenweise durchblättern.

Die Urkunden sind für Familienforscher besonders wichtig, da sie natürlich Aufschluss über Verwandtschaftsbeziehungen geben. Früher wurde die Geburt, die Heirat oder ein Sterbefall vom Pfarrer in den Kirchenbüchern notiert. Mit der Einführung des napoleonischen "Code Civil" änderte sich das zumindest im linksrheinischen Rheinland schon ab 1798 und rechtsrheinisch ab 1810. Die Kirche sollte sich aus den bürgerlichen Angelegenheiten heraushalten, der Bürgermeister war zuständig und ließ durch seine Standesbeamten alle Geburten, Heiraten und Sterbefälle in seinem Amtsbezirk zentral registrieren.

Das war die Geburtsstunde der heute noch üblichen "Zivilstandsurkunde". Jeder hat sicher einmal seine Geburtsurkunde vorlegen müssen, die Heiratsurkunde gibt Auskunft über unsere Abstammung und ohne Sterbeurkunde ist beispielsweise eine Testamentseröffnung unmöglich. Kurz: Ohne diese Urkunden gibt es keinen amtlichen Beweis unserer Existenz!

Viel Spaß also beim Forschen...

Quelle: RP Online

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