18    Jan 20113 Kommentare

“Schmidt, Guten Tag!”

Eine Vermutung, dass Müller oder Schmidt die häufigsten deutschen Familiennamen sind, hattet ihr bestimmt schon immer, oder? Da liegt ihr auch genau richtig! Denn unter den 10 häufigsten Familiennamen liegen diese beiden unangefochten an der Spitze.

Tatsächlich sind die wichtigsten Berufe von damals heute die häufigsten deutschen Familiennamen, und zwar nicht nur diese beiden. Alle Namen aus der Top 10 Liste sind ausschließlich Berufsnamen! Berufsnamen sind damit, der Anzahl der Träger nach, die größte Gruppe in den Familiennamen.

Mit Klein, Neumann, Schwarz und Braun treten erst danach die ersten Übernamen auf.

König (erst auf Platz 37) ist übrigens kein Berufsname. Vielmehr handelt es sich dabei um einen oft spotthaft gemeinten Übernamen, für eine Person, die sich besonders würdevoll gibt.

Auch wenn inzwischen patronymische Namen (aus Rufnamen) und Übernamen vorzufinden sind, prägen eben Berufsnamen weiterhin die Liste. Möller ist dabei das niederdeutsche Gegenstück zum Müller.
Der Beruf des Schusters wäre übrigens wesentlich besser gelistet, hätte es nicht so viele verschiedene Begriffe dafür gegeben. (Schubert, Schuster oder auch Schuhmacher)

Die Top 50 Nachnamen haben alleine schon so viele Namensträger, dass sie fast 10% der gesamten Bevölkerung ausmachen! Es gibt im Deutschen über 500.000 verschiedene einheimische Familiennamen, viele Schätzungen gehen sogar bis 800.000 oder einer Million. Sehr viele davon haben nur eine handvoll Namensträger, sie sind dann oft weniger durchschaubar.

Top 10 der häfigsten deutschen Familiennamen:

  1. Müller
  2. Schmidt
  3. Schneider
  4. Fischer
  5. Weber
  6. Meyer
  7. Wagner
  8. Becker
  9. Hoffmann
  10. Schäfer

Quelle: onomastik.com
Foto: Flickr

Kommentare (3) Trackbacks (0)
  1. The list is pretty much what I would have guessed, except for Mueller being number one. That was a mild surprise.
  2. Diese Rangliste hängt auch davon ab, ob man unterschiedliche Schreibweisen des gleichen Namens zusammenfasst oder auch nicht. Beispiele:
    Müller / Mueller / Möller / Moeller
    Schmidt / Schmitt / Schmid / Schmitz / und weitere Varianten
    Schneider / Schneyder / Schnyder, hierhin gehören dann auch Schröder / Schroeder / Schroer / Schrader und eine Reihe weiterer Schreibweisen
    Eine Liste nach Berufen, die zum Familiennamen führten, würde also möglicherweise anders aussehen!
  3. ich sag's ja immer: Schmidt ist kein Name, sondern ein Sammelbegriff ;)) Was die Ahnenforschung so herausfordernd macht, insbesondere, wenn man gleich mehrere Schmidt-Linien in seiner Familie hat..

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