13    Jan 2011Ein Kommentar

Das Krieger-Gen – Glaubst du dran?

Träger einer bestimmten Genvariante treffen angeblich bessere finanzielle Entscheidungen und sind von Geburt aus erfolgreicher und durchsetzungskräftiger als andere Männer. Zu diesem Entschluss kam das Team von Cary Frydman, Forscher des California Institute of Technology in Pasadena. Er testete 83 Männer und beobachtete sie, während diese ihre Finanzgeschäfte tätigten. Dabei nahmen Träger der Genvariante MAOA-L, des sogenannten "Krieger-" oder "Wall-Street-Gens", eher finanzielle Risiken in Kauf.


"Die Genvariante MAOA-L bewirkt bei den Trägern eine erhöhte Risikobereitschaft und lässt sie zugleich ihre Erfolgschancen in kritischen Situationen besser einschätzen", bestätigt auch Roman Scholz, Geschäftsführer des Schweizer Unternehmens Igenea. Das Institut, das seit vier Jahren Gentests zur Ahnenforschung anbietet, hat einen Test entwickelt, der dieses Gewinner-Gen nachweisen kann. "Das Angebot richtet sich ebenso an Männer, die das Gefühl haben, in ihnen schlummere ein erfolgreicher Geschäftsmann, wie auch an solche, die Bestätigung suchen", so Scholz. Für Headhunter ist der neue Test möglicherweise von grossem Interesse. "Ich bin überzeugt, dass ein Mensch Leadership im Blut hat oder eben nicht", so Patrick Fehr, Regionaldirektor des Personalvermittlungs-Unternehmens Randstad.

Psychologe Allan Guggenbühl bleibt dem Test gegenüber jedoch skeptisch: "So ein Test sagt noch nichts aus. Schluss­endlich entscheidet die soziale Prägung, ob eine Veranlagung ausgelebt wird oder nicht."

Und was glaubt ihr? ;-)

Bild: Flickr

Kommentare (1) Trackbacks (0)
  1. Dass die Personalvermittler auf so etwas anspringen, konnte man sich schon vorstellen. Steht Bewerbern demnächst ein Gentest ins Haus?
    Mich würde nun ergänzend noch interessieren: wie viele Träger dieser Genvariante haben sich bei den geplatzten Spekulationsblasen verzockt? Hatte Murdoch auch dieses Gen? Muss ich demnächst, ehe ich ein Geschäft abschließe, auf eine Genanalyse meines Geschäftspartners bestehen, um herauszufinden, ob der vielleicht zu sehr risikofreudig ist?
    Und das Ganze aufgrund eines Tests bei lediglich 83 Personen, wobei eine Korrelation des Verhaltens mit lediglich einer Genvariante gefunden wurde? (Und wie signifikant war eigentlich diese Korrelation?)
    Da kann man nur mit Aldous Huxley sagen: "Brave New World" (oder auf Deutsch: Schöne Neue Welt).

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